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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Deutsche Unternehmen auf der Verpackungsmesse in Moskau

MOSKAU. Ende Januar fand im Moskauer Expocenter parallel zur Kunststoffmesse Interplastica die Branchenmesse der Verpackungsindustrie in Russland statt – die Upakovka 2013. Zu besichtigen war ein Großaufgebot an Technik, das es insbesondere Produzenten von Lebensmittel- und Getränkerzeugnissen sowie Pharma- und Chemieprodukten ermöglichen soll, auf dem immer stärker umkämpften russischen Markt zu bestehen. Unter den 320 vertretenen Ausstellern fanden sich auch rund 50 Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Startschuss für Russisches Haus der Wirtschaft in Berlin

BERLIN. Unter den Linden in Berlin eröffnete die Handelsvertretung Russlands am Dienstag das Russische Haus der Wirtschaft. Die neue Institution im ehemaligen Gebäude der Aeroflot soll Anlaufstelle für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen werden, erklärte Andrej Zwerew, der Leiter der Handelsabteilung der russischen Botschaft. In den Räumen, die unter dem Namen „Showroom der Export- und Investitionsmöglichkeiten der russischen Regionen und staatlichen Unternehmen“ firmieren, können die 83 Föderationssubjekte sich und ihre Kooperationsprojekte präsentieren.

Mercedes-Benz stark in China und Russland

STUTTGART. Der deutsche Autobauer Daimler meldet ein Rekordabsatzmonat für seine Marke Mercedes-Benz. Demnach wurden im Januar weltweit insgesamt knapp 95.000 Wagen mit dem Stern und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum verkauft. Besonders beliebt war Mercedes-Benz in den USA sowie in China und Russland. In ihrem derzeit größten Markt, den USA, lieferte die Marke im Januar 22.501 Fahrzeuge an Kunden aus (+10,8%). China konnte im Januar mit 16.695 ausgelieferten Einheiten den bisher stärksten Januarabsatz verbuchen (+15,4%). Einen besonders starken Jahresstart erzielte Mercedes-Benz auch in in Japan (+9,8%) und in Russland (+26,6%). Wachstumschancen sieht die Daimler AG auch zukünftig vor allem in Nordamerika sowie in Japan, China und Russland.

Russisches Fleischimportverbot: Geringer Effekt auf Liefermenge

MOSKAU/BERLIN. Ab Montag gilt das russische Importverbot für Fleisch aus Deutschland. Die Inspektionsbehörde des Landwirtschaftsministeriums, Rosselchosnadsor, hatte das Einfuhrverbot für gekühltes Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus deutschen Betrieben Ende Januar verhängt. Unzureichende Sicherheitskontrollen in Deutschland seien der Grund dafür, heißt es aus Moskau. „Der Umfang der Sperre ist noch unklar und eine stichhaltige Begründung bisher nicht erkennbar“, erklärte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) auf Nachfrage von OWC.

Deutsche starten Tapetenproduktion in Dsershinsk

DSERSHINSK. Das deutsch-russische Joint Venture A.S. & Palitra hat Ende Januar seine neue Fabrik zur Herstellung von Tapeten in Dsershinsk in Betrieb genommen. Das Projekt mit einem Investitionsumfang von rund 34,3 Millionen Euro sei innerhalb nur weniger Monate realisiert worden, sagte der Gouverneur von Nishnij Nowgorod, Walerij Schanzew, bei der Eröffnung des Werkes. Die Inhaber sind der deutsche Tapetenhersteller A.S. Création aus Gummersbach-Derschlag und der russische Branchenführer Kof Palitra.

Russlands Regionen bauen aus

MOSKAU. Russlands Bauwirtschaft wird in den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 12,5 Prozent wachsen, prognostiziert die Consultinggesellschaft PMR in ihrem jüngsten Bericht, der Ende Januar erschien. Die Analysten schreiben diesen verhältnismäßig hohen Anstieg vor allem der niedrigen Vergleichsbasis der Vorjahre und dem Engagement der Regierung um den Ausbau der Transportinfrastruktur zu. Die Schwerpunkte sind von Ort zu Ort verschieden.

Medwedjew in Davos: Angebote an die EU

DAVOS. Der russische Premierminister Dmitrij Medwedjew hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut für Russland als Investitionsstandort geworben. Um das Ziel eines jährlichen Wirtschaftswachstums von mindestens fünf Prozent zu erreichen, sei Russland auf große ausländische Investitionen angewiesen, so Medwedjew. Russland setze sich weiter für die Partnerschaft mit anderen Ländern ein. Der Europäischen Union bot Medwedjew die bereits vom russischen Präsidenten Wladimir Putin im vergangenen Jahr gezeichnete Vision eines einheitlichen Wirtschaftsraums „vom Pazifik bis zum Atlantik“ an. Grundlage dafür sei der visafreie Verkehr zwischen Russland und den EU-Staaten, der allerdings von europäischer Seite blockiert werde, sagte der Regierungschef.

Neue Angebote für Transporte über die Ostsee

Der kürzeste Weg zwischen Deutschland und Skandinavien sowie in die Häfen des Baltikums und der Nordwestregion Russlands führt über das Wasser. Angesichts der relativ geringen Distanzen ist dabei das Fähr- und RoRo-Geschäft für den Güterverkehr zwischen den Ostsee-Anrainern von außerordentlichem Rang. Der Fähr- und RoRo-Verkehr in west-östlicher Richtung und vice versa rangiert dabei bislang nicht auf vorderen Plätzen. Zuwachs ist aber hier unverkennbar. Für den Güterverkehr Deutschland-Russland über die Ostsee hat sich im letzten Jahr einiges getan.

Grüne Woche: Podium zur Agrarfinanzierung in der GUS

BERLIN. Der Zugang zu Finanzierungsquellen im Agrarsektor Russlands, der Ukraine und Kasachstans stand am 18. Januar im Mittelpunkt eines Fachpodiums auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2013, das vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) organisiert wurde. Dabei ging es vor allem um Finanzierungs- und staatliche Fördermöglichkeiten für die verschiedenen Betriebsformen. Der Agrarsektor in der GUS zeichnet sich nämlich durch die Vielfalt der Betriebsstrukturen aus, angefangen von subsistenzorientierten Hauswirtschaften über marktorientierte bäuerliche Landwirtschaftsbetriebe bis zu großflächigen und teilweise vertikal integrierten Agrarholdings. Die Bereitstellung vergünstigter Bankkredite für landwirtschaftliche Betriebe ist dabei ein wesentlicher Baustein der Agrarförderung in den drei Ländern. Allerdings partizipieren kleine Familienbetriebe bisher wenig an formalen Kreditmärkten, während sich große Agroholdings teilweise bereits über den internationalen Finanzmarkt finanzieren können.

Grüne Woche: Tönnies investiert in Zentralrussland

BERLIN. Der deutsche Fleischproduzent Tönnies will in der zentralrussischen Region Woronesh eine Produktionsstätte für 200 Millionen Euro errichten. Die Bauarbeiten sollen schon in diesem Jahr beginnen, kündigte Michael Fritzsch, Head of Operations Russland von Tönnies, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin Ende Januar an. Die Fabrik soll eine der modernsten in Europa werden und aus fünf Verarbeitungsstätten bestehen. Die erste Verarbeitungsstätte soll mit einer Kapazität von 300 Schweinen pro Stunde bereits 2014 in Betrieb gehen. Tönnies betreibt im Gebiet Belgorod bereits fünf Schweinefarmen und will dort in diesem Jahr drei weitere errichten. Zukünftig will Tönnies in Russland insgesamt 650.000 Schweine und 65.000 Tonnen Schweinefleisch im Jahr herstellen.