Start Russland

Russland

Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Kaluga: Die Probleme einer Boomregion

In Kaluga herrscht Hochkonjunktur. Nur auf der Ölinsel Sachalin, in der Hauptstadt Moskau und dem Speckgürtel um Moskau investierten ausländische Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als in dieser Region im Südwesten des Moskauer Industriegebietes. Volkswagen, Mitsubishi, Continental, Nestlé – aus allen Branchen und aller Herren Länder strömen die Unternehmen inzwischen in die Stadt an der Oka. In unserem Regionalporträt über eine der gefragtesten Regionen Russlands berichtet der Vizegouverneur, dass es neben eitel Sonnenschein auch in einem prosperierendem Gebiet Schattenseiten gibt.

Wolf Gmbh mit neuer Tochter in Moskau

MOSKAU. Der deutsche Heiztechnikanbieter Wolf GmbH hat zum Jahreswechsel ein eigenes Tochterunternehmen in Russland gegründet. OOO Wolf Energiesparsysteme mit Sitz in Moskau beschäftigt aktuell neun Mitarbeiter an den Standorten Moskau, St. Petersburg und Krasnodar. Generaldirektor ist Alexej Pinin. Die Gesellschaft wird hauptsächlich die Abwicklung des Heizungsgeschäftes übernehmen und sich auf den Vertrieb, den Kundendienst, die technische Unterstützung und die Schulung konzentrieren. Dafür soll unter anderem ein eigenes Schulungszentrum eingerichtet werden. Bereits seit 1999 vertreibt Wolf seine Produkte in Russland und ist seit 2007 durch Repräsentanzen in Moskau und St. Petersburg vertreten. Einer der Schwerpunkte des Engagements liegt in der zentralrussischen Region Jaroslawl. Dort hat das Unternehmen vor knapp zwei Jahren das erste Blockheizkraftwerk der Region in Betrieb genommen.

DPD und Hermes betreiben gemeinsam russische Paketshops

MOSKAU. Die deutschen Logistikdienstleister DPD und Hermes haben ein gemeinsames Paketshop-Netzwerk in Russland gestartet. In den Anlaufstellen der Marke Hermes-DPD haben russische Endkunden ab sofort die Möglichkeit Paketsendungen abzugeben und in Empfang zu nehmen, teilten die Unternehmen Ende Januar in Moskau mit. Grundlage für die Zusammenarbeit sei ein Joint Venture beider Seiten. Das Netz umfasse aktuell 300 Paketshops in verschiedenen kooperierenden Einzelhandelsketten in den acht größten Städten Russlands, darunter Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Nishnij Nowgorod. Die Annahmestellen befinden sich als „Shops-in-Shops“ in ausgewählten Discountern, Supermärkten und Geschäften des täglichen Bedarfs. Der Kunde kann den nächst gelegenen Paketshop vorab online recherchieren und wird bei Eingang seiner Sendung persönlich per SMS, E-Mail oder telefonisch informiert. Für viele Kunden verkürze sich die Lieferzeit durch das gebotene Serviceportfolio um bis zu fünf Tage. Bis 2014 soll das Netzwerk auf 1.500 Shops in 44 Städten in ganz Russland wachsen.

Ekosem-Agrar plant Anleiheemission

WALLDORF. Der in Russland aktive deutsche Landwirtschaftskonzern Ekosem-Agrar GmbH plant in diesem Jahr die Emission einer Unternehmensanleihe in Deutschland. Wie das Unternehmen Ende Januar mitteilte, wolle es mit dem Erlös seine Finanzierungsstruktur optimieren, weitere Anbauflächen erwerben sowie den Bau neuer Milchviehanlagen angehen. Die Ekosem-Agrar GmbH ist die deutsche Holdinggesellschaft der Ekoniva Gruppe, eines der größten russischen Agrarunternehmen. Mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von rund 160.000 Hektar an sechs Standorten in Russland, einem Bestand von 28.000 Rindern und einer durchschnittlichen Milchleistung von 200 Tonnen pro Tag ist die Gesellschaft nach eigenen Angaben drittgrößter Milchproduzent des Landes. Zudem stellt Ekosem-Agrar Saatgut her und will das Geschäft mit Premium-Rindfleisch in Russland deutlich ausbauen. Auf Basis vorläufiger Zahlen hat Ekosem-Agrar im Geschäftsjahr 2010/2011 die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr von 50 Millionen Euro auf 80 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) legte von 3,9 Millionen Euro auf 14,0 Millionen Euro zu.

