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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Geldprobleme behindern AKW-Ausbau in Osteuropa

Auch nach der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima setzen viele Länder in Mittel- und Osteuropa weiter auf Kernenergie. Debatten über einen möglichen Ausstieg finden in der breiten Bevölkerung vergleichsweise selten statt. Dennoch ist die Technologie nicht unumstritten – und dies nicht wegen steigender Sicherheitsbedenken, sondern vor allem aufgrund zunehmender Finanzierungsprobleme. So mussten Bulgarien, Tschechien und Rumänien in jüngster Zeit AKW-Projekte auf Eis legen. Den Einstieg planen unbeirrt die Türkei und Polen. Unweit der deutschen Grenze soll bis 2020 das erste polnische Atomkraftwerk entstehen. Wer nun denkt, Kernenergie verringere die (ost-)europäische Abhängigkeit von Russland, irrt womöglich. Als einer der größten AKW-Hersteller der Welt schafft Russland neue Realitäten.

RZD-Chef will mit dem Sapsan nach Sibirien

SOTSCHI. Bis zum Jahr 2020 will die Russische Eisenbahn (RZD) 20.000 Kilometer neue Strecke bauen, davon allein 5.000 Kilometer für den Verkehr von Schnellzügen, kündigte RZD-Präsident Wladimir Jakunin vergangenen Freitag auf dem 7. Internationalen Eisenbahnforum in Sotschi an. Der Siemens-Schnellzug Velaro Rus, der in Russland unter dem Namen Sapsan zwischen St. Petersburg, Moskau und Nishnij Nowgorod fährt, soll bald auch weitere russische Regionalzentren untereinander verbinden, sagte Jakunin. In Planung seien Omsk, Nowosibirsk, Tscheljabinsk, Jekaterinburg und Kasan. Auch den für die Olympischen Spiele in Sotschi georderten 38 Elektrozügen Desiro aus dem Hause Siemens sollen weitere folgen. Der „Lastotschka“ getaufte Zug werde zukünftig in deutsch-russischer Gemeinschaftsproduktion im Ural entstehen. Zunächst seien 1.000 Exemplare anvisiert.

Putin zum Antrittsbesuch in Berlin

BERLIN. Drei Wochen nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt war Wladimir Putin am Freitag zu Gast in Berlin. Nach einem Zusammentreffen mit Regierungschefin Angela Merkel sprachen sich beide Seiten für eine politische Lösung des Konfliktes in Syrien aus. Den Forderungen nach schärferen UN-Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gab Putin allerdings nicht nach. Putin und Merkel betonten die guten Wirtschaftsbeziehungen ihrer Länder, die man weiter intensivieren wolle. Paradebeispiel seien der Energiesektor und die gemeinsame Ostseepipeline. Russland sei ein zuverlässiger Rohstofflieferant, sagte die Bundeskanzlerin. Beschlossen wurde, dass die 14. gemeinsamen Regierungskonsultationen im Oktober in Kasan, der Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan stattfinden werden. Im Anschluss traf Putin im Schloss Bellevue Bundespräsident Joachim Gauck. Am Tag zuvor hatte Putins erster Auslandsbesuch dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Minsk gegolten. Von Berlin aus fuhr das russische Staatsoberhaupt für Unterredungen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande weiter nach Paris.

Keine Erholung für Russlands M&A-Markt

MOSKAU. Der russische Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) erholt sich nur langsam von den Erschütterungen der letzten Krise, berichten die Analysten der Beratergesellschaft KPMG in ihrer Ende Mai erschienen Studie „M&A in Russia 2011“. 2011 war für den M&A-Markt weltweit und besonders für Russland ein eher enttäuschendes Jahr, heißt es dort. Während das globale M&A-Geschäft wertmäßig um sechs Prozent zurückging, verzeichnete Russland einen Einbruch von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sei letztlich die Folge einer geringeren Zahl von „Megadeals“. Gemessen an der Anzahl von M&A-Transaktionen hat Russland gegenüber dem global rückläufigen Markt allerdings leicht zulegen können.

Russlands neues Kabinett steht fest

MOSKAU. Zwei Wochen nach seiner Vereidigung hat der russische Präsident Wladimir Putin die neue Regierung benannt. Das Kabinett unter Ex-Staatschef Dmitrij Medwedjew hat 21 Minister und sieben stellvertretende Ministerpräsidenten. Neu sind die Ressorts für die Entwicklung des Fernen Ostens und für die Beziehungen zur so genannten Offenen Regierung. Das Gesundheits- und Sozialministerium wurde in ein Gesundheitsministerium und ein Ministerium für Arbeit und Soziales zergliedert. Von den sieben stellvertretenden Ministerpräsidenten gehörten fünf der alten, von Putin geführten Regierung an.

