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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

OWC-Projekt im Deutschland-Jahr: Regionenportal Russland ist online

MOSKAU/BERLIN. Das Internetportal www.Regionen-Russland.de, ein gemeinsames Projekt der AHK Russland, des OWC Verlag für Außenwirtschaft GmbH und der gtai im Rahmen des Deutschland-Jahres in Russland, ist online. Am 13. September stellten die Partner das Regionenportal in einer Pressekonferenz in Moskau vor.

Russland verschärft Kontrolle seiner strategischen Unternehmen

MOSKAU. Nach dem EU-Kartellverfahren gegen den russischen Energiekonzern Gazprom hat Präsident Wladimir Putin alle „strategischen“ Unternehmen per Erlass verpflichtet, ihr Vorgehen mit der Regierung in Moskau abzustimmen, falls ausländische Behörden oder Organisationen gegen sie Vorwürfe erheben sollten. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete der russische Präsident am 11. September in Moskau. Wie das Presseamt des Kreml mitteilte, dürfen „strategische“ Unternehmen und deren Tochtergesellschaften von nun an nur mit Zustimmung der Regierung Informationen über ihre Aktivitäten bereitstellen oder Verträge mit ausländischen Partnern ändern. Das betrifft auch Preisnachlässe für ausländische Kunden.

Deutscher und russischer Wirtschaftsclub gehen gemeinsame Wege

MOSKAU. Der Wirtschaftsclub Russland (WCR) und der International Oil & Gaz Club at Gastiny Dvor Russland unterzeichneten am 11. September einen Kooperationsvertrag. Die erste Veranstaltung der Saison fand bereits in Anwesenheit der Präsidentin des Clubs, Neli A. Merkulova, in den Räumlichkeiten des Oil & Gaz Club im Gostiny Dvor in Moskau statt. Thema des Abends war die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Alexander Dshordshadse, stellvertretender Direktor des lokalen Organisationskomitees FIFA World Cup Russia, informierte über den Stand der Vorbereitungen.

APEC-Länder rücken in Wladiwostok zusammen

WLADIWOSTOK. Auf einem Gipfeltreffen nahe Wladiwostok haben die Länder des Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums (APEC), darunter Russland, China und die USA, ihre gemeinsame Wirtschaftspolitik abgestimmt. Die Staatschefs und Minister der 21 Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Gemeinschaft zum wichtigsten Antriebsmotor der Weltwirtschaft zu machen. Dabei strebe man nach nachhaltigem und innovativem Wachstum innerhalb einer nahtlosen regionalen Wirtschaftszone, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Messen in MOE: Der Herbst wird grün

Das Thema „Energiewende“ ist in Osteuropa angekommen. Immer mehr Länder – allen voran Rumänien, Polen und die Türkei – entwickeln sich zu lohnenden Standorten für ausländische Investoren und Technologieproduzenten aus der Energiebranche. Mit dem steigenden Interesse der Unternehmen am ost- und südosteuropäischen Markt für „grüne Energien“ nimmt auch das Angebot an einschlägigen Fachmessen zu. Der kommende Herbst bietet reichlich Möglichkeiten, die neuen Absatzmärkte im Osten auf diese Weise zu erkunden.

Zweiter Leitungsstrang der Ostseepipeline fertiggestellt

ZUG. Die letzte Verbindungsnaht zwischen dem See- und dem Landteil des zweiten Nord-Stream-Stranges ist zusammengeschweißt, wie der russische Gaskonzern Gazprom Ende August mitteilte. Damit wurde der Ostsee-Abschnitt der Pipeline mit der Infrastruktur bei der Bucht Portowaja im Raum der russischen Stadt Wyborg verbunden. In den nächsten Tagen beginnt die abschließende Phase der Vorbereitung des Leitungsstranges auf die Inbetriebnahme – das Befüllen der Pipeline mit Puffergas. Der zweite Strang der Ostsee-Pipeline war am 18. April, noch vor dem festgelegten Termin, verlegt worden. Der Gastransport soll im Oktober 2012 aufgenommen werden. Die kommerziellen Gaslieferungen durch den ersten Strang der Nord Stream hatten am 8. November 2011 begonnen. Wenn die beiden Leitungsstränge die projektierte Leistung erreicht haben, soll die gesamte Kapazität der Ostseepipelin etwa 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen.

Abkühlung bei deutschen Exporten

BERLIN. Die Dynamik der deutschen Exporte geht zurück. Der Anfang September erschienene BDI-Außenwirtschafts-Report berichtet, dass die Ausfuhren im ersten Halbjahr zwar mit 4,8 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert lagen. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass sich die Entwicklung allmählich abkühlt. Nach 2,6 Prozent Wachstum im ersten Quartal – im Vergleich zum letzten Quartal 2011 – sind die Exporte im zweiten Quartal leicht um 0,5 Prozent zurückgegangen. Die nachlassende Weltkonjunktur werde auch an der deutschen Exportwirtschaft nicht spurlos vorübergehen, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Industrie.

Deutsche erobern Anteile im russischen Automarkt

MOSKAU. Die deutsche Automobilindustrie profitiert vom Boom auf dem russischen Fahrzeugmarkt. Während in Europa die Absatzzahlen zurückgehen, vermelden die deutschen Hersteller und Zulieferer anlässlich der beiden Automessen MIMS und MIAS Ende August in Moskau ihre Erfolgszahlen aus Russland. Opel berichtet, von Januar bis Juli ein Absatzplus in Höhe von 29 Prozent verzeichnet zu haben. Im vergangenen Jahr konnten die Rüsselsheimer Autobauer, die in Moskau unter anderem ihr neues Astra-Modell vorstellten, gemeinsam mit der Schwestermarke Vauxhalle 67.600 Fahrzeuge in Russland verkaufen, am Ende dieses Jahres sollen es mindestens 80.000 sein. Bei der BMW Gruppe stand ein Plus von 30 Prozent mit rund 19.400 übergebenen Fahrzeugen, Mercedes-Benz setzte 19.900 Wagen ab und erreichte so einen Zuwachs von 27 Prozent.

Volkswagen baut eigenes Motorenwerk in Kaluga

WOLFSBURG/MOSKAU. Der Volkswagen Konzern erweitert seinen Standort in Kaluga und baut in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugwerkes eine neue Motorenproduktion. Einen entsprechenden Vertrag mit dem Gouverneur des Gebietes südwestlich der russischen Hauptstadt unterzeichneten die deutschen Autobauer Ende August in Moskau. Rund 250 Millionen Euro will Volkswagen in den neuen Standort auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern investieren. Ab 2015 sollen 1,6-Liter-Ottomotoren der Baureihe EA 211 lokal produziert werden. Die bis zu 150.000 möglichen Einheiten pro Jahr sind für die Fahrzeugfertigung der Volkswagen Group Rus in Kaluga und die Auftragsfertigung im GAZ-Werk in Nishnij Nowgorod gedacht.

Analyse zum WTO-Beitritt Russlands: Modernisierung unvermeidbar

Nach mehr als 18 Jahren ist Russland im August der WTO beigetreten. Auch wenn die unmittelbaren Auswirkungen kaum spürbar sein werden, so ist er doch für die Welthandelsordnung ein Ereignis von historischer Bedeutung. Ein Beitritt zur WTO erlegt einem Land viel umfangreichere Verpflichtungen auf, als nur Zollsenkungen und die Beseitigung nicht-tarifärer Handelshemmnisse. Die Mitgliedschaft eröffnet einem Land gleichermaßen neue Möglichkeiten, eine protektionistische Politik zu Gunsten seiner eigenen Wirtschaft zu verfolgen – vorausgesetzt, dass es sich dabei an die formellen Verträge und die informellen Gepflogenheiten der WTO hält. Eine Abschätzung der Folgen des russischen WTO-Beitritts ist also weitaus komplizierter, als nur eine der zu erwartenden Handelsliberalisierung.