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SCHLAGWORTE: Kolumne

Ergebnisse einer Studie des Beratungshauses Deloitte zeigen eine verschlechterte Stimmung von Unternehmern in Russland bezüglich ihres Geschäfts, vor allem gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. Die deutsche Wirtschaft bleibt dagegen weiter zuversichtlich, wie auch schon Ende 2017.
Russland ist im renommierten Weltbank-Index „Ease of Doing Business“ weiter aufgestiegen und belegt nun Platz 31. Im vergangenen Jahr hatte es das Land bereits auf Platz 35 geschafft. Damit kommt es seinem Ziel immer näher.
Mit der Erklärung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, nicht mehr für einen weiteren CDU-Bundesvorsitz zu kandidieren, kommen neue Kandidaten ins Spiel: Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz sind bisher jedoch nicht durch ihre Russland-Erfahrung aufgefallen.
Mitte Oktober haben die Bayern gewählt. Die CSU verzeichnete ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 und die SPD ihr schlechtestes überhaupt bei einer Landtagswahl. Das ging auch an der russischen Presse nicht vorbei. Den Einzug der AfD und FDP in den Landtag nahm die Presse in Russland jedoch nicht unter die Lupe.
Das zivilgesellschaftliche Forum Petersburger Dialog fand Anfang Oktober in Moskau statt. Mit der Teilnahme von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier konnte es einen Erfolg verbuchen. Dennoch bleiben die politischen Seiten weiter festgefahren.
Sanktionen als Ursache – Auswirkung auch für den deutschen Mittelstand spürbar.
Vor wenigen Tagen hat der russische Wirtschaftsminister Oreschkin einen vorläufigen Plan zur Entwicklung der russischen regionalen Infrastruktur vorgelegt. In den nächsten sechs Jahren ist dafür ein Milliarden-Investitionsvolumen vorgesehen. Bis Ende 2018 soll der Plan verabschiedet werden. Die Ausarbeitung hatte Präsident Putin im Mai beauftragt. Auch deutsche Unternehmen können auf Aufträge hoffen.
Mitte September fand das jährliche Eastern Economic Forum im Fernen Osten Russlands statt. Die breite Präsenz der asiatischen Länder auf dem Forum und das hingegen dünne Engagement aus Europa dürften Russlands Asien-Kurs nur bekräftigen. Das ist ein Verlust für Europa.
Die russische Fluggesellschaft Aeroflot plant neue Hubs in den Regionen. Davon würden nicht nur diese profitieren. Aeroflot könnte damit auch ein Zeichen für deutsche Investoren setzen.
Die Renteneintrittspläne der Regierung haben in Russland eine große Debatte ausgelöst. Nach langen Diskussionen setzte Präsident Putin nun ein Zeichen und trat für eine Abmilderung ein, zumindest beim Eintrittsalter für Frauen. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft bleiben aber begrenzt.