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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Ost-Ausschuss kooperiert mit Russischem Fonds für Direktinvestitionen

BERLIN/MOSKAU. Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft arbeiten in Zukunft zusammen. Wie der deutsche Verband jetzt mitteilte, wurde ein entsprechendes Memorandum of Understanding bereits Mitte November anlässlich der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Moskau unterzeichnet. In der Vereinbarung geht es darum, den Fonds in Deutschland stärker bekannt zu machen. In den kommenden beiden Jahren sind gemeinsame Veranstaltungen geplant. Gerade für mittelständische deutsche Unternehmen, die in Russland investieren wollen, könne der Fonds von Interesse sein, erklärte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhardt Cordes.

Rosneft erhält Genehmigung zur Übernahme von TNK-BP

MOSKAU. Rosneft wird der größte Ölförderer der Welt. Der staatliche Energiekonzern hat von der russischen Regierung die Zustimmung erhalten, das britisch-russische Joint Venture TNK-BP zu übernehmen. Nach Aussage von Vizeministerpräsident Arkadi Dworkowitsch akzeptierte die Landesführung alle Punkte des Übernahmeplans. Vergangenen Donnerstag unterzeichneten der britische Ölkonzern BP, Rosneft und der Rosneft-Hauptaktionär Rosneftegaz verbindliche Verträge. Eine Offerte hatte Rosneft den Briten bereits Mitte Oktober vorgelegt. BP will sein Russlandgeschäft nach einem jahrelangen Gesellschafterstreit verkaufen.

Siemens schließt Milliardenverträge in Russland

MOSKAU. Siemens unterzeichnete während der 14. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen mehrere Vereinbarungen über Infrastrukturprojekte mit russischen Partnern. Die Russische Staatsbahn RZD, die Sinara-Gruppe und Siemens vereinbarten in einer Absichtserklärung die Lieferung weiterer Elektro-Lokomotiven. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit den bereits laufenden Lokomotiven des Typs Granit 2ES10 will die RZD nun insgesamt 675 Elektro-Lokomotiven für den Frachtverkehr bei LLC Ural Locomotives zwischen 2016 und 2020 bestellen. LLC Ural Locomotives ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Sinara und Siemens.

Diplomatie in Moskau: Deutschland wichtigster Wirtschaftspartner

MOSKAU. Partnerschaft und Freundschaft zwischen Russland und Deutschland beschwor Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Regierungskonsultationen am 16. November in Moskau. „Wir wollen, dass es Russland gut geht“, sagte Merkel zur Abschlussveranstaltung des Petersburger Dialogs, wobei sie einräumte, dass es hier unterschiedliche Auffassungen gebe, was das bedeutet. Sie begrüßte die gegenwärtigen Diskussionen, da sie die ersten Schritte zur Veränderung sein könnten. Sie bat die russische Seite, nicht jede Kritik als destruktiv aufzunehmen und in Betracht zu ziehen, dass die deutschen Medien nicht nur gegenüber Russland kritisch berichten.

Daimler Trucks: Neuer Liefervertrag mit Kamaz

STUTTGART/ NABERESHNYE TSCHELNY. Daimlers Nutzfahrzeugsparte und der russische Lkw-Hersteller Kamaz haben ein neues Abkommen über die Lieferung von Motoren und Achsen unterzeichnet. Laut einer Mitteilung des Stuttgarter Fahrzeugbauers wird Kamaz ab sofort den Diesel-Motor OM 457 für Lkw und den Gas-Motor M 906 für Busse beziehen. Weiterer Bestandteil des Vertrages sind Vorder- und Hinterachsen ebenfalls für Lkw und Busse des in Nabereshnye Tschelny in der Republik Tartastan beheimateten russischen Herstellers. Die Partner rechnen mit einem jährlichen Liefervolumen von zunächst etwa 7.000 Motoren und 15.000 Achsen.