Russische Offensive zur Grünen Woche

MOSKAU. Russland präsentiert auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin dreimal mehr Projekte als im Vorjahr. Anlässlich der 77. Ausgabe der Landwirtschaftsmesse stellt das Land vom 20. bis 29. Januar 233 Investitionskonzepte mit einem Gesamtwert von 6,4 Milliarden Euro vor, teilte das russische Landwirtschaftsministerium mit. Im Jahr zuvor seien es 81 Projekte im Wert von 2,19 Milliarden Euro gewesen. Die russische Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik eröffnete den russischen Pavillon mit 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche persönlich. 250 Unternehmen aus 22 Regionen sind vertreten. Erstmals gibt es auch eine russische Abteilung zum Thema Bioenergetik. Während der Messe sollen neun Abkommen im Wert von 286 Millionen Euro, darunter zwei Verträge über die Lieferung von Rentierfleisch nach Deutschland und nach Schweden, geschlossen werden. 2011 hatten die russischen Aussteller Geschäfte in Höhe von 220 Millionen Euro geschlossen.

Baubeginn für South Stream früher als geplant

MOSKAU. Russland will mit dem Bau der Gaspipeline South Stream früher als geplant beginnen. Die neue Leitung, die jährlich 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa bringen soll, wird nun bereits ab Dezember dieses Jahres entstehen, und nicht erst ab 2013, kündigte der Energiekonzern Gazprom vergangenen Freitag in Moskau an. Ende Dezember hatte die Türkei Gazprom grünes Licht für die Verlegung der Erdgasleitung durch das Schwarze Meer gegeben und somit die letzte Hürde für das Projekt aus dem Wege geräumt. 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen sollen durch die Pipeline nach Europa fließen. An dem Projekt sind neben Gazprom (50 Prozent) auch der italienische Energiekonzern Eni (20 Prozent), der französische EdF (15 Prozent) und die deutsche Wintershall Holding (15 Prozent) beteiligt. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 15,5 Milliarden Euro. South Stream gilt als ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union favorisierten Gaspipeline Nabucco.

CMS-Ausblick: Russia in 2012 – Forces for Change

MOSKAU. In Russland war der Dezember der ereignisreichste Monat des Jahres. Das schlechte Abschneiden der Regierungspartei Jedinaja Rossija bei den Parlamentswahlen und die folgenden Demonstrationen und Proteste in den Straßen haben die Führungsriege des Landes zweifelsohne wachgerüttelt. Obwohl Putins Wiederwahl im März sicher scheint und ein „Russischer Frühling“ wohl ausbleiben wird, ist ein Stück der Selbstzufriedenheit der russischen Politik und Administration zumindest für eine Weile verschwunden. Die soeben erschienene Broschüre „Russland im Jahr 2012“ der Unternehmensberatung CMS gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse. Die Analysten schildern ihre Auffassung über die Situation der russischen Wirtschaft, den Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO, den weiteren Verlauf der Privatisierung, die Modernisierung des russischen Gesundheitssektors und der Infrastruktur sowie die heimische Politik.

Neuer Wirbel ums Gas

MOSKAU/KIEW. Zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich ein neuer Gas-Disput ab, nachdem bei jüngsten Verhandlungen am Dienstag in Kiew keine Einigung über offene...

Fitch sieht Kreditwürdigkeit Russlands stabil

MOSKAU. Die internationale Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Russlands erneut mit „BBB“ bewertet. Den Ausblick für die Wirtschaft Russlands stuften die Analysten allerdings von „positiv“ auf „stabil“ herab. Die gestiegene politische Ungewissheit in Russland und eine schlechtere Prognose für die Weltwirtschaftsentwicklung seien für die eingetrübten Aussichten verantwortlich, hieß es in einer Mitte Januar veröffentlichten Mitteilung der Agentur. Eine baldige Heraufstufung der Kreditwürdigkeit des Landes werde damit unwahrscheinlich, auch wenn Russland zuletzt dank hoher Ölpreise Einnahmenüberschüsse erzielen konnte.

VW verkauft erstmals über acht Millionen Fahrzeuge

WOLFSBURG. Der Volkswagen-Konzern hat 2011 die Auslieferungen des Vorjahres deutlich übertroffen und erstmals über acht Millionen Fahrzeuge verkauft. Insgesamt wurden 8,16 (2010: 7,14) Millionen...