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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

BWF Envirotec startet Produktion in Russland

OFFINGEN. Die BWF Envirotec, ein Hersteller von Filtermaterialien für die industrielle Entstaubung aus Bayern, hat im August das erste Werk in Russland eröffnet. Im Industriepark der Stadt Gattschina, 40 Kilometer südlich von St. Petersburg, sind Vertrieb, Administration und Produktion von BWF Envirotec Russland angesiedelt. Das Unternehmen produziert dort komplette Filterschläuche für Anlagenbauer und für Betreiber von Filteranlagen. Zielmärkte sind vor allem die Aluminium- und Stahlindustrie, Müllverbrennungsanlagen, aber auch Zementwerke oder die Asphaltindustrie. Die Nachfrage nach Filterschläuchen für die industrielle Filtration in den GUS-Staaten ist nach Angaben von BWF Envirotec in den letzten Jahren ständig gestiegen. Grund hierfür sind steigende Investitionen in der Primärindustrie, strengere Umweltauflagen, aber auch ein steigendes Umweltbewusstsein.

Gerichtsverfahren beeinträchtigt deutsch-russischen Dialog

BERLIN/MOSKAU. Wegen des Prozesses gegen drei Mitglieder der russischen Musikgruppe Pussy Riot schlagen deutsche Politiker einen raueren Ton gegenüber Russland an. Die Künstlerinnen wurden am Freitag zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt, nachdem sie im Februar mit einem 40-sekündigen „Punk-Gebet“ in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin protestierten. Seit Anfang März sitzen die jungen Frauen in Untersuchungshaft. Die Anklage hatte wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ drei Jahre Haft gefordert.

Hafen Hamburg: Deutliches Plus im Russlandverkehr

HAMBURG. Der Hamburger Hafen erreichte in den ersten sechs Monaten 2012 einen Gesamtumschlag von 65,8 Millionen Tonnen, ein Plus von 2,7 Prozent. Der dominierende Containerumschlag kam mit einem Umschlagergebnis von 4,4 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf ein Plus von 1,9 Prozent. Für das verhältnismäßig geringe Wachstum sorgte das Ergebnis im Bereich der Leercontainer, wohingegen der Umschlag beladener Container mit 3,8 Millionen TEU ein Plus von 4,7 Prozent erreichte. Die Entwicklung im Containerumschlag mit der Ostseeregion verlief im ersten Halbjahr 2012 positiv. Er verzeichnete eine deutliche Steigerung von 9,5 Prozent. Vor allem der für Hamburg wichtige Russlandverkehr zeigte mit einem Plus von 14,7 Prozent auf 317.000 TEU ein überdurchschnittliches Wachstum.

Bundesregierung will Außenwirtschaftsrecht vereinfachen

BERLIN. Das Kabinett hat heute die Novelle zur Modernisierung des Außenwirtschaftsgesetzes verabschiedet. Ziel ist es, die etwa 50 Jahre alte Rechtssprechung zu modernisieren und damit die Exporte für deutsche Unternehmen zu vereinfachen, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums. Dafür werde das Gesetz neu strukturiert, von 50 auf 28 Paragrafen verschlankt und an die europarechtliche Terminologie angepasst.

Russischer Automarkt braucht Recycling-Struktur

MOSKAU. Wenn der Fahrzeugabsatz in Russland sich weiter so dynamisch wie in der Vergangenheit entwickeln soll, ist die Einführung einer funktionierenden Recycling-Infrastruktur nötig. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers jüngst vorgestellt hat. Demnach ist die Fahrzeugflotte in Russland von 2002 bis 2011 um 58 Prozent auf 35,5 Millionen Kraftwagen gewachsen. Die Analysten rechnen damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahr 3,5 Millionen Autos jährlich dazu kommen. In dieser Zeit könnte der Bedarf für die Verschrottung von alten Autos auf 30 Millionen Einheiten steigen. Doch noch gibt es in Russland kein Gesetz, das eine ordnungsgemäße Entsorgung wie etwa in Europa vorschreibt. Die Studie zeigt beispielhaft, wie die Niederland und die Türkei mit dieser Fragestellung umgegangen sind und stellt den Ansatz vor, der in Russland im Gespräch ist.

