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Die Ukraine und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Gazprom kommt Europa näher

DÜSSELDORF/MOSKAU. Nach langwierigen Verhandlungen haben sich der deutsche Energiekonzern E.ON und die russische Gasholding Gazprom Anfang Juli auf neue Preise für Gaslieferungen nach Deutschland geeinigt. Sie gelten für die bestehenden Verträge rückwirkend bis zum vierten Quartal 2010. Wie genau die neuen Konditionen aussehen, teilten die Unternehmen nicht mit. E.ON gibt jedoch an, dass sich das Halbjahresergebnis des Konzerns dadurch um etwa eine Milliarde Euro verbessern wird. Im Gesamtjahr 2012 soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nun zwischen 10,4 und elf Milliarden Euro liegen – statt wie bisher prognostiziert zwischen 9,6 und 10,2 Milliarden Euro. Das Verhandlungsergebnis führt auch dazu, dass das laufende Schiedsgerichtsverfahren, das E.ON gegen Gazprom führt, eingestellt wird.

Energiekooperation: Neue deutsch-ukrainische Initiativen

KIEW. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat dem ukrainischen Premierminister Mykola Azarow bei Gesprächen in Kiew Mitte Mai einen Projektvorschlag zur Teilrehabilitierung des ukrainischen Gastransportsystems unterbreitet. Das Projekt sieht die Modernisierung einer ersten Verdichterstation in der Ukraine durch ein deutsches Firmenkonsortium vor. Die Kompressorstationen des Gastransitnetzes waren bereits in den 1970er Jahren von einer deutschen Firmengruppe gebaut worden. Die eingebauten Gasturbinen und Kompressoren müssen nun dringend generalüberholt werden. „Die Erneuerung des teilweise überalterten Gastransitnetzes ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Projekte im Dreieck EU-Ukraine-Russland. Das Pilotprojekt könnte der Grundstein für das seit Jahren erwogene Gaskonsortium zwischen den drei Seiten sein.

Ukraine will russisches Gas in Deutschland kaufen

KIEW. Die Ukraine will zukünftig nicht nur ausschließlich von Gazprom sondern auch vom deutschen Energieversorger RWE Gas kaufen. Die in ukrainischem Staatsbesitz befindlichen Öl- und Gasunternehmen OJSC und Naftogaz unterschrieben nach eigener Aussage Mitte Januar einen Rahmenvertrag über Gaslieferungen mit der RWE Supply & Trading GmbH (RWEST). Das Abkommen liefert die rechtliche Grundlage für Verhandlungen über Preise, Umfang und Bedingungen. Für die Lieferungen soll die bestehende Pipeline GTS in umgekehrter Richtung genutzt werden. Naftogaz plant, zunächst täglich rund drei Millionen Kubikmeter Erdgas aus Europa zu beziehen. RWE werde dafür aus Russland tagesaktuell erworbenes Gas vom Spot-Markt zur Verfügung stellen, heißt es. Dieses sei bedeutend günstiger als das im Rahmen von Langzeitverträgen nach Europa fließende Gas. Die Ukrainer geben an, seit 2010 416 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter russischem Gas bezahlen zu müssen. Der Tagespreis für Erdgas bewege sich zwischen 250 und 350 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter.

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Für die Ostbanken verziehen sich die Schatten der Eurokrise

Die Schuldenkrise im Euroraum macht auch den Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas zu schaffen. Manche Analysten befürchten eine Kreditklemme im Osten, wenn klamme westeuropäische Banken weniger Kapital für ihre osteuropäischen Töchter zur Verfügung stellen. Zuletzt deuteten die Indikatoren allerdings auf eine leichte Entspannung der Situation – zumindest vorerst. Die Banken setzen künftig stärker auf lokale Einlagen.

Schweizer Exportwirtschaft justiert sich neu

ZÜRICH. Der überbewertete Franken hat bei der Schweizer Exportwirtschaft im vergangenen Jahr teils tiefe Spuren hinterlassen. Im Sommer 2011 erreichte die Franken-Stärke ein derart bedrohliches Ausmaß, dass die Schweizer Nationalbank eine Wechselkurs-Untergrenze von 1,20 CHF/Euro festlegte, um die Exporteure vor größeren Schäden zu schützen. Um ihre Risiken zu diversifizieren und neue Kunden zu finden, wenden sich Schweizer Unternehmen nun vermehrt dem Osten zu. Während die Nachfrage nach Schweizer Produkten aus Europa stagnierte, zeigte die Außenhandelsstatistik für 2011 einen 13-prozentigen Zuwachs der Ausfuhren nach Russland. Auch die Exporte in andere GUS-Staaten legten zu: Ein Plus von 57 Prozent vermeldet die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) bei den Güterströmen nach Kasachstan, um 47 Prozent legte die Warenausfuhr nach Aserbaidschan zu, für die Ukraine werden 22 Prozent vermeldet. „Ich schätze die Bedeutung der Region als hoch ein und auch als wachsend“, bestätigt Regula Spalinger, die mit ihrer Wirtschaftsberatung Kommunikation Ost-West seit 15 Jahren Firmen auf ihrem Weg nach Osteuropa unterstützt. „In der Anfangszeit unserer Firmengründung waren wirklich nur die großen Konzerne im Osten aktiv. Das hat sich jetzt sehr stark gedreht“, berichtet Spalinger. „Es sind jetzt immer mehr auch die kleineren Unternehmen, KMU, bis hin zu Kleinstfirmen mit zehn Mitarbeitern, die über den Export nach Osteuropa nachdenken.“

Kiew will russisches Gas in Westeuropa kaufen

KIEW. Die Ukraine will in Westeuropa Gas einkaufen, teilte der Chef des staatlichen Gasversorgers Naftogas Ukrainy, Jewgenij Bakulin, am Samstag mit. Mit dem deutschen Energieriesen RWE und mit anderen Anbietern würden dazu Konsultationen über den Kauf von zehn Milliarden Kubikmetern Gas auf dem europäischen Spotmarkt geführt, die sich aber noch „im Vorbereitungsstadium“ befänden. Der ukrainische Ministerpräsident Mykola Azarow hatte bereits in einem vergangene Woche veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Die Welt“ bestätigt, dass Kiew Gaseinkäufe beim deutschen Konzern RWE erwäge: „Unser Gaskonzern Naftogas will von der deutschen RWE im sogenannten Reverse-Flow-Verfahren russisches Gas zurückkaufen“, sagte Azarow. Die ukrainische Zeitung „Serkalo Nedeli“ (Wochenspiegel) hatte zuvor gemeldet, dass sie über den Entwurf eines Rahmenabkommens und entsprechender Verträge zwischen dem ukrainischen Gasversorger und RWE verfüge. Eine Sprecherin von RWE Supply & Trading wollte den Vorgang gegenüber OST-WEST-CONTACT nicht kommentieren. Moskau und Kiew streiten seit Monaten über eine Reduzierung der Abnahmemenge und des Gaspreises, den die Ukraine als im internationalen Vergleich zu hoch kritisiert. Zurzeit beträgt der durchschnittliche Preis für russisches Erdgas für die Ukraine 416 Dollar pro 1.000 Kubikmeter.

OWC-Directory im Netz

Seit März ist unter owc.de/directory das OWC-Directory im Internet abrufbar. Die umfangreiche Adresssammlung des OWC-Verlages beinhaltet rund 2.000 Einträge aus Mittel- und Osteuropa sowie China, Japan und Indien. Es finden sich Ansprechpartner aus Unternehmen und Institutionen, die mit den genannten Länderschwerpunkten arbeiten oder ihr Serviceangebot auf diese Wirtschaftsräume ausgerichtet haben.

Neuer Wirbel ums Gas

MOSKAU/KIEW. Zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich ein neuer Gas-Disput ab, nachdem bei jüngsten Verhandlungen am Dienstag in Kiew keine Einigung über offene...

Neu: Magazine des OWC-Verlags auch als E-Paper erhältlich

Ab sofort sind alle Wirtschaftsmagazine der OWC-Verlag für Außenwirtschaft GmbH auch als benutzerfreundliche E-Paper erhältlich. Abonnenten der Titel Ost-West-Contact, ChinaContact, IndienContact und Russland aktuell...