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SCHLAGWORTE: Sberbank

MOSKAU. Russland treibt seine Privatisierungspläne weiter voran. Schon im kommenden Jahr soll ein Teil des zu 100 Prozent staatlichen Bahnkonzerns Rossijskije schelesnyje dorogi (RZD) verkauft werden. Bis zu fünf Prozent des Unternehmens will der Staat auf den Markt bringen, kündigte Wirtschaftsminister Andrej Beloussow in der vergangenen Woche in Moskau an. Eine gemeinsame Studie von RZD und Verkehrsministerium habe die Machbarkeit des Pilotprojekts zur Teilprivatisierung bereits 2013 bestätigt, so Beloussow weiter. Es sei wichtig, den Bahnkonzern öffentlich handelbar zu machen und so dessen Marktwert zu taxieren. Die russische Regierung hatte im Juni 2012 einem Plan zugestimmt, wonach 25 Prozent minus eine Aktie an der RZD schon in diesem und im kommenden Jahr an private Investoren verkauft werden sollen. Bahnchef Wladimir Jakunin hatte diese Pläne damals jedoch als „unrealistisch“ abgelehnt.
MOSKAU. Die Zentralbank Russlands hat knapp 7,6 Prozent ihrer Anteile am größten russischen Geldinstitut Sberbank veräußert. Käufer seien Investoren aus aller Welt, die an den Börsen in London und Moskau zum Zug gekommen sind, erklärte die Zentralbank Ende September. Die Teilprivatisierung bringt der Staatskasse einen Ertrag von 159,3 Milliarden Rubel, knapp vier Milliarden Euro. Die insgesamt 1,71 Millionen Aktien wechselten für 93 Rubel das Stück den Besitzer. Die Zentralbank bleibt mit einem Paket von 50 Prozent plus einer Aktie weiterhin Hauptaktionär der russischen Sparkasse.
ISTANBUL. Die Sberbank hat mit der belgischen Bankengruppe Dexia einen Vertrag über den Kauf von 99,85 Prozent der Aktien der angeschlagenen türkischen Großbank DenizBank für 3,5 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Das teilte Sberbank-Chef German Gref Anfang Juni in Istanbul mit. Die Sberbank habe genug eigene Mittel, um die DenizBank zu erwerben, so Gref weiter. Dexia war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste staatlich gestützt werden. Erst gestern hatte die EU-Kommission einer Aufstockung der staatlichen Garantien aus Frankreich, Belgien und Luxemburg zugestimmt. In einem weiteren Versuch sich Geld zu verschaffen und das eigene Kreditrating zu verbessern, hatte Dexia die DenizBank zum Verkauf gestellt.
MOSKAU/WIEN. Das russische Geldinstitut Sberbank hat den Kauf der osteuropäischen Tochterfirma der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) abgeschlossen. Wie aus einer ÖVAG-Mitteilung hervorgeht, zahlt die Sberbank zwischen 585 Millionen und 645 Millionen Euro für die VBI, je nachdem wie die Geschäftsergebnisse des laufenden Jahres ausfallen. Die russische Sparkasse übernimmt damit von der ÖVAG knapp 300 Geschäftsstellen mit fast 4.000 Mitarbeitern in acht Ländern: Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Ukraine. Ausgenommen aus dem Deal ist das Rumäniengeschäft, das die ÖVAG in den kommenden zwei bis drei Jahren sanieren und dann ebenfalls verkaufen will. Für Russlands größte Bank, die bereits Töchter in Belarus, Kasachstan und in der Ukraine hat, ist es die erste Anschaffung in Westeuropa.