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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Deutsch-Russische Energieagentur rudea wird aufgelöst

BERLIN. Die 2009 im Rahmen von bilateralen Regierungskonsultationen gegründete Russisch-Deutsche Energie-Agentur (rudea) wird aufgelöst. Wie die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) heute mitteilte, will sie in Zukunft direkt mit der Russischen Energieagentur (REA) zusammenarbeiten, um die Steigerung der Energieeffizienz in Russland mit deutschem Know-how zu unterstützen. Entsprechende Verhandlungen sind bereits fortgeschritten und werden vom russischen Energieministerium ausdrücklich befürwortet. Das bisherige Kooperationsmodell werde auf eine neue Basis gestellt, so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Für eine vermittelnde Instanz wie die rudea gebe es dann keine wirtschaftliche Perspektive mehr.

Autoneum plant Produktion ab Herbst in Rjasan

WINTERTHUR. Der deutsche Automobilzulieferer Autoneum will im Herbst 2013 sein erstes Werk in Russland eröffnen. In Rjasan wird die kürzlich gegründete Tochtergesellschaft Autoneum Rus LLC dann Akustik- und Hitzeschutzkomponenten für Pkw-Hersteller fertigen, teilt das Unternehmen im Februar mit. Für Rjasan als Standort habe sich das Unternehmen wegen der zentralen geographischen Lage und der guten Anbindung zu den drei großen Automobilindustrie-Zentren St. Petersburg, Moskau und Togliatti (Samara) entschieden. Die Produktion der ersten Serienteile in Rjasan ist für Herbst 2013 geplant. Die Belegschaft des neuen Werks soll bis zum Jahr 2017 auf rund 200 Beschäftigte wachsen.

AHK Russland startet Initiative für den Mittelstand

BERLIN. Rainer Seele, Präsident der AHK Russland und Vorstandsvorsitzender der Wintershall, stellte heute auf der Konferenz „Markt, Mittelstand, Modernisierung“ in Berlin eine neue Mittelstandsinitiative für Russland vor. Damit soll sowohl der deutsche Mittelstand bei der Markterschließung in Russland als auch die russische Seite bei der Erstellung der Road Maps für die möglichst schnelle Etablierung eines industriellen Mittelstandes in Russland unterstützt werden. Konkret geht es darum, den Begriff „Mittelstand“ als Qualitätsmerkmal für kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland noch stärker in Russland zu etablieren, deutsche Mittelständler konkret und umfassend in ihrer Markterschließung in Russland zu unterstützen, mittelständische Wirtschaftstrukturen in Russland zu fördern und die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

Deutsch-russischer Handel auf Rekordhoch

BERLIN. Der Handelsumsatz zwischen Russland und Deutschland erreichte im vergangenen Jahr ein neues Hoch. Ingesamt wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 80,5 Milliarden Euro ausgetauscht – das entspricht einer Steigerung von 6,9 Prozent. Und während die gesamten deutschen Ausfuhren 2012 insgesamt um 3,4 Prozent zulegten, nahmen die Exporte nach Russland um 10,4 Prozent oder umgerechnet 3,5 Milliarden Euro auf nun 38 Milliarden Euro zu. Die Einfuhren aus Russland überwiegen weiterhin die Ausfuhren und stiegen um 3,8 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro.

AHK-Zulieferkonferenz: Produzierender Mittelstand fehlt

MOSKAU. Ein ernüchterndes Bild von der Zulieferindustrie in Russland zeichnete Ralf Bendisch, Generaldirektor OOO Claas, auf der Konferenz „Lokalisierung der Produktion in Russland“, zu der die AHK Russland und DE international heute in Moskau eingeladen haben. In einer Lieferanten-Markt-Analyse hat der Landmaschinenhersteller im vergangenen Jahr 1.150 russische Unternehmen bezüglich ihres Potenzials als mögliche Zulieferer untersucht – lediglich vier Unternehmen kommen als mögliche Partner in Frage. Das Fazit von Bendisch: „Wir wissen jetzt, dass es den produzierenden Mittelstand in Russland nicht gibt. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung greifen nicht.“

Russland steigert Öllieferungen nach China

PEKING. Moskau und Peking haben sich auf höhere Liefermengen für Erdöl geeinigt. Bei einem Arbeitsbesuch von Igor Setschin, dem Chef des größten russischen Ölkonzern Rosneft, in der chinesischen Hauptstadt vereinbarten beide Seiten, dass in Zukunft wesentlich mehr Erdöl als bisher von Russland in die Volksrepublik fließen soll. Derzeit liefern Rosneft und Pipelinebetreiber Transneft 15 Millionen Tonnen im Jahr durch eine Abzweigung der Ostsibirien-Pazifik-Pipeline. Peking bekundete mehrmals den Wunsch, den Erdölimport aus Russland zu steigern. Welche Aufstockung genau ausgehandelt wurde, teilte Rosneft nicht mit. China zeige aber auch Interesse an russischem Flüssiggas, erklärte der russische Ölkonzern. Außerdem erwägen beide Länder gemeinsame Projekte zum Abbau mineralischer Rohstoffe, das heißt von Metallen, Industriemineralen, Steinen und Erden.

Stadler gewinnt Aeroexpress-Auftrag in Moskau

BUSSNANG. Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat eine Ausschreibung des Russischen Bahnbetreibers Aeroexpress für die Lieferung von 24 Doppelstocktriebzügen gewonnen. Diese Züge werden auf den S-Bahn-Linien zwischen dem Moskauer Stadtzentrum und den drei Flughäfen eingesetzt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 350 Millionen Euro und wird teilweise im neuen Stadler-Werk in Minsk und teilweise in der Schweiz abgewickelt. Das Werk in Minsk befindet sich derzeit im Bau und wird im Herbst 2013 in Betrieb genommen. Der Auftrag beinhaltet auch eine Option für 13 weitere Züge. Bis Ende 2016 sollen die 16 vierteiligen und acht sechsteiligen Doppelstocktriebzüge ausgeliefert werden. Die Züge sind ausgelegt auf die speziellen russischen Klimabedingungen von minus 50 Grad bis 40 Grad und haben selbstverständlich auch die russische Spurweite von 1.520 Millimetern.

Knorr-Bremse fertigt gemeinsam mit russischer Bahntochter in Twer

MÜNCHEN/MOSKAU. Der Schienenfahrzeugtechnikhersteller Knorr-Bremse hat Mitte Februar ein Joint Venture mit der Frachttochter der russischen Eisenbahngesellschaft RZD gegründet. Gemeinsam mit der Föderalen Güterwagengesellschaft FGK will das deutsche Unternehmen Bremstechnik in Twer, 170 Kilometer nordwestlich von Moskau, produzieren. Dort entsteht derzeit für zirka 26 Millionen Euro ein neues Werk mit knapp 16.000 Quadratmeter Produktionsfläche und etwa 400 neuen Arbeitsplätzen. Bis zur Inbetriebnahme 2014 soll die Produktion noch im Knorr-Bremse-Werk in Woronesch erfolgen.

Hafen Hamburg: China drückt, Russland treibt

HAMBURG. Die Sonne strahlte am Montagmorgen über dem Hamburger Hafen, leicht eingetrübt zeigte sich dagegen dessen Jahresergebnis, das heute in der Hansestadt vorgestellt wurde. Vor allem die Flaute im Außenhandel mit China hat dem größten deutschen Seehafen im vergangenen Jahr zugesetzt. Insgesamt erreichte Hamburg 2012 einen Seegüterumschlag von 130,9 Millionen Tonnen – ein Minus von rund einem Prozent im Vergleich zu 2011. „2012 ist doch anders verlaufen als geplant“, resümierte Claudia Roller, Vorstandsvorsitzende von Hafen Hamburg Marketing, das Jahresergebnis auf einer Pressekonferenz.

Geschäftsklimaumfrage: Deutsche Unternehmen optimistisch

MOSKAU. Trotz politischer Uneinigkeit bleibt die Stimmung der deutschen Wirtschaft in Russland positiv. In der zehnten Geschäftsklimaumfrage, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer Anfang Februar in Moskau vorstellten, gab die Hälfte der 135 teilnehmenden Unternehmen an, sie habe im vergangenen Jahr eine Verbesserung des Geschäftsklimas in Russland festgestellt. 83 Prozent rechnen auch 2013 mit einer positiven Entwicklung der russischen Wirtschaft. Die Befragten planen im laufenden Jahr Investitionen von deutlich über 800 Millionen Euro. Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner sieht das als ein klares Bekenntnis zum Investitionsstandort Russland. Der AHK-Vorstandsvorsitzende Michael Harms erwartet daher für die nähere Zukunft eine weitere dynamische Entwicklung.