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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Russisch-Deutsche Logistikkonferenz zeigt neue Perspektiven

Auf einer gemeinsamen Logistikkonferenz der Industrie- und Handelskammer Russlands und des Wirtschaftsclubs Russland e.V. am Rande der internationalen Logistikmesse TransRussia haben mehr als 250...

OWC moderiert bei Landerrisikenkonferenz der Coface

In Mainz findet heute die Länderrisikenkonferenz der Coface Deutschland statt. Als Panel-Moderatoren mit dabei: Chefredakteurin Jutta Falkner und der stellvertretende Chefredakteur Christian Himmighoffen. Der...

Zweiter Strang der Ostseepipeline verlegt

LUBMIN/ZUG/MOSKAU. Der zweite Strang der Ostseepipeline ist etwa drei Wochen früher als geplant fertig verlegt. Über eine Strecke von 1.200 Kilometer führt nun eine...

Freiberger schließen Kooperationen beim Rohstoff-Forum

NÜRNBERG. Die TU Bergakademie Freiberg hat auf der 5. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Nürnberg Mitte April neue Kooperationen geschlossen. Mit dem Innovationszentrum für Technologietransfer aus dem russischen Gebiet Omsk unterschrieb die Universität eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der ganzheitlichen Rohstoffverarbeitung. Außerdem haben die Freiberger mit der ebenfalls aus Omsk stammenden Firma Titan Gespräche über eine Kooperation im Bereich der Herstellung von mono- und multikristallinem Silizium geführt und mit dem Unternehmen HF communication die Erprobung von Fernmeldetechnik unter Tage vereinbart. Geplant ist, dass eine Delegation aus Omsk in naher Zukunft nach Freiberg reist, um die Vereinbarungen mit Leben zu füllen. Nach Nürnberg kam der Gouverneur des russischen Gebietes Omsk ebenso wie seine Amtskollegin aus dem Autonomen Kreis der Chanten und Mansen, um Investoren in ihre Heimat einzuladen. Omsk bot besonders Betrieben aus den Bereichen Petrochemie, Energieeffizienz und Photovoltaik Sonderkonditionen an.

Standort St. Petersburg: Weiße Ware ohne Cluster

Mit der Ansiedlung internationaler Automobilkonzerne ist in St. Petersburg ein neuer Wirtschaftszweig entstanden. Moderne Technologien sollen das Image der Stadt prägen. Auch deutsche Kfz-Hersteller werden jetzt aktiv. Insgesamt haben 300 deutsche Firmen Niederlassungen im Norden Russlands – doch zeigen sie sich zurückhaltend bei Investitionen, nur wenige produzieren. In den beiden Sonderwirtschaftszonen vor den Toren der Stadt geht der Betrieb nur langsam los. Für den Standort im Norden sprechen dennoch überzeugende Argumente: im Vergleich zu Moskau sind die Preise moderat und die Anbindung ans Wasser ist unschlagbar.

Schweizer Exportwirtschaft justiert sich neu

ZÜRICH. Der überbewertete Franken hat bei der Schweizer Exportwirtschaft im vergangenen Jahr teils tiefe Spuren hinterlassen. Im Sommer 2011 erreichte die Franken-Stärke ein derart bedrohliches Ausmaß, dass die Schweizer Nationalbank eine Wechselkurs-Untergrenze von 1,20 CHF/Euro festlegte, um die Exporteure vor größeren Schäden zu schützen. Um ihre Risiken zu diversifizieren und neue Kunden zu finden, wenden sich Schweizer Unternehmen nun vermehrt dem Osten zu. Während die Nachfrage nach Schweizer Produkten aus Europa stagnierte, zeigte die Außenhandelsstatistik für 2011 einen 13-prozentigen Zuwachs der Ausfuhren nach Russland. Auch die Exporte in andere GUS-Staaten legten zu: Ein Plus von 57 Prozent vermeldet die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) bei den Güterströmen nach Kasachstan, um 47 Prozent legte die Warenausfuhr nach Aserbaidschan zu, für die Ukraine werden 22 Prozent vermeldet. „Ich schätze die Bedeutung der Region als hoch ein und auch als wachsend“, bestätigt Regula Spalinger, die mit ihrer Wirtschaftsberatung Kommunikation Ost-West seit 15 Jahren Firmen auf ihrem Weg nach Osteuropa unterstützt. „In der Anfangszeit unserer Firmengründung waren wirklich nur die großen Konzerne im Osten aktiv. Das hat sich jetzt sehr stark gedreht“, berichtet Spalinger. „Es sind jetzt immer mehr auch die kleineren Unternehmen, KMU, bis hin zu Kleinstfirmen mit zehn Mitarbeitern, die über den Export nach Osteuropa nachdenken.“

Renault-Nissan weitet Partnerschaft mit AvtoVAZ aus

TOGLIATTI. Die Renault-Nissan-Allianz und der größte russische Autobauer AvtoVAZ haben am Standort Togliatti eine neue Fertigungslinie mit einer Kapazität von 350.000 Fahrzeugen pro Jahr eingerichtet. Hier werden ab sofort Kfz von Lada gebaut, der meistverkauften Marke des Landes. Noch in diesem Jahr beginnt auf der gleichen Fertigungsstraße die Montage von Nissan-Fahrzeugen. Ab 2013 folgen zusätzlich zwei Renault-Modelle. Insgesamt werden fünf Modelle der drei Marken vom Band laufen. Auch die Produktion von Motoren und Getrieben erfolgt im neuen Produktionsbereich. In den 250.000 Quadratmeter großen Werkskomplex investierten die Unternehmen 400 Millionen Euro. Bis 2016 will die Allianz ihre Produktionskapazität in Russland auf 1,6 Millionen Fahrzeuge erweitern. Das Bündnis der Kfz-Hersteller Renault und Nissan verkaufte im vergangenen Jahr 878.990 Fahrzeuge in Russland, davon 578.387 Modelle von Lada. Mit einem Marktanteil von 33 Prozent ist Russland heute nach China und den USA der drittgrößte Markt der Partner

BASF verkauft Düngemittelsparte nach Russland

LUDWIGSHAFEN. Das russische Agrochemie-Unternehmen EuroChem übernimmt die in Antwerpen beheimatete Düngemittelsparte des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF. Auf die Transaktion hatten sich beide Unternehmen bereits Ende September letzten Jahres geeinigt, jetzt haben auch die zuständigen Wettbewerbsbehörden zugestimmt. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund 830 Millionen Euro, wovon zirka 130 Millionen Euro in den Jahren 2013 bis 2016 zu zahlen sind. BASF erwartet durch den Verkauf im ersten Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von voraussichtlich rund 600 Millionen Euro. Der Verkauf umfasst Anlagen zur Herstellung von Düngemitteln wie Kalkammonsalpeter, Ammoniumnitrat, NPK-Dünger (Stickstoff-Phosphat-Kali) und Nitrophosphorsäure sowie drei zugehörige Salpetersäure-Anlagen. Diese Bereiche wurden in eine separate Gesellschaft ausgegliedert – die heutige EuroChem Antwerpen NV. Rund 330 Mitarbeiter wechseln in das neue Unternehmen.

BRICS-Länder beschließen Handel in Nationalwährungen

NEU DELHI. Die BRICS-Länder rücken näher zusammen. Auf einem Gipfel in Neu Delhi vereinbarten die Staats- und Regierungschefs Russlands, Chinas, Indiens, Brasiliens und Südafrikas Ende März Handelserleichterungen und die Gründung einer gemeinsamen Investitionsbank. Unterzeichnet wurden zwei Abkommen, die den US-Dollar als Leitwährung in der Welt infrage stellen. Zukünftig wollen die Staaten im bilateralen Handel ihre jeweiligen eigenen Währungen verwenden. Auch die Vergabe von Krediten soll in den Nationalwährungen durchgeführt werden. Das erleichtere die Verrechnungen zwischen den Banken und bringe die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den BRICS-Ländern auf ein qualitativ neues Niveau, hieß es in einem gemeinsamen Statement. Im Umfeld des Gipfels war die Rede von einer Verdopplung des Handelsvolumens auf 375 Milliarden Euro, was sich für die fünf Länder bis 2015 durch diese Abkommen ergeben könnte. Profitieren dürfte davon auch die internationale Stellung der chinesischen Währung Renminbi.

Lufthansa fliegt nach Wnukowo

FRANKFURT/MOSKAU. Die Lufthansa startete ihre neue Verbindung zwischen Frankfurt am Main und dem Moskauer Flughafen Wnukowo mit großem Auftritt: Am Freitag, den 23. März, 13 Uhr Ortszeit, landete das größte Passagierflugzeug der Welt, der A380, das erste Mal auf russischem Boden, um nach vier Stunden Aufenthalt und einer öffentlichkeitswirksamen Vorstellung wieder die Heimreise anzutreten. Beginnend mit dem Sommerflugplan wird die deutsche Fluglinie den kleinsten der drei Moskauer Airports zweimal täglich von Frankfurt aus anfliegen, allerdings mit dem kleineren Modell A320, das 168 Passagieren Platz bietet. Das neue Angebot ist Ergänzung zu den vier Lufthansa-Flügen, die derzeit täglich die Rhein-Main-Metropole mit dem Moskauer Flughafen Domodedowo verbinden.