Gazprom übernimmt von BASF gemeinsamen Gashandel

MOSKAU. Gazprom drängt weiter nach Europa. Der russische Energiekonzern und sein deutscher Partner Wintershall vereinbarten Mitte November den Austausch von wertgleichen Unternehmensteilen. Im Zuge dessen übernimmt Gazprom das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandel- und Speichergeschäft. Hierzu zählen die 50 Prozent-Beteiligungen an den Erdgashandelsgesellschaften Wingas, WIEH (Wintershall Erdgashandelshaus Berlin) und WIEE (Wintershall Erdgashandelshaus Zug) einschließlich der Beteiligungen an den Erdgasspeichern Rehden und Jemgum in Deutschland sowie dem Speicher Haidach in Österreich und die Speichergesellschaft Astora. Im Jahr 2011 trugen diese Aktiva insgesamt 8,6 Milliarden Euro zum Umsatz der BASF-Gruppe bei, zu der Wintershall gehört.

Russlandhandel stützt deutsche Exportwirtschaft

WIESBADEN/MOSKAU. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zeigen sich vor den 14. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen diesen Freitag in Moskau in gutem Zustand. Von Januar bis August dieses Jahres haben deutsche Unternehmen laut Statistischem Bundesamt Waren im Wert von 24,2 Milliarden Euro gen Osten geliefert und damit 14,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2011. Es sieht danach aus, als stünde der deutschen Wirtschaft 2012 ein neuer Rekord bei den Russland-Exporten ins Haus. Im vergangenen Jahr waren Güter im Wert von 34,4 Millionen Euro nach Russland geliefert worden. Die Regierungskonsultationen könnten zusätzliche Impulse für den bilateralen Handel geben. Am Rande sollen Geschäftsabschlüsse verschiedener Unternehmen besiegelt werden.

EnviTec will Biogasanlagen in Belgorod bauen

LOHNE. Der niedersächsische Biogasanlagenbauer EnviTec und der russische Energiedienstleister LLC AltEnergo arbeiten zur Zeit an gemeinsamen Pilotprojekten in Russland. Wie Envitec Anfang November mitteilte, konnte nun als weiterer Kooperationspartner die Razvitie Corporation JSC gewonnen werden – die von der Regionalregierung Belgorod 2011 gegründete Investitionsförderagentur. Insgesamt will AltEnergo rund 100 bis 150 Biogasanlagen mit einer Kapazität von 250 Megawatt vor allem in ländlichen Regionen rund um Belgorod und in Zentral Russland errichten. Die Partner verständigten sich vorerst auf die Planung und den Bau von insgesamt drei Biogasanlagen, die an unterschiedlichen Standorten von landwirtschaftlichen Betrieben in Auftrag gegeben wurden. Mit einer Anlagenstärke von jeweils 2,4 Megawatt plant EnviTec gemeinsam mit den lokalen Akteuren einen zweistelligen Millionenbetrag in das russisch-deutsche Kooperationsprojekt zu investieren.

Exportrückgänge schwächen deutsche Industrie

FRANKFURT/MAIN. Die rückläufigen Exporte nach Europa und Asien machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Wegen des schwächelnden Auftragseingangs geht die Industrieleistung nun schon seit mehr als einem halben Jahr zurück. Das belegt der saisonbereinigte Einkaufsmanager-Index des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Im Oktober verschlechterte sich der Index binnen vier Wochen um 1,4 Punkte auf 46,0. Damit lag der wichtige Konjunktur-Frühindikator bereits zum achten Mal in Folge unter der magischen Grenze von 50, ab der Wachstum signalisiert wird. Die stärksten Rückgänge mussten die Investitionsgüterhersteller verkraften, während die Konsumgüterindustrie leichte Steigerungen verbuchen konnte.

Exportfinanzierung: Übliche Verdächtige

Ob Windräder und Tunnelvortriebsmaschinen für die Türkei oder Schachteinbauten für ein Kalibergwerk in Russland – ohne die Absicherung durch eine Exportkreditversicherung (ECA) käme manches Geschäft gar nicht zustande. Nachdem es Anfang des neuen Jahrtausends fast so aussah, als sei die staatliche Exportkreditversicherung ein Auslaufmodell, sind solche ECA-Deckungen nun wieder fester Bestandteil des Kredit- und Finanzierungsangebots im Außenhandel – und zwar nicht nur mit Schwellenländern, sondern auch mit etablierten Industrieländern wie Australien oder Belgien.