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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

HeidelbergCement eröffnet neues Zementwerk

HEIDELBERG/TULA. In Nowogurowskij in der Region Tula eröffnete HeidelbergCement Mitte Juli ein neues Zementwerk. Die Produktionsanlage TulaCement, die rund 150 Kilometer südlich von Moskau liegt, verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Zement. Die Investitionskosten für das im April 2009 begonnene Werk, in dem heute 400 Mitarbeiter beschäftigt sind, beliefen sich auf rund 300 Millionen Euro. Das gesamte Produktionsgelände einschließlich der Steinbrüche, in denen das Rohmaterial für die Zementproduktion gefördert wird, umfasst über 100 Hektar. Die Anlage soll hauptsächlich den stark wachsenden Markt im Großraum Moskau mit Zement versorgen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele bei der Eröffnung. HeidelbergCement könne seine Zementkapazitäten in Russland damit auf rund fünf Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Seit 2001 ist das Unternehmen in Russland tätig und betreibt unter anderem ein Zementwerk in der Nähe von St. Petersburg und hält die Mehrheit an einem Baustoffunternehmen in Baschkortostan.

Neuerscheinung im OWC-Verlag: Investieren in Russland AEB Jahrbuch 2011

Mitte Juli 2011 veröffentlichte der OWC-Verlag für Außenwirtschaft in Kooperation mit der Association of European Business (AEB) das Special Investieren in Russland. Das AEB-Jahrbuch bietet...

Österreicher übernehmen Kranhersteller INMAN

SALZBURG. Die Palfinger Gruppe übernimmt vom russischen Ölkonzern Bashneft den Kranhersteller INMAN. Wie das österreichische Unternehmen Mitte Juli mitteilte, sollen alle 415 Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. INMAN mit seinen zwei Standorten in der Teilrepublik Baschkortostan produziert und vertreibt seit 1992 hydraulische Hebe- und Ladesysteme, insbesondere Knickarmkrane. Im Jahr 2011 wird der Betrieb voraussichtlich einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaften. Er beliefert vor allem die Öl- und Gasindustrie sowie staatliche Unternehmen. Für die Österreicher, die weltweit führend bei der Herstellung von Lkw-Knickarmkränen sind, ist es der erste Produktionsstandort in Russland. Er soll Plafingers Chancen bei öffentlichen Bieterverfahren erhöhen. INMAN wird innerhalb der Gruppe als eigenständige Marke bestehen bleiben.

Russischer Energieschub für Bayern

MOSKAU/BERLIN. Bayern und Russland wollen in Energiefragen enger zusammenarbeiten. Darauf verständigten sich der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil und der Energieminister der Russischen Föderation, Sergej Schmatko, vergangenen Donnerstag in Moskau. Im Umfeld der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hannover Mitte Juli wollen beide Politiker eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnen. Russland sei seit langem ein wichtiger und verlässlicher Partner Deutschlands und Bayerns bei der Gasversorgung, erklärte Zeil. „Mit der Energiewende wird die Bedeutung dieser Partnerschaft noch wachsen, weil die wegfallende Kernkraft zu einem großen Teil durch moderne Gaskraftwerke ersetzt werden muss.“ Der Wirtschaftsminister lud Russland ein, sich am Bau von zusätzlichen Gaskraftwerken in Bayern zu beteiligen. Beide Seiten betonten, dass bei der Vertiefung der Zusammenarbeit langfristige Gaslieferverträge zu fairen Konditionen eine genauso wichtige Rolle spielen wie die Strom- und Wärmeerzeugung.

Kraft baut Russlandgeschäft um

MOSKAU. Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Kraft Foods will seine Süßwarenfabrik Bolschewik in Moskau verkaufen. Wie der Russlandchef des Unternehmens, David Steer, ankündigte, habe die Suche nach einem Käufer bereits begonnen. Kraft hatte 2007 eine Mehrheitsbeteiligung an dem Werk erworben, und es Anfang 2011 ganz übernommen. Die Veräußerung erfolge nun, weil die Möglichkeiten, die Produktion zu erweitern und zu erneuern in den historischen Gebäuden begrenzt seien, so Steer Ende Juni. Der Komplex am Leninskij Prospekt wurde 1884 errichtet und gilt als Baudenkmal. Außerdem will sich Kraft von seiner russischen Kuchen-Sparte trennen, da sie nicht als Kerngeschäft erachtet wird. Dafür verdoppeln die Amerikaner ihre Kapazitäten in einem der verbleibenden fünf russischen Kraft-Betriebe. Im Werk Gorelowo bei St. Petersburg, in dem Instant-Kaffee hergestellt wird, ist eine Investition von 130 Millionen US-Dollar geplant. Die Erweiterung der Produktion soll noch Ende dieses Jahres beginnen und bis Frühjahr 2013 abgeschlossen sein. Dann werden von den Bändern im Leningrader Gebiet 20.000 Tonnen Kaffee pro Jahr laufen.

