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Schweizer Exportwirtschaft justiert sich neu

ZÜRICH. Der überbewertete Franken hat bei der Schweizer Exportwirtschaft im vergangenen Jahr teils tiefe Spuren hinterlassen. Im Sommer 2011 erreichte die Franken-Stärke ein derart bedrohliches Ausmaß, dass die Schweizer Nationalbank eine Wechselkurs-Untergrenze von 1,20 CHF/Euro festlegte, um die Exporteure vor größeren Schäden zu schützen. Um ihre Risiken zu diversifizieren und neue Kunden zu finden, wenden sich Schweizer Unternehmen nun vermehrt dem Osten zu. Während die Nachfrage nach Schweizer Produkten aus Europa stagnierte, zeigte die Außenhandelsstatistik für 2011 einen 13-prozentigen Zuwachs der Ausfuhren nach Russland. Auch die Exporte in andere GUS-Staaten legten zu: Ein Plus von 57 Prozent vermeldet die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) bei den Güterströmen nach Kasachstan, um 47 Prozent legte die Warenausfuhr nach Aserbaidschan zu, für die Ukraine werden 22 Prozent vermeldet. „Ich schätze die Bedeutung der Region als hoch ein und auch als wachsend“, bestätigt Regula Spalinger, die mit ihrer Wirtschaftsberatung Kommunikation Ost-West seit 15 Jahren Firmen auf ihrem Weg nach Osteuropa unterstützt. „In der Anfangszeit unserer Firmengründung waren wirklich nur die großen Konzerne im Osten aktiv. Das hat sich jetzt sehr stark gedreht“, berichtet Spalinger. „Es sind jetzt immer mehr auch die kleineren Unternehmen, KMU, bis hin zu Kleinstfirmen mit zehn Mitarbeitern, die über den Export nach Osteuropa nachdenken.“

Daimler wirft neues Werk in Ungarn an

KECSKEMÉT. Im ungarischen Kecskemét ist Ende März die Produktion im neuen Daimler-Pkw-Werk angelaufen. Vier Jahre nach der Standortentscheidung im Sommer 2008 rollt nun keine hundert Kilometer südöstlich von Budapest die neue Mercedes-Benz-B-Klasse vom Band. Das Werk eröffneten Daimler-Vorstands-Chef Dieter Zetsche und Werkleiter Frank Klein gemeinsam mit dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orbán. Die Produktion der neuen Kompaktwagen-Generation erfolgt laut Unternehmensangaben im Verbund Rastatt-Kecskemét. Insgesamt hat Daimler dafür 1,4 Milliarden Euro investiert – 800 Millionen Euro für den Neubau des Werks Kecskemét und 600 Millionen Euro für die Erweiterung des Werks im baden-württembergischen Rastatt. Entstehen sollen jährlich etwa 100.000 Fahrzeuge. Per Bahn werden Karosserieteile, Motoren, Getriebe und weitere Komponenten aus den deutschen Standorten nach Kecskemét geliefert. Ab 2013 soll ein Großteil der Fertigfahrzeuge in Gegenrichtung transportiert werden. Zetsche kündigte an, dass mit dem viertürigen Coupé der neuen Mercedes-Benz-Kompaktwagen-Generation eine weitere Baureihe an den ungarischen Standort kommen wird. Die Mitarbeiterzahl soll bis Ende des Jahres von derzeit rund 2.500 auf mehr als 3.000 aufgestockt werden.

OWC-Directory im Netz

Seit März ist unter owc.de/directory das OWC-Directory im Internet abrufbar. Die umfangreiche Adresssammlung des OWC-Verlages beinhaltet rund 2.000 Einträge aus Mittel- und Osteuropa sowie China, Japan und Indien. Es finden sich Ansprechpartner aus Unternehmen und Institutionen, die mit den genannten Länderschwerpunkten arbeiten oder ihr Serviceangebot auf diese Wirtschaftsräume ausgerichtet haben.