Logistiker mit Osteuropafokus fusionieren

FELLBACH/ESSLINGEN. Die Spedition Schmalz+Schön Eastcargo GmbH aus Fellbach übernimmt das Esslinger Transportunternehmen Van Belt International GmbH. Beide Firmen sind seit über 20 Jahren im Bereich Projektabwicklung sowie Teil- und Komplettladungsverkehr tätig. Wie das Fellbacher Familienunternehmen jetzt mitteilte, wolle es mit der Zusammenlegung sein Angebot im Bereich Zentralasien stärken. In dieser Region ist Van Belt im Projektgeschäft besonders engagiert. Ab 1. September treten beide Firmen unter dem Namen Schmalz+Schön Eastcargo GmbH auf. Im Herbst soll zudem ein Tochterunternehmen in Moskau eröffnet werden.

BASF startet Produktion von Betonzusatzmitteln in Russland

MOSKAU/LUDWIGSHAFEN. Der Chemiekonzern BASF hat Anfang August seine erste Produktionsanlage für Betonzusatzmittel in Russland eröffnet. Mit der neuen Anlage am bestehenden BASF-Standort in Podolsk, Großraum Moskau, will das Unternehmen künftig Kunden der russischen Bauindustrie mit Betonzusatzmitteln bedienen. Nach Schätzungen der BASF umfasst der russische Markt für Betonzusatzmittel rund 140 Millionen Euro jährlich. In Podolsk stellen die Deutschen 30 Arten von Betonzusatzmitteln her, darunter auch Hochleistungsfließmittel, welche die Fließfähigkeit frischen Betons und gleichzeitig die Druckfestigkeit und Langlebigkeit der endgültigen Betonstrukturen verbessern sollen.

Exporte außerhalb der EU stützen Außenhandelsergebnis

WIESBADEN. Der deutsche Außenhandel leidet unter der Eurokrise. Von Mai auf Juni sanken die Ausfuhren um 1,5 Prozent, die Einfuhren fielen um drei Prozent. Insgesamt wurden im Juni Waren im Wert von 94,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 76,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Ausfuhren damit um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, die Einfuhren stiegen um 1,5 Prozent im Vergleich zu Juni 2011. Angeschlagen zeigt sich vor allem der Handel mit den EU-Ländern. Positiv entwickelt sich dagegen der Austausch mit den Ländern außerhalb der Europäischen Union.

Uljanowsk ist Spitze im russischen Geschäftsstädte-Ranking

WASHINGTON/MOSKAU. In Uljanowsk, Saransk und Wladikawkas ist Geschäfte machen in Russland am einfachsten. Die drei Städte im europäischen Teil des Landes führen das diesjährige Ease-of-Doing-Business-Ranking der Weltbank an. Dafür wurde in 30 russischen Städten untersucht, wie schwierig es ist, ein Unternehmen zu gründen und Baugenehmigungen, Elektrizitätsanschluss sowie einen Grundbucheintrag zu bekommen. Moskau schnitt mit Platz 30 am schlechtesten ab, während St. Petersburg auf Rang 22 steht.

Russischer Rußproduzent kommt nach Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF. Das russische Unternehmen Omsktechuglerod ist dabei, sich in Nordrhein-Westfalen niederzulassen. Derzeit prüfe der Industrieruß-Hersteller verschiedene Standorte für die Niederlassung seiner Deutschlandtochter Omskcarbon Germany GmbH, berichtet die Investitionsagentur NRW Invest, die die Ansiedlung seit Januar 2012 begleitet. Entstehen soll die Europa-Zentrale der Gruppe aus Omsk mit einem Logistiklager sowie einer Forschungs- und Entwicklungseinrichtung. 30 Arbeitsplätze sind geplant. Industrieruß dient als Füllstoff und wird vor allem bei der Produktion von Autoreifen und Förderbändern verwendet. Zu den Kunden des russischen Unternehmens zählen unter anderem große Reifenhersteller wie Michelin und Continental. Omsktechuglerod beschäftigt weltweit 1.600 Mitarbeiter und machte 2011 einen Umsatz in Höhe von circa 300 Millionen Euro.