Rhenus eröffnet Zollterminal in Smolensk

SMOLENSK. Der nordrhein-westfälische Transport- und Logistikdienstleister Rhenus hat Mitte Mai seinen neuen Zoll- und Logistikterminal Krasnaja Gorka in der Region Smolensk eröffnet. Damit folgt das Unternehmen den Forderungen der russischen Zollpolitik nach einer Verlagerung der Zollläger und Zollposten aus dem Raum Moskau an die Landesgrenzen. Rhenus ist nach eigenen Angaben der erste europäische Anbieter, der mit seinen Verzolldienstleistungen an die Außengrenzen Russlands umzieht. Das Unternehmen stellt seinen Kunden am neuen Terminal 400 Lkw-Stellplätze und 2.200 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung. Die Anlage umfasst eine Fläche von acht Hektar. Bei Bedarf ist eine schrittweise Erweiterung des Standortes Krasnaja Gorka auf bis zu 30.000 Quadratmeter Lagerfläche möglich...

Ukraine will russisches Gas in Deutschland kaufen

KIEW. Die Ukraine will zukünftig nicht nur ausschließlich von Gazprom sondern auch vom deutschen Energieversorger RWE Gas kaufen. Die in ukrainischem Staatsbesitz befindlichen Öl- und Gasunternehmen OJSC und Naftogaz unterschrieben nach eigener Aussage Mitte Januar einen Rahmenvertrag über Gaslieferungen mit der RWE Supply & Trading GmbH (RWEST). Das Abkommen liefert die rechtliche Grundlage für Verhandlungen über Preise, Umfang und Bedingungen. Für die Lieferungen soll die bestehende Pipeline GTS in umgekehrter Richtung genutzt werden. Naftogaz plant, zunächst täglich rund drei Millionen Kubikmeter Erdgas aus Europa zu beziehen. RWE werde dafür aus Russland tagesaktuell erworbenes Gas vom Spot-Markt zur Verfügung stellen, heißt es. Dieses sei bedeutend günstiger als das im Rahmen von Langzeitverträgen nach Europa fließende Gas. Die Ukrainer geben an, seit 2010 416 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter russischem Gas bezahlen zu müssen. Der Tagespreis für Erdgas bewege sich zwischen 250 und 350 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter.

Kleine Labels auf dem Vormarsch in Russland

MOSKAU. Der russische Markt für in Eigenregie hergestellte Einzelhandelsprodukte wächst. Zwar sind kleine private Labels noch ein relativ junges Phänomen in Russland, doch laut einer Studie der Consulter PMR wurde im vergangenen Jahr bereits ein Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar mit ihnen gemacht, und damit 20 Prozent mehr als im Jahr 2010. Treiber der dynamischen Entwicklung ist die jüngste Wirtschaftskrise, die 2008 einsetze. Als die Kaufkraft in Russland kleiner wurde, wandten sich die Verbraucher ab von den großen Marken hin zu günstigeren Alternativen. Die PMR-Analysten rechnen mit andauerndem Wachstum in diesem Segment, da auch die großen Retailer im Sinne der Effizienzsteigerung zunehmend auf Privathersteller setzen. So haben unter anderem die X5 Retail Group, Auchan, die Metro Gruppe und Tander kleine Marken in ihr Sortiment aufgenommen. Bis 2014 könnte sich das Marktvolumen so auf 31,4 Milliarden US-Dollar steigern.

OWC – Gefällt mir!

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Vier Milliarden Dollar für chinesisch-russischen Fonds

MOSKAU. Russland intensiviert die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China. Bei einem chinesisch-russischen Wirtschaftsforum anlässlich des Moskau-Besuches des stellvertretenden chinesischen Regierungschefs Li Keqiang wurden Anfang Mai 27 Verträge mit einem Gesamtwert von 15 Milliarden US-Dollar geschlossen. Gegenüber dem designierten Präsidenten Wladimir Putin betonte Li, die Handelskooperation sei das Fundament der strategischen Partnerschaft beider Länder. Im vergangenen Jahr lag das bilaterale Handelsvolumen bei rund 83 Milliarden US-Dollar. Das sind etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes im russischen Außenhandel. Damit ist China der wichtigste Handelspartner für Moskau. Die neuen Abkommen betreffen vor allem den Energie-, Finanz- und Informationstechnologiesektor sowie den Maschinen- und Anlagenbau.