Continental expandiert in Kaluga

HANNOVER/KALUGA. Der Automobilzulieferer Continental baut ein neues Reifenwerk in Kaluga, 170 Kilometer südwestlich von der russischen Hauptstadt Moskau. Rund 220 Millionen Euro wollen die Deutschen hier investieren, der Produktionsstart ist für Ende 2013 geplant. Die russische Regierung habe ihre Unterstützung für den neuen Standort zugesagt, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung Anfang Juli. Continental folgt damit anderen Fahrzeugherstellern, die bereits seit mehreren Jahren in Kaluga produzieren. „Für den neuen Standort Kaluga sprechen besonders die gute Infrastruktur, die zentrale geografische Lage sowie die guten Erfahrungen, die Continental bereits mit dem bestehenden Automotive-Elektronik-Werk in Kaluga gesammelt hat“, so Nikolai Setzer, Leiter der Pkw-Reifen-Division der Continental AG. Das neue Werk hat Kapazitäten für zunächst rund vier Millionen später bis zu acht Reifen jährlich. Bis Ende 2013 sollen voraussichtlich rund 400 Mitarbeiter eingestellt werden. Continental ist bereits seit 2005 mit einer eigenen Vertriebsorganisation in Moskau vertreten und gehört heute zu den größten ausländischen Reifenherstellern im Land.

Campbell zieht sich aus Russland zurück

CAMDEN/MOSKAU. Der US-amerikanische Fertigsuppenhersteller Campbell Soup streicht weltweit 770 Arbeitsplätze und stellt den Absatz seiner Erzeugnisse in Russland ein. Wie die neue Campbell-Chefin Denise...

Daimler will Kamaz-Anteil aufstocken

NABERESHNYJE TSCHELNY. Der deutsche Autokonzern Daimler will seine Beteiligung am russischen Lastwagenhersteller Kamaz erhöhen, erklärte Daimler-Vizepräsident Hubertus Troska Ende Juni auf einer Pressekonferenz in Nabereshnye Tschelny. Derzeit verhandele man über Höhe, Preis und Zeitplan einer Aufstockung. Daimler gehören elf Prozent von Kamaz, vier Prozent sind im Besitz der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Den Großteil hält mit 49,9 Prozent der Staatskonzern Rostechnologii. 27,26 Prozent werden vom Investmenthaus Troika Dialog kontrolliert. Troika-Direktor Sergej Skworzow bestätigte, dass die Bank verschiedene Varianten für den Ausstieg aus Kamaz prüfe. Bevorzugen würde man dabei einen Verkauf an Daimer, so Skworzow. Aus der Zentrale des deutschen Autobauers in Stuttgart hieß es, dass es derzeit noch kein konkretes Angebot für eine Anteilsaufstockung gebe.

Neue Importschranken belasten EU-Beziehungen

MOSKAU. Nachdem Russland das Importverbot für europäisches Gemüse am 22. Juni aufgehoben hat, droht eine neue Lebensmittelkrise. Nur wenig später verhängte die Russische Föderation ein Einfuhrverbot gegen einige deutsche Molkereien und Fleischlieferanten. Ab 27. Juni dürfen zehn große Milch- und drei Fleischverarbeiter ihre Produkte nicht mehr nach Russland exportieren. Entgegen einiger Medienberichte steht dieses Verbot nicht im Zusammenhang mit den EHEC-Infektionen in Deutschland, erklärte der Milchindustrieverband vergangenen Freitag. Im April dieses Jahres kontrollierte die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor routinemäßig 18 Molkereien und vier Fleischbetriebe in Deutschland. Dabei seien „systematische Mängel“ bei den für Russland bestimmten Produkten festgestellt worden, begründete Rosselchosnadsor die Entscheidung für das Einfuhrverbot. Die russische Behörde forderte die deutsche Seite nun auf, die betreffenden Exportwaren in Einklang mit den Sicherheitsanforderungen Russlands und der Zollunion zu bringen. Worin genau die Abweichungen bestehen, bleibt indes unklar. „Die konkreten Beanstandungen liegen uns nicht vor“, sagt Björn Börgermann vom Milchindustrieverband gegenüber Ost-West Contact.

Siemens stellt Technik für Lukoil

MOSKAU. Russlands größter privater Ölkonzern Lukoil und der deutsche Technologierkonzern Siemens haben sich auf eine strategische Zusammenarbeit bei Energieprojekten verständigt. Ein entsprechendes auf drei Jahre angelegtes Abkommen unterzeichneten Lukoil-Präsident Wagit Alekperow, Siemens-Vorstandschef Peter Löscher sowie der Leiter des Siemens-Energiesektors, Tom Blades, teilten beide Unternehmen Mitte Juni mit. Die Partner wollen unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien kooperieren, Wasser- und Windkraftwerke bauen. Bei den Projekten sollen Gas- und Dampfturbinen sowie Schalt- und Steueranlagen von Siemens zum Einsatz kommen, unter anderem auch 25-Megawatt-Energieeinheiten für den Bau von. Weitere Kooperationsbereiche sind die Verwertung von Begleitgas, die Automatisierung und Sicherheit von Kraftwerken sowie Energieeinsparung. Lukoil und Siemens wollen ihre Gemeinschaftsprojekte in Russland, der Ukraine, Aserbaidschan, Usbekistan, Kasachstan, Bulgarien, Rumänien, Irak, Saudi-Arabien und Venezuela verwirklichen.