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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

BASF startet Produktion von Betonzusatzmitteln in Russland

MOSKAU/LUDWIGSHAFEN. Der Chemiekonzern BASF hat Anfang August seine erste Produktionsanlage für Betonzusatzmittel in Russland eröffnet. Mit der neuen Anlage am bestehenden BASF-Standort in Podolsk, Großraum Moskau, will das Unternehmen künftig Kunden der russischen Bauindustrie mit Betonzusatzmitteln bedienen. Nach Schätzungen der BASF umfasst der russische Markt für Betonzusatzmittel rund 140 Millionen Euro jährlich. In Podolsk stellen die Deutschen 30 Arten von Betonzusatzmitteln her, darunter auch Hochleistungsfließmittel, welche die Fließfähigkeit frischen Betons und gleichzeitig die Druckfestigkeit und Langlebigkeit der endgültigen Betonstrukturen verbessern sollen.

Exporte außerhalb der EU stützen Außenhandelsergebnis

WIESBADEN. Der deutsche Außenhandel leidet unter der Eurokrise. Von Mai auf Juni sanken die Ausfuhren um 1,5 Prozent, die Einfuhren fielen um drei Prozent. Insgesamt wurden im Juni Waren im Wert von 94,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 76,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Ausfuhren damit um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, die Einfuhren stiegen um 1,5 Prozent im Vergleich zu Juni 2011. Angeschlagen zeigt sich vor allem der Handel mit den EU-Ländern. Positiv entwickelt sich dagegen der Austausch mit den Ländern außerhalb der Europäischen Union.

Uljanowsk ist Spitze im russischen Geschäftsstädte-Ranking

WASHINGTON/MOSKAU. In Uljanowsk, Saransk und Wladikawkas ist Geschäfte machen in Russland am einfachsten. Die drei Städte im europäischen Teil des Landes führen das diesjährige Ease-of-Doing-Business-Ranking der Weltbank an. Dafür wurde in 30 russischen Städten untersucht, wie schwierig es ist, ein Unternehmen zu gründen und Baugenehmigungen, Elektrizitätsanschluss sowie einen Grundbucheintrag zu bekommen. Moskau schnitt mit Platz 30 am schlechtesten ab, während St. Petersburg auf Rang 22 steht.

Russischer Rußproduzent kommt nach Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF. Das russische Unternehmen Omsktechuglerod ist dabei, sich in Nordrhein-Westfalen niederzulassen. Derzeit prüfe der Industrieruß-Hersteller verschiedene Standorte für die Niederlassung seiner Deutschlandtochter Omskcarbon Germany GmbH, berichtet die Investitionsagentur NRW Invest, die die Ansiedlung seit Januar 2012 begleitet. Entstehen soll die Europa-Zentrale der Gruppe aus Omsk mit einem Logistiklager sowie einer Forschungs- und Entwicklungseinrichtung. 30 Arbeitsplätze sind geplant. Industrieruß dient als Füllstoff und wird vor allem bei der Produktion von Autoreifen und Förderbändern verwendet. Zu den Kunden des russischen Unternehmens zählen unter anderem große Reifenhersteller wie Michelin und Continental. Omsktechuglerod beschäftigt weltweit 1.600 Mitarbeiter und machte 2011 einen Umsatz in Höhe von circa 300 Millionen Euro.

Deutsche Schneidemaschinen für russische Werft

MOSKAU/NACHODKA. Die deutsche Messer Cutting Systems hat einen großen Auftrag aus Russland erhalten. Wie das Maschinenbau-Unternehmen Ende Juli mitteilte, hat es fünf Schneidmaschinen mit einem Gesamtwert von über 2,5 Millionen Euro für ein Werftprojekt im Fernen Osten Russlands verkauft. Auftraggeber ist Svesta, ein noch junger Verband russischer Werften. Die Auslieferung der Maschinen erfolgt binnen vier Monaten. Ziel ist die Hafenstadt Nachodka am Japanischen Meer.

Trockenzeit für Kapitalströme in Russland

MOSKAU. Ausländische Investoren zeigten sich im ersten Quartal in Russland sehr zurückhaltend. Nach der jüngsten Statistik der Zentralbank investierten sie zwischen Januar und März gerade einmal 28 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren noch 59,2 Milliarden US-Dollar nach Russland geflossen, also etwa 53 Prozent mehr.

Ukraine ratifiziert Freihandel mit GUS

KIEW. Die Ukraine hat das Freihandelsabkommen mit den GUS-Staaten ratifiziert. Ende Juli votierten 260 Abgeordnete des Parlaments in einer außerordentlichen Tagung für das Dokument, erforderlich waren 226 Stimmen. Von den neun Unterzeichnerstaaten hat die Ukraine nunmehr als drittes Land nach Russland und Belarus ratifiziert. Das Abkommen ist in der Ukraine umstritten, da Russland darauf bestanden hatte, die Positionen Gas und Öl und wichtige ukrainische Exportgüter wie Zucker aus dem Freihandel auszuklammern.

Wirtschaftsentwicklung Russland

Trotz des WTO-Beitritts im Sommer und politischer Turbulenzen seit der Präsidentenwahl dominiert derzeit die wirtschaftliche Entwicklung Russlands die Debatten im Land. Die Ölpreisschwankungen haben erneut die Diskussion darüber entfacht, ob die russische Wirtschaft ausreichend Puffer gegen externe Schocks hat.

Media-Saturn übernimmt russischen Online-Händler

INGOLSTADT. Die Media-Saturn-Gruppe hat Ende Juli die russische Internetplattform 003.ru von Unternehmensgründer Wladislaw Ulendejew übernommen. 003.ru ist ein russischer Elektronik-Onlinehändler mit Sitz in Moskau. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und erwirtschaftete 2011 mit rund 50 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Die Domain rangiert auf dem vierten Rang in der Kundenwahrnehmung von Elektronik-Onlinehändlern in Russland. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Unser Ziel ist es, unser neues Tochterunternehmen in Russland ähnlich redcoon in Westeuropa als preisgünstigen Onlineanbieter zu positionieren“, sagte Horst Norberg, CEO Media-Saturn-Holding GmbH.

Dürre drückt die Ernteprognosen

ASTANA. Das kasachische Landwirtschaftsministerium rechnet aufgrund der dauerhaften Trockenheit in den wichtigen Anbaugebieten des Landes für dieses Jahr mit einer Getreideernte von nur 12,8 Millionen Tonnen. 2011 konnte die wichtige Getreide-Exportnation noch eine Rekordernte von 27 Millionen Tonnen einfahren. Den durchschnittlichen Flächenertrag hat Landwirtschaftsminister Asylschan Mamytbekow auf lediglich 8,7 Dezitonnen pro Hektar geschätzt (2011: 16,9 Dezitonnen pro Hektar). Allerdings entspreche diese Erwartung dem Produktionsdurchschnitt der vergangenen Jahre. Für einen Exportstopp sehe er wegen großer Vorräte an Getreide keinen Anlass, betonte der Minister.