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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Kirovsky Zavod übernimmt deutschen Bushersteller

Der Fahrzeugbauer Kirovsky Zavod aus St. Petersburg hat den deutschen Linienbushersteller Göppel Bus GmbH mit Sitz in Nobitz-Ehrenhain übernommen. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens waren die Thüringer auf der Suche nach einem neuen Hauptgesellschafter. Anfang März informierte die russische Holding ...

Kiekert errichtet ersten russischen Standort

HEILIGENHAUS. Der deutsche Automobilzulieferer Kiekert will unweit von Nabershnyje Tschelny in der russischen Teilrepublik Tatarstan eine eigene Produktionsstätte errichten. Bereits Ende dieses Jahres sollen dort die ersten Türschließsysteme für russische und internationale Fahrzeughersteller vom Band laufen, teilte Kiekert Anfang März mit. Die Investitionssumme blieb ungenannt. Das Werk sei jedoch „auf Wachstum angelegt“ und soll in den kommenden Jahren sukzessive vergrößert werden.

Moskau und Paris: Neue Projekte im Technologiebereich

MOSKAU. Trotz politischer Uneinigkeit in der Syrien-Frage haben Russland und Frankreich sich Ende Februar in Moskau auf eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit verständigt. Nach Gesprächen des französischen Präsidenten Francois Hollande mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin wurde eine Reihe bilateraler Verträge zu gegenseitigen Kooperationen unterzeichnet.

BAUER übernimmt Gründungsarbeiten für Laktha Tower

SCHROBENHAUSEN/ST. PETERSBURG. Das russische Tochterunternehmen der BAUER Spezialtiefbau GmbH hat bereits im Dezember den Auftrag für die Gründungsarbeiten des Lakhta Tower erhalten. Das Gebäude, in das der russische Energiekonzern Gazprom einziehen will, wird in St. Petersburg, im Stadtteil Laktha, errichtet. Mit einer Höhe von 460 Metern soll der Turm das höchste Gebäude Europas werden. Die Gründungsarbeiten umfassen das Einbringen von etwa 260 Bohrpfählen bis zu einer Tiefe von etwa 85 Metern und mit Durchmessern von bis zu zwei Metern. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juni 2013 abgeschlossen sein.

Kannegiesser sorgt für saubere Wäsche in Sotschi

BERLIN/VLOTHO. Wäschereitechnik-Hersteller Kannegiesser wird die Olympiawäscherei in Sotschi ausrüsten. Das Mindener Tageblatt berichtet Ende Februar, dass das Unternehmen aus Vlotho dieser Tage in Berlin die letzten Absprachen dafür mit dem russischen Kooperationspartner Master Cleaning und dem Wäscherei-Einrichter Isaak Koblenz getroffen habe. Der Auftrag sei zehn Millionen Euro wert. Das Gebäude auf rund 7.000 Quadratmetern befindet sich bereits im Bau. Bis Ende Juni werden die Maschinen zum Schwarzen Meer transportiert. Vorgesehen sind zwei Waschstraßen, fünf Mangelstraßen und neun Durchladevolltrockner, die durch insgesamt 300 russische Angestellte bedient werden sollen. Die Anlage soll bei einer Tageskapazität von 100 Tonnen vornehmlich Wäsche aus den Hotels reinigen, und zwar im Schichtbetrieb sieben Tage in der Woche 22 Stunden pro Tag. Die Abnahme der neuen Anlage durch die russischen Behörden ist für den 1. November dieses Jahres vorgesehen. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi finden im Februar 2014 statt.

Deutsch-Russische Energieagentur rudea wird aufgelöst

BERLIN. Die 2009 im Rahmen von bilateralen Regierungskonsultationen gegründete Russisch-Deutsche Energie-Agentur (rudea) wird aufgelöst. Wie die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) heute mitteilte, will sie in Zukunft direkt mit der Russischen Energieagentur (REA) zusammenarbeiten, um die Steigerung der Energieeffizienz in Russland mit deutschem Know-how zu unterstützen. Entsprechende Verhandlungen sind bereits fortgeschritten und werden vom russischen Energieministerium ausdrücklich befürwortet. Das bisherige Kooperationsmodell werde auf eine neue Basis gestellt, so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Für eine vermittelnde Instanz wie die rudea gebe es dann keine wirtschaftliche Perspektive mehr.

Autoneum plant Produktion ab Herbst in Rjasan

WINTERTHUR. Der deutsche Automobilzulieferer Autoneum will im Herbst 2013 sein erstes Werk in Russland eröffnen. In Rjasan wird die kürzlich gegründete Tochtergesellschaft Autoneum Rus LLC dann Akustik- und Hitzeschutzkomponenten für Pkw-Hersteller fertigen, teilt das Unternehmen im Februar mit. Für Rjasan als Standort habe sich das Unternehmen wegen der zentralen geographischen Lage und der guten Anbindung zu den drei großen Automobilindustrie-Zentren St. Petersburg, Moskau und Togliatti (Samara) entschieden. Die Produktion der ersten Serienteile in Rjasan ist für Herbst 2013 geplant. Die Belegschaft des neuen Werks soll bis zum Jahr 2017 auf rund 200 Beschäftigte wachsen.

AHK Russland startet Initiative für den Mittelstand

BERLIN. Rainer Seele, Präsident der AHK Russland und Vorstandsvorsitzender der Wintershall, stellte heute auf der Konferenz „Markt, Mittelstand, Modernisierung“ in Berlin eine neue Mittelstandsinitiative für Russland vor. Damit soll sowohl der deutsche Mittelstand bei der Markterschließung in Russland als auch die russische Seite bei der Erstellung der Road Maps für die möglichst schnelle Etablierung eines industriellen Mittelstandes in Russland unterstützt werden. Konkret geht es darum, den Begriff „Mittelstand“ als Qualitätsmerkmal für kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland noch stärker in Russland zu etablieren, deutsche Mittelständler konkret und umfassend in ihrer Markterschließung in Russland zu unterstützen, mittelständische Wirtschaftstrukturen in Russland zu fördern und die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

Deutsch-russischer Handel auf Rekordhoch

BERLIN. Der Handelsumsatz zwischen Russland und Deutschland erreichte im vergangenen Jahr ein neues Hoch. Ingesamt wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 80,5 Milliarden Euro ausgetauscht – das entspricht einer Steigerung von 6,9 Prozent. Und während die gesamten deutschen Ausfuhren 2012 insgesamt um 3,4 Prozent zulegten, nahmen die Exporte nach Russland um 10,4 Prozent oder umgerechnet 3,5 Milliarden Euro auf nun 38 Milliarden Euro zu. Die Einfuhren aus Russland überwiegen weiterhin die Ausfuhren und stiegen um 3,8 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro.

AHK-Zulieferkonferenz: Produzierender Mittelstand fehlt

MOSKAU. Ein ernüchterndes Bild von der Zulieferindustrie in Russland zeichnete Ralf Bendisch, Generaldirektor OOO Claas, auf der Konferenz „Lokalisierung der Produktion in Russland“, zu der die AHK Russland und DE international heute in Moskau eingeladen haben. In einer Lieferanten-Markt-Analyse hat der Landmaschinenhersteller im vergangenen Jahr 1.150 russische Unternehmen bezüglich ihres Potenzials als mögliche Zulieferer untersucht – lediglich vier Unternehmen kommen als mögliche Partner in Frage. Das Fazit von Bendisch: „Wir wissen jetzt, dass es den produzierenden Mittelstand in Russland nicht gibt. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung greifen nicht.“