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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Deutscher Energieversorger baut Kraftwerk in Krasnodar

BERLIN/OLDENBURG/KRASNODAR, 25. August. Die deutsche Energieindustrie engagiert sich zunehmend bei der Stromproduktion in Russland. In Krasnodar unterzeichnete der Energieversorger KEHAG International AG vergangene Woche ein Rahmenabkommen über den Bau eines Kraftwerkes in der südrussischen Region. Es ist das vierte Projekt dieser Art, das die für das internationale Geschäft zuständige Tochtergesellschaft der Kasseler KEHAG AG in Russland plant. Das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg will auf dem Gelände eines alten Klärwerks in Timaschewsk ein Blockheizkraftwerk mit 86 Megawatt Leistung errichten und betreiben. Bei 150 Millionen Euro liegt das Investitionsvolumen, verkündete die Gebietsverwaltung in Krasnodar Ende August. KEHAG-Vorstandsmitglied Gerhard Klein bestätigt das. „Wir entwickeln und finanzieren das Projekt – mit Unterstützung der Landesbank Berlin“, sagt Klein. Dafür wird eine Projektgesellschaft gegründet, die im Anschluss auch den Betrieb übernimmt. Die Technik, 20 Motoren à 4,3 Megawatt, kommt von den Motorenwerken Mannheim. Für den Bau werden lokale Unternehmen verpflichtet.

Ostseepipeline mit OPAL verbunden

LUBMIN. Die Direktverbindung zwischen den großen russischen Lagerstätten in Sibirien und dem europäischen Erdgasmarkt steht. Der erste Rohrstrang der Nord-Stream-Pipeline ist jetzt mit der Erdgasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) verbunden worden. Der erste Strang des Pipelinesystems könne nun wie geplant im vierten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen, sagte Georg Nowack, Projektleiter der Nord Stream AG für Deutschland. Auch die Anschlussleitung OPAL sei fertiggestellt, meldet die Betreibergesellschaft, OPAL Net Transport GmbH, ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe. Die letzte Verbindungsschweißnaht zwischen dem ersten Strang der Nord-Stream- und der OPAL-Leitung wurde Ende August auf dem Gelände der Erdgasübernahmestation in Lubmin bei Greifswald, wo die Pipeline die deutsche Küste erreicht, vorgenommen.

Dürr AG erhält Aircraft-Großauftrag aus Russland

BIETIGHEIM-BISSINGEN, 23. August. Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr hat in Russland seinen bisher größten Auftrag in der Flugzeugmontagetechnik erhalten. Der russische Flugzeugbauer Irkut bestellte Anlagentechnik für die Montage des neuen Passagierflugzeugs MS-21. Dürr wird das Projekt im sibirischen Irkutsk gemeinsam mit den Partnern Premium Aerotec, MR-Plan und EDAG abwickeln. Der Auftragswert liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, der größte Teil davon entfalle auf Dürr, teilte der Konzern mit Sitz Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart Ende August mit. Der Bau der Montagelinien in Irkutsk beginnt im September 2012, die Übergabe an den Kunden ist für Ende 2013 geplant. Die bestellten Anlagen sind für eine Jahresproduktion von zehn Flugzeugen ab dem Jahr 2014 ausgelegt. Später ist ein zweistufiger Ausbau der Kapazität auf zunächst 36 und später 84 Flugzeuge pro Jahr beabsichtigt.

Neue Aufträge von Rosneft und Lukoil

WIEN. Der Anbieter von Öl- und Gasfelddienstleistungen C.A.T. oil AG meldete Mitte August den Eingang weiterer Aufträge seitens seiner langjährigen Kunden Rosneft und Lukoil. Dadurch erhöhe sich das Volumen des Orderbuchs, das nun auch Aufträge für die Jahre 2012 bis 2014 enthält, für das laufende Geschäftsjahr auf 239 Millionen Euro. Der Wert des erweiterten Auftrags von Rosneft im Hydraulic-Fracturing-Geschäft liegt bei 8,5 Millionen Euro. Die Ausführung der Arbeiten in Westsibirien ist für die zweite Jahreshälfte 2011 geplant. Der Sidetrack-Drilling-Großauftrag von Lukoil hat bei dreijähriger Laufzeit ein Volumen von 61 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen ab dem ersten Halbjahr 2012 bis 2014 in Westsibirien ausgeführt werden.

32 deutsche Aussteller auf dem Aviasalon MAKS

MOSKAU. Auf dem 10. Internationalen Aviasalon MAKS präsentierten sich in diesem Jahr 32 Luft- und Raumfahrtunternehmen aus Deutschland. Zu den deutschen Vertragsabschlüssen auf dem Flugfeld Schukowski in der Nähe von Moskau gehörte die Vereinbarung, die der Triebwerkstest-Spezialist Anecom aus Wildau eingehen konnte. Innerhalb von drei Jahren will das Unternehmen zusammen mit sieben Partnern eine lärmmindernde Technologie für Flugzeugtriebwerke entwickeln und in ein marktrelevantes Produkt überführen. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, der die Flugshow besuchte, würdigte das Projekt als weiteren großen Schritt in der Zusammenarbeit seines Bundeslandes mit Russland. Der deutsche Gemeinschaftsstand wurde auf Antrag des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) im Rahmen des Auslandsmesseprogramms der Bundesregierung durchgeführt. BDLI-Hauptgeschäftsführer Dietmar Schrick erklärte, der Aviasalon sei für die Deutschen aus industrieller Sicht gewichtig.

FACC baut Werk in Tatarstan

MOSKAU/RIED. Der österreichische Flugzeugkomponentenhersteller FACC AG will gemeinsam mit Aerocomposit, einem Subunternehmen des russischen Luftfahrtkonzerns United Aircraft Corporation, ein Produktionswerk in Kasan errichten. Mitte August teilte das Unternehmen mit, dass sich beide Seiten auf die Gründung eines Joint Ventures geeinigt hätten, an dem FACC anfangs einen Anteil von 24 Prozent halten soll, der nach Vorliegen einer entsprechenden Regierungsgenehmigungen auf 40 Prozent aufgestockt werden soll. Aerocomposit wird 51 Prozent des Joint Venture halten, die Republik Tatarstan zu neun Prozent beteiligt sein. Das Investitionsvolumen für das Werk beläuft sich auf 55 Millionen Euro in einer ersten Ausbaustufe von 33.000 Quadratmetern. Der Baubeginn ist für Ende 2011, der Produktionsstart für Mitte des Jahres 2013 geplant. Zunächst sollen verschiedene Faserverbundkomponenten für Flügel und Leitwerk des russischen Regionalflugzeuges Suchhoi Superjet 100 hergestellt werden. Es handelt sich dabei um Produkte, die FACC im Moment in Kooperation mit Aerocomposit entwickelt und ab März 2012 bis zur Inbetriebnahme des neuen Werkes am Standort Österreich fertigen wird. Später sollen auch Faserverbundkomponenten für zukünftige russische Verkehrsflugzeuge wie die MS-21 oder Derivate der SSJ100 in Produktion gehen.

St. Petersburg: Damm schließt Umgehungsstraße

ST. PETERSBURG. In St. Petersburg weihte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin Mitte August einen riesigen neuen Schutzdamm ein. Die 25 Kilometer lange Anlage über den Finnischen Meerbusen soll die Stadt an der Newa vor Überschwemmungen seitens der Ostsee schützen und schließt zu dem die Lücke in der Ringstraße zur Umgehung der Millionenmetropole. Putin sprach bei der Eröffnungszeremonie von einem historischen Ereignis. Immerhin hatte die Stadt, die damals noch Leningrad hieß, bereits 1979 mit dem Bau begonnen. In den 90er Jahre wurden die Arbeiten aus Geldmangel unterbrochen und konnten erst 2006 wieder aufgenommen werden. Nach offiziellen Angaben belaufen sich die Gesamtkosten auf 109 Milliarden Rubel (etwa 2,7 Milliarden Euro).

Importstopp für EU-Gemüse aufgehoben

MOSKAU, 8. August. Die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hat das Einfuhrverbot für frisches Gemüse aus den EU-Ländern zum 7. August vollständig aufgehoben. Wie der Chef der Behörde, Gennadi Onischtschenko, mitteilte, fällt damit auch die zusätzliche Zertifizierungspflicht weg, die zwischenzeitlich eingeführt worden war. Russland hatte den Importstopp am 2. Juni wegen der in Europa grassierenden EHEC-Erkrankungen verhangen. Ende Juni verständigten sich die Russische Föderation und die EU über eine besondere Kontrollordnung für europäische Gemüselieferungen nach Russland. Nach und nach durften verschiedene Länder wieder Frischgemüse in den Osten liefern – zunächst die Niederlande, Belgien und Spanien. Für Gemüse aus Deutschland, Lettland, Litauen, Estland und Slowenien galt das Einfuhrverbot bis zuletzt.

Siemens: Joint Venture mit Power Machines

ERLANGEN. Siemens will zusammen mit dem russischen Unternehmen Power Machines OJSC binnen der nächsten Monate ein Gasturbinen-Joint Venture gründen, an dem Siemens 65 Prozent...

Reifenhersteller Sibur verkauft Gummiwerk

MOSKAU. Der russische Reifenkonzern Sibur – Russkiye shiny (Sibur RS) hat sich von dem Kunststoff- und Gummiverarbeitungsunternehmen Saranskij zavod Rezinotekhnika (SZRT) getrennt. Der Konzern...