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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Siemens stattet Tankterminal Taman aus

ERLANGEN. Die Siemens S.A. Belgien installiert derzeit ein neues Managementsystem für das Tanklager auf der Halbinsel Taman in der Region Krasnodar, erklärte der deutsche Multikonzern Anfang August. Auftraggeber sei das Transportunternehmen OTEKO, das das Manufacturing Execution System (MES) zur Verwaltung und Organisation der betrieblichen Abläufe im Tankterminal einsetzen will. Die Inbetriebnahme des MES ist für die zweite Jahreshälfte 2011 geplant. Um Exportmöglichkeiten für Flüssiggas im Süden Russlands bereitzustellen, errichtet OTEKO zurzeit eine große Umschlaganlage für flüssige Kohlenwasserstoffe an der Schwarzmeerküste. Von den neuen Tankterminals sollen jährlich etwa 9,5 Millionen Tonnen Erd- und Heizöl sowie eine Million Tonnen Flüssiggas, die über Güterzüge im Terminal ankommen, auf Schiffe umgeladen werden. Siemens Russland nimmt die Elektro- und Automatisierungstechnik der neuen Tankanlagen in Betrieb. Um die Leistung des Tankterminals zu erhöhen, hat das OTEKO zusätzlich den Auftrag erteilt, das Siemens-Terminal-Automation-System Sitas IT zu installieren.

Zufrieden mit dem Wanderfalken

MOSKAU. Die russische Eisenbahngesellschaft RŽD zog Anfang August eine positive Bilanz für ihre Hochgeschwindigkeitsstrecken: Die Sapsan-Züge zwischen Moskau und Nishnij Nowgorod sind seit einem Jahr unterwegs und haben in dieser Zeit 511.000 Passagiere befördert – eine durchschnittliche Auslastung von 70,8 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung auf den Strecken Moskau-St. Petersburg-Nishnij Nowgorod sowie Nishnij Nowgorod-Moskau-St. Petersburg betrug mehr als 83,5 Prozent. Seit der Inbetriebnahme der ersten Sapsan-Züge im Dezember 2009 wurden mehr als 3,5 Millionen Passagiere auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der russischen Bahn befördert.

Hipp erweitert Produktion in Kaliningrad

KALININGRAD. Hipp, der Hersteller von Babynahrung mit Sitz in Pfaffenhofen, plant, hochwertige pflanzliche Biorohstoffe im Gebiet Kaliningrad zu erzeugen. Hipp hat in der Region...

Internationaler Fonds zur Unterstützung von KMU geplant

FRANKFURT. Anlässlich der deutsch-russischen Regierungskonsultationen Mitte Juli in Hannover hat die KfW Entwicklungsbank mit der staatlichen Förderbank der Russischen Föderation, der Vnesheconombank (VEB), ein...

Außenhandelsplus steigt

MOSKAU. Die positive Außenhandelsbilanz Russlands ist zwischen Januar und Mai 2011 auf 85,1 Milliarden US-Dollar gestiegen, berichtet die Statistikbehörde Rostat Mitte Juli unter Berufung auf Daten der Zentralbank. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich die Bilanz noch auf 73,3 Milliarden US-Dollar. Zwischen Januar und Mai 2011 betrug das Außenhandelsvolumen Russlands 324,7 Milliarden US-Dollar. Der Export betrug 204,9 Milliarden US-Dollar, der Import 119,8 Milliarden US-Dollar. In der geographischen Struktur des Außenhandels Russlands nimmt die Europäische Union die wichtigste Stellung ein. Von Januar bis April dieses Jahres entfielen 48,1 Prozent des russischen Handelsumsatzes auf EU-Länder – das waren allerdings drei Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Um 2,2 Prozent verbessern konnte sich dagegen die Gruppe der APEC-Staaten, zu der auch die Vereinigten Staaten und China zählen. Der Außenhan- delsumsatz mit diesen Ländern stieg gegenüber den ersten vier Monaten des Jahres 2010 um stattliche 47,2 Prozent. Ebenfalls Boden gut gemacht haben die GUS-Staaten, die ihren Anteil am Russlandhandel um 1,5 Prozent ausbauen konnten. Auch hier sind die Umsätze um knapp die Hälfte gewachsen.

Petersburger Dialog: Deutschland bremst Visa-Vergabe

WOLFSBURG/HANNOVER. Der Petersburger Dialog geht weiter. Nachdem die deutsch-russische Beratung der Zivilgesellschaft im Vorfeld der 11. Tagung des Gremiums in die Kritik geraten waren, sicherte Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew dem Verein auch für die kommenden drei Jahre die finanzielle Unterstützung der russischen Regierung zu. Eine solche Zusage konnte Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem traditionellen Besuch der Tagung zwar nicht geben, aber auch sie lobte die Entwicklung des Petersburger Dialogs. Der Petersburger Dialog habe sich etabliert, sagte Merkel, aber man müsse aufpassen, dass er lebendig bleibt. Vor allem sollte die Jugend hier zu Wort kommen. Auch in der Führungsetage sollte man über einen Verjüngungsprozess nachdenken. Merkel ermutigten die Teilnehmer, alle Themen auf die Tagesordnung zu bringen und eine offene Diskussion zu führen. Dabei sollte das Gremium nicht an den Regierungen hängen. Und auch Medwedjew forderte, dass die wichtigen Dinge angesprochen und Fragen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Außerdem dürfe der Dialog nicht langweilig werden.

Zwei gute Tage für die Zusammenarbeit

HANNOVER. Zehn Regierungsabkommen und vier Verträge zwischen deutschen und russischen Unternehmen und Institutionen wurden zum Abschluss der deutsch-russischen Regierungskonsultationen am 18. und 19. Juli in Hannover unterzeichnet. Auf der Tagesordnung des diesjährigen Treffens zwischen Präsident Dmitrij Medwedjew und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie russischen und deutschen Ministern standen neben wirtschaftlichen Fragen das Libyen-Problem und die Euro-Stabilisierung. Wie die Kanzlerin informierte, sieht Russland die deutsche Wirtschaft als natürlichen Partner. Merkel habe in den Gesprächen mit Russlands Präsident deutlich gemacht, dass die Wirtschaft zum Ausbau ihres Engagements Rechtssicherheit brauche. Auch sei der WTO-Beitritt Russlands angesprochen worden. „Es waren zwei gute Tage für die deutsch-russische Zusammenarbeit“, erklärte Medwedjew zur Pressekonferenz. Beide Länder einigten sich darauf, das Jahr 2013 zum Deutschland-Jahr in Russland und zum Russland-Jahr in Deutschland zu erklären. Dies sei eine weitere Möglichkeit, so Merkel, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Medwedjew lud deutsche Unternehmen ein, auch in die Rohstoffwirtschaft zu investieren.

Siemens rüstet Produktion der Evraz-Gruppe aus

LINZ. Siemens VAI Metals Technologies mit Sitz in Linz hat zwei Aufträge vom russischen Stahlproduzenten Evraz erhalten. Das österreichische Anlagenbauunternehmen wird Walzlinien für die...

HeidelbergCement eröffnet neues Zementwerk

HEIDELBERG/TULA. In Nowogurowskij in der Region Tula eröffnete HeidelbergCement Mitte Juli ein neues Zementwerk. Die Produktionsanlage TulaCement, die rund 150 Kilometer südlich von Moskau liegt, verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Zement. Die Investitionskosten für das im April 2009 begonnene Werk, in dem heute 400 Mitarbeiter beschäftigt sind, beliefen sich auf rund 300 Millionen Euro. Das gesamte Produktionsgelände einschließlich der Steinbrüche, in denen das Rohmaterial für die Zementproduktion gefördert wird, umfasst über 100 Hektar. Die Anlage soll hauptsächlich den stark wachsenden Markt im Großraum Moskau mit Zement versorgen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele bei der Eröffnung. HeidelbergCement könne seine Zementkapazitäten in Russland damit auf rund fünf Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Seit 2001 ist das Unternehmen in Russland tätig und betreibt unter anderem ein Zementwerk in der Nähe von St. Petersburg und hält die Mehrheit an einem Baustoffunternehmen in Baschkortostan.

Neuerscheinung im OWC-Verlag: Investieren in Russland AEB Jahrbuch 2011

Mitte Juli 2011 veröffentlichte der OWC-Verlag für Außenwirtschaft in Kooperation mit der Association of European Business (AEB) das Special Investieren in Russland. Das AEB-Jahrbuch bietet...