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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Russische Offensive zur Grünen Woche

MOSKAU. Russland präsentiert auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin dreimal mehr Projekte als im Vorjahr. Anlässlich der 77. Ausgabe der Landwirtschaftsmesse stellt das Land vom 20. bis 29. Januar 233 Investitionskonzepte mit einem Gesamtwert von 6,4 Milliarden Euro vor, teilte das russische Landwirtschaftsministerium mit. Im Jahr zuvor seien es 81 Projekte im Wert von 2,19 Milliarden Euro gewesen. Die russische Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik eröffnete den russischen Pavillon mit 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche persönlich. 250 Unternehmen aus 22 Regionen sind vertreten. Erstmals gibt es auch eine russische Abteilung zum Thema Bioenergetik. Während der Messe sollen neun Abkommen im Wert von 286 Millionen Euro, darunter zwei Verträge über die Lieferung von Rentierfleisch nach Deutschland und nach Schweden, geschlossen werden. 2011 hatten die russischen Aussteller Geschäfte in Höhe von 220 Millionen Euro geschlossen.

Baubeginn für South Stream früher als geplant

MOSKAU. Russland will mit dem Bau der Gaspipeline South Stream früher als geplant beginnen. Die neue Leitung, die jährlich 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa bringen soll, wird nun bereits ab Dezember dieses Jahres entstehen, und nicht erst ab 2013, kündigte der Energiekonzern Gazprom vergangenen Freitag in Moskau an. Ende Dezember hatte die Türkei Gazprom grünes Licht für die Verlegung der Erdgasleitung durch das Schwarze Meer gegeben und somit die letzte Hürde für das Projekt aus dem Wege geräumt. 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen sollen durch die Pipeline nach Europa fließen. An dem Projekt sind neben Gazprom (50 Prozent) auch der italienische Energiekonzern Eni (20 Prozent), der französische EdF (15 Prozent) und die deutsche Wintershall Holding (15 Prozent) beteiligt. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 15,5 Milliarden Euro. South Stream gilt als ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union favorisierten Gaspipeline Nabucco.

CMS-Ausblick: Russia in 2012 – Forces for Change

MOSKAU. In Russland war der Dezember der ereignisreichste Monat des Jahres. Das schlechte Abschneiden der Regierungspartei Jedinaja Rossija bei den Parlamentswahlen und die folgenden Demonstrationen und Proteste in den Straßen haben die Führungsriege des Landes zweifelsohne wachgerüttelt. Obwohl Putins Wiederwahl im März sicher scheint und ein „Russischer Frühling“ wohl ausbleiben wird, ist ein Stück der Selbstzufriedenheit der russischen Politik und Administration zumindest für eine Weile verschwunden. Die soeben erschienene Broschüre „Russland im Jahr 2012“ der Unternehmensberatung CMS gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse. Die Analysten schildern ihre Auffassung über die Situation der russischen Wirtschaft, den Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO, den weiteren Verlauf der Privatisierung, die Modernisierung des russischen Gesundheitssektors und der Infrastruktur sowie die heimische Politik.

Neuer Wirbel ums Gas

MOSKAU/KIEW. Zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich ein neuer Gas-Disput ab, nachdem bei jüngsten Verhandlungen am Dienstag in Kiew keine Einigung über offene...

Fitch sieht Kreditwürdigkeit Russlands stabil

MOSKAU. Die internationale Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Russlands erneut mit „BBB“ bewertet. Den Ausblick für die Wirtschaft Russlands stuften die Analysten allerdings von „positiv“ auf „stabil“ herab. Die gestiegene politische Ungewissheit in Russland und eine schlechtere Prognose für die Weltwirtschaftsentwicklung seien für die eingetrübten Aussichten verantwortlich, hieß es in einer Mitte Januar veröffentlichten Mitteilung der Agentur. Eine baldige Heraufstufung der Kreditwürdigkeit des Landes werde damit unwahrscheinlich, auch wenn Russland zuletzt dank hoher Ölpreise Einnahmenüberschüsse erzielen konnte.

VW verkauft erstmals über acht Millionen Fahrzeuge

WOLFSBURG. Der Volkswagen-Konzern hat 2011 die Auslieferungen des Vorjahres deutlich übertroffen und erstmals über acht Millionen Fahrzeuge verkauft. Insgesamt wurden 8,16 (2010: 7,14) Millionen...

KraussMaffei liefert Anlage für russischen Kunststoffverarbeiter

HANNOVER. Der zur Unternehmensgruppe Poliplastik gehörende Kunststoffverarbeiter Saratovskij trubnyj zavod (STZ) hat Ende Dezember eine neue Produktionslinie für Polymer-Verbundstoffe in Engels, Gebiet Saratow, in...

Siemens baut größte Pelletieranlage Russlands

STARYJ OSKOL. Der russische Stahlerzeuger Hüttenkombinat Nowolipezk (NLMK) hat einem Konsortium aus Siemens VAI Metals Technologies und dem finnischen Konzern Outotec Oyj den Auftrag für...

Türkei genehmigt South-Stream-Pipeline

MOSKAU. Die Türkei hat zum Jahresende 2011 den Bau der russischen Gaspipeline South Stream durch ihre Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer genehmigt. Im Gegenzug sicherte Russland der Türkei langfristige Gaslieferungen bis 2025 zu. Die Baugenehmigung gilt als wichtiger Schritt bei dem Milliardenprojekt, das in Konkurrenz zu dem von der Europäischen Union forcierten Vorhaben Nabucco steht. Nun will Russland den Bau des Pipelineprojekts beschleunigen. Im Auftrag von Ministerpräsident Wladimir Putin beginnt der Staatskonzern Gazprom nicht wie bisher geplant 2013, sondern bereits Ende dieses Jahres mit dem Bau des Seeabschnittes der Rohrleitung. Mit der Inbetriebnahme rechnet Gazprom-Chef Alexej Miller bereits Mitte 2015.

Lada Kalina ist das meistverkaufte Auto 2011

MOSKAU. Von Januar bis November 2011 sind die Neuwagenverkäufe in Russland im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41 Prozent angestiegen. Von den Top Ten der...