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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Russland steigert Öllieferungen nach China

PEKING. Moskau und Peking haben sich auf höhere Liefermengen für Erdöl geeinigt. Bei einem Arbeitsbesuch von Igor Setschin, dem Chef des größten russischen Ölkonzern Rosneft, in der chinesischen Hauptstadt vereinbarten beide Seiten, dass in Zukunft wesentlich mehr Erdöl als bisher von Russland in die Volksrepublik fließen soll. Derzeit liefern Rosneft und Pipelinebetreiber Transneft 15 Millionen Tonnen im Jahr durch eine Abzweigung der Ostsibirien-Pazifik-Pipeline. Peking bekundete mehrmals den Wunsch, den Erdölimport aus Russland zu steigern. Welche Aufstockung genau ausgehandelt wurde, teilte Rosneft nicht mit. China zeige aber auch Interesse an russischem Flüssiggas, erklärte der russische Ölkonzern. Außerdem erwägen beide Länder gemeinsame Projekte zum Abbau mineralischer Rohstoffe, das heißt von Metallen, Industriemineralen, Steinen und Erden.

Stadler gewinnt Aeroexpress-Auftrag in Moskau

BUSSNANG. Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat eine Ausschreibung des Russischen Bahnbetreibers Aeroexpress für die Lieferung von 24 Doppelstocktriebzügen gewonnen. Diese Züge werden auf den S-Bahn-Linien zwischen dem Moskauer Stadtzentrum und den drei Flughäfen eingesetzt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 350 Millionen Euro und wird teilweise im neuen Stadler-Werk in Minsk und teilweise in der Schweiz abgewickelt. Das Werk in Minsk befindet sich derzeit im Bau und wird im Herbst 2013 in Betrieb genommen. Der Auftrag beinhaltet auch eine Option für 13 weitere Züge. Bis Ende 2016 sollen die 16 vierteiligen und acht sechsteiligen Doppelstocktriebzüge ausgeliefert werden. Die Züge sind ausgelegt auf die speziellen russischen Klimabedingungen von minus 50 Grad bis 40 Grad und haben selbstverständlich auch die russische Spurweite von 1.520 Millimetern.

Knorr-Bremse fertigt gemeinsam mit russischer Bahntochter in Twer

MÜNCHEN/MOSKAU. Der Schienenfahrzeugtechnikhersteller Knorr-Bremse hat Mitte Februar ein Joint Venture mit der Frachttochter der russischen Eisenbahngesellschaft RZD gegründet. Gemeinsam mit der Föderalen Güterwagengesellschaft FGK will das deutsche Unternehmen Bremstechnik in Twer, 170 Kilometer nordwestlich von Moskau, produzieren. Dort entsteht derzeit für zirka 26 Millionen Euro ein neues Werk mit knapp 16.000 Quadratmeter Produktionsfläche und etwa 400 neuen Arbeitsplätzen. Bis zur Inbetriebnahme 2014 soll die Produktion noch im Knorr-Bremse-Werk in Woronesch erfolgen.

Hafen Hamburg: China drückt, Russland treibt

HAMBURG. Die Sonne strahlte am Montagmorgen über dem Hamburger Hafen, leicht eingetrübt zeigte sich dagegen dessen Jahresergebnis, das heute in der Hansestadt vorgestellt wurde. Vor allem die Flaute im Außenhandel mit China hat dem größten deutschen Seehafen im vergangenen Jahr zugesetzt. Insgesamt erreichte Hamburg 2012 einen Seegüterumschlag von 130,9 Millionen Tonnen – ein Minus von rund einem Prozent im Vergleich zu 2011. „2012 ist doch anders verlaufen als geplant“, resümierte Claudia Roller, Vorstandsvorsitzende von Hafen Hamburg Marketing, das Jahresergebnis auf einer Pressekonferenz.

Geschäftsklimaumfrage: Deutsche Unternehmen optimistisch

MOSKAU. Trotz politischer Uneinigkeit bleibt die Stimmung der deutschen Wirtschaft in Russland positiv. In der zehnten Geschäftsklimaumfrage, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer Anfang Februar in Moskau vorstellten, gab die Hälfte der 135 teilnehmenden Unternehmen an, sie habe im vergangenen Jahr eine Verbesserung des Geschäftsklimas in Russland festgestellt. 83 Prozent rechnen auch 2013 mit einer positiven Entwicklung der russischen Wirtschaft. Die Befragten planen im laufenden Jahr Investitionen von deutlich über 800 Millionen Euro. Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner sieht das als ein klares Bekenntnis zum Investitionsstandort Russland. Der AHK-Vorstandsvorsitzende Michael Harms erwartet daher für die nähere Zukunft eine weitere dynamische Entwicklung.

GEA Farm Technologies gründet Niederlassung in Jakutsk

MOSKAU/BÖNEN. Der deutsche Melktechnikhersteller GEA Farm Technologies hat eine Niederlassung in Jakutsk in der Teilrepublik Sacha im Fernen Osten Russlands gegründet. In der Region habe GEA bereits acht Milchfarmen mit aufgebaut, zehn weitere seien in der Entstehung, sagte Bjoerne Drechsler, der Russlandchef des westfälischen Unternehmens auf Nachfrage von Russland Aktuell. GEA Farm Technologies deckt mit einem Netz von rund 50 Distributoren fast die komplette bewohnte Fläche Russlands ab. Niederlassungen befinden sich untere anderem in Tjumen, Ufa und Kasan. In Sacha arbeiten die Deutschen mit dem Händler Tuymaada Leasing zusammen. Zum Konzept gehört neben dem Verkauf von Anlagen und Zubehör für die Milchgewinnung auch die Wartung. In Woronesch stellen GEA in eigener Produktion Stallreinigungsmittel und Präparate für die Viehhygiene her. Außerdem haben die Westfalen in Kolomna im Moskauer Gebiet eine Metallverarbeitung, in der Teile der Stallausrüstung entstehen. Der Lokalisierungsanteil liege im Moment bei etwa 25 Prozent, so Drechsler.

Deutsche Unternehmen auf der Verpackungsmesse in Moskau

MOSKAU. Ende Januar fand im Moskauer Expocenter parallel zur Kunststoffmesse Interplastica die Branchenmesse der Verpackungsindustrie in Russland statt – die Upakovka 2013. Zu besichtigen war ein Großaufgebot an Technik, das es insbesondere Produzenten von Lebensmittel- und Getränkerzeugnissen sowie Pharma- und Chemieprodukten ermöglichen soll, auf dem immer stärker umkämpften russischen Markt zu bestehen. Unter den 320 vertretenen Ausstellern fanden sich auch rund 50 Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Startschuss für Russisches Haus der Wirtschaft in Berlin

BERLIN. Unter den Linden in Berlin eröffnete die Handelsvertretung Russlands am Dienstag das Russische Haus der Wirtschaft. Die neue Institution im ehemaligen Gebäude der Aeroflot soll Anlaufstelle für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen werden, erklärte Andrej Zwerew, der Leiter der Handelsabteilung der russischen Botschaft. In den Räumen, die unter dem Namen „Showroom der Export- und Investitionsmöglichkeiten der russischen Regionen und staatlichen Unternehmen“ firmieren, können die 83 Föderationssubjekte sich und ihre Kooperationsprojekte präsentieren.

Mercedes-Benz stark in China und Russland

STUTTGART. Der deutsche Autobauer Daimler meldet ein Rekordabsatzmonat für seine Marke Mercedes-Benz. Demnach wurden im Januar weltweit insgesamt knapp 95.000 Wagen mit dem Stern und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum verkauft. Besonders beliebt war Mercedes-Benz in den USA sowie in China und Russland. In ihrem derzeit größten Markt, den USA, lieferte die Marke im Januar 22.501 Fahrzeuge an Kunden aus (+10,8%). China konnte im Januar mit 16.695 ausgelieferten Einheiten den bisher stärksten Januarabsatz verbuchen (+15,4%). Einen besonders starken Jahresstart erzielte Mercedes-Benz auch in in Japan (+9,8%) und in Russland (+26,6%). Wachstumschancen sieht die Daimler AG auch zukünftig vor allem in Nordamerika sowie in Japan, China und Russland.

Russisches Fleischimportverbot: Geringer Effekt auf Liefermenge

MOSKAU/BERLIN. Ab Montag gilt das russische Importverbot für Fleisch aus Deutschland. Die Inspektionsbehörde des Landwirtschaftsministeriums, Rosselchosnadsor, hatte das Einfuhrverbot für gekühltes Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus deutschen Betrieben Ende Januar verhängt. Unzureichende Sicherheitskontrollen in Deutschland seien der Grund dafür, heißt es aus Moskau. „Der Umfang der Sperre ist noch unklar und eine stichhaltige Begründung bisher nicht erkennbar“, erklärte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) auf Nachfrage von OWC.