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Russland und seine Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Zoll beschlagnahmt immer mehr gefälschte Waren

BRÜSSEL. Im vergangenen Jahr stoppten die europäischen Zollbehörden Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro an den Außengrenzen der EU. Die Zöllner beschlagnahmten fast 115 Millionen Artikel, bei denen ein Verstoß gegen Rechte des geistigen Eigentums vermutet wurde – das sind 15 Prozent mehr als 2010. Laut des Ende Juli vorgestellten Berichts der Europäischen Kommission fanden sich darunter am häufigsten Fälschungen von Arzneimitteln (24 Prozent), Verpackungsmaterial (21 Prozent) und Zigaretten (18 Prozent). Produkte des täglichen Bedarfs und Produkte, die für Verbraucher gesundheitsgefährdend sein können, machten insgesamt 28,6 Prozent der zurückgehaltenen Waren aus, gegenüber 14,5 Prozent vor zwei Jahren.

Putin unterzeichnet WTO-Beitrittsprotokoll

MOSKAU. Nach 18 Jahren Verhandlungen ist Russlands Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) formell vollzogen. Am 21. Juli unterschrieb Präsident Wladimir Putin das Beitrittsprotokoll, das elf Tage zuvor vom russischen Parlament gebilligt worden war. Die WTO hatte ihre Zustimmung bereits im Dezember gegeben. Die oppositionellen Kommunisten und die Partei Gerechtes Russland hatten Ende Juni beim Verfassungsgericht noch Klage gegen den WTO-Beitritt wegen Verfahrensfehlern eingereicht, woraufhin die für den 4. Juli geplante Abstimmung in der Duma verschoben werden musste. Das Verfassungsgericht wies den Antrag jedoch zurück.

BRIC-Staaten stützen Quartalsergebnis von Coca-Cola

ATLANTA. Vor allem den BRIC-Staaten verdankt Coca-Cola das positive Quartalsergebnis, das der Konzern Mitte Juli in Atlanta vorstellte. Weltweit setzte der US-amerikanische Getränkehersteller von April bis Juni vier Prozent mehr um. In Russland stieg der Absatz um neun, in Indien sogar um 20 Prozent. Das Plus in China betrug sieben Prozent, und auch Brasilien legte mit immerhin noch sechs Prozent deutlich zu. Der Gesamtumsatz verbesserte sich im zweiten Quartal um drei Prozent auf 13 Milