fbpx
Start Russland

Russland

Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Petersburger Dialog: Deutschland bremst Visa-Vergabe

WOLFSBURG/HANNOVER. Der Petersburger Dialog geht weiter. Nachdem die deutsch-russische Beratung der Zivilgesellschaft im Vorfeld der 11. Tagung des Gremiums in die Kritik geraten waren, sicherte Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew dem Verein auch für die kommenden drei Jahre die finanzielle Unterstützung der russischen Regierung zu. Eine solche Zusage konnte Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem traditionellen Besuch der Tagung zwar nicht geben, aber auch sie lobte die Entwicklung des Petersburger Dialogs. Der Petersburger Dialog habe sich etabliert, sagte Merkel, aber man müsse aufpassen, dass er lebendig bleibt. Vor allem sollte die Jugend hier zu Wort kommen. Auch in der Führungsetage sollte man über einen Verjüngungsprozess nachdenken. Merkel ermutigten die Teilnehmer, alle Themen auf die Tagesordnung zu bringen und eine offene Diskussion zu führen. Dabei sollte das Gremium nicht an den Regierungen hängen. Und auch Medwedjew forderte, dass die wichtigen Dinge angesprochen und Fragen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Außerdem dürfe der Dialog nicht langweilig werden.

Zwei gute Tage für die Zusammenarbeit

HANNOVER. Zehn Regierungsabkommen und vier Verträge zwischen deutschen und russischen Unternehmen und Institutionen wurden zum Abschluss der deutsch-russischen Regierungskonsultationen am 18. und 19. Juli in Hannover unterzeichnet. Auf der Tagesordnung des diesjährigen Treffens zwischen Präsident Dmitrij Medwedjew und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie russischen und deutschen Ministern standen neben wirtschaftlichen Fragen das Libyen-Problem und die Euro-Stabilisierung. Wie die Kanzlerin informierte, sieht Russland die deutsche Wirtschaft als natürlichen Partner. Merkel habe in den Gesprächen mit Russlands Präsident deutlich gemacht, dass die Wirtschaft zum Ausbau ihres Engagements Rechtssicherheit brauche. Auch sei der WTO-Beitritt Russlands angesprochen worden. „Es waren zwei gute Tage für die deutsch-russische Zusammenarbeit“, erklärte Medwedjew zur Pressekonferenz. Beide Länder einigten sich darauf, das Jahr 2013 zum Deutschland-Jahr in Russland und zum Russland-Jahr in Deutschland zu erklären. Dies sei eine weitere Möglichkeit, so Merkel, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Medwedjew lud deutsche Unternehmen ein, auch in die Rohstoffwirtschaft zu investieren.

Siemens rüstet Produktion der Evraz-Gruppe aus

LINZ. Siemens VAI Metals Technologies mit Sitz in Linz hat zwei Aufträge vom russischen Stahlproduzenten Evraz erhalten. Das österreichische Anlagenbauunternehmen wird Walzlinien für die...

HeidelbergCement eröffnet neues Zementwerk

HEIDELBERG/TULA. In Nowogurowskij in der Region Tula eröffnete HeidelbergCement Mitte Juli ein neues Zementwerk. Die Produktionsanlage TulaCement, die rund 150 Kilometer südlich von Moskau liegt, verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Zement. Die Investitionskosten für das im April 2009 begonnene Werk, in dem heute 400 Mitarbeiter beschäftigt sind, beliefen sich auf rund 300 Millionen Euro. Das gesamte Produktionsgelände einschließlich der Steinbrüche, in denen das Rohmaterial für die Zementproduktion gefördert wird, umfasst über 100 Hektar. Die Anlage soll hauptsächlich den stark wachsenden Markt im Großraum Moskau mit Zement versorgen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele bei der Eröffnung. HeidelbergCement könne seine Zementkapazitäten in Russland damit auf rund fünf Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Seit 2001 ist das Unternehmen in Russland tätig und betreibt unter anderem ein Zementwerk in der Nähe von St. Petersburg und hält die Mehrheit an einem Baustoffunternehmen in Baschkortostan.

Neuerscheinung im OWC-Verlag: Investieren in Russland AEB Jahrbuch 2011

Mitte Juli 2011 veröffentlichte der OWC-Verlag für Außenwirtschaft in Kooperation mit der Association of European Business (AEB) das Special Investieren in Russland. Das AEB-Jahrbuch bietet...

Österreicher übernehmen Kranhersteller INMAN

SALZBURG. Die Palfinger Gruppe übernimmt vom russischen Ölkonzern Bashneft den Kranhersteller INMAN. Wie das österreichische Unternehmen Mitte Juli mitteilte, sollen alle 415 Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. INMAN mit seinen zwei Standorten in der Teilrepublik Baschkortostan produziert und vertreibt seit 1992 hydraulische Hebe- und Ladesysteme, insbesondere Knickarmkrane. Im Jahr 2011 wird der Betrieb voraussichtlich einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaften. Er beliefert vor allem die Öl- und Gasindustrie sowie staatliche Unternehmen. Für die Österreicher, die weltweit führend bei der Herstellung von Lkw-Knickarmkränen sind, ist es der erste Produktionsstandort in Russland. Er soll Plafingers Chancen bei öffentlichen Bieterverfahren erhöhen. INMAN wird innerhalb der Gruppe als eigenständige Marke bestehen bleiben.

Russischer Energieschub für Bayern

MOSKAU/BERLIN. Bayern und Russland wollen in Energiefragen enger zusammenarbeiten. Darauf verständigten sich der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil und der Energieminister der Russischen Föderation, Sergej Schmatko, vergangenen Donnerstag in Moskau. Im Umfeld der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hannover Mitte Juli wollen beide Politiker eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnen. Russland sei seit langem ein wichtiger und verlässlicher Partner Deutschlands und Bayerns bei der Gasversorgung, erklärte Zeil. „Mit der Energiewende wird die Bedeutung dieser Partnerschaft noch wachsen, weil die wegfallende Kernkraft zu einem großen Teil durch moderne Gaskraftwerke ersetzt werden muss.“ Der Wirtschaftsminister lud Russland ein, sich am Bau von zusätzlichen Gaskraftwerken in Bayern zu beteiligen. Beide Seiten betonten, dass bei der Vertiefung der Zusammenarbeit langfristige Gaslieferverträge zu fairen Konditionen eine genauso wichtige Rolle spielen wie die Strom- und Wärmeerzeugung.

Kraft baut Russlandgeschäft um

MOSKAU. Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Kraft Foods will seine Süßwarenfabrik Bolschewik in Moskau verkaufen. Wie der Russlandchef des Unternehmens, David Steer, ankündigte, habe die Suche nach einem Käufer bereits begonnen. Kraft hatte 2007 eine Mehrheitsbeteiligung an dem Werk erworben, und es Anfang 2011 ganz übernommen. Die Veräußerung erfolge nun, weil die Möglichkeiten, die Produktion zu erweitern und zu erneuern in den historischen Gebäuden begrenzt seien, so Steer Ende Juni. Der Komplex am Leninskij Prospekt wurde 1884 errichtet und gilt als Baudenkmal. Außerdem will sich Kraft von seiner russischen Kuchen-Sparte trennen, da sie nicht als Kerngeschäft erachtet wird. Dafür verdoppeln die Amerikaner ihre Kapazitäten in einem der verbleibenden fünf russischen Kraft-Betriebe. Im Werk Gorelowo bei St. Petersburg, in dem Instant-Kaffee hergestellt wird, ist eine Investition von 130 Millionen US-Dollar geplant. Die Erweiterung der Produktion soll noch Ende dieses Jahres beginnen und bis Frühjahr 2013 abgeschlossen sein. Dann werden von den Bändern im Leningrader Gebiet 20.000 Tonnen Kaffee pro Jahr laufen.

Continental expandiert in Kaluga

HANNOVER/KALUGA. Der Automobilzulieferer Continental baut ein neues Reifenwerk in Kaluga, 170 Kilometer südwestlich von der russischen Hauptstadt Moskau. Rund 220 Millionen Euro wollen die Deutschen hier investieren, der Produktionsstart ist für Ende 2013 geplant. Die russische Regierung habe ihre Unterstützung für den neuen Standort zugesagt, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung Anfang Juli. Continental folgt damit anderen Fahrzeugherstellern, die bereits seit mehreren Jahren in Kaluga produzieren. „Für den neuen Standort Kaluga sprechen besonders die gute Infrastruktur, die zentrale geografische Lage sowie die guten Erfahrungen, die Continental bereits mit dem bestehenden Automotive-Elektronik-Werk in Kaluga gesammelt hat“, so Nikolai Setzer, Leiter der Pkw-Reifen-Division der Continental AG. Das neue Werk hat Kapazitäten für zunächst rund vier Millionen später bis zu acht Reifen jährlich. Bis Ende 2013 sollen voraussichtlich rund 400 Mitarbeiter eingestellt werden. Continental ist bereits seit 2005 mit einer eigenen Vertriebsorganisation in Moskau vertreten und gehört heute zu den größten ausländischen Reifenherstellern im Land.

Campbell zieht sich aus Russland zurück

CAMDEN/MOSKAU. Der US-amerikanische Fertigsuppenhersteller Campbell Soup streicht weltweit 770 Arbeitsplätze und stellt den Absatz seiner Erzeugnisse in Russland ein. Wie die neue Campbell-Chefin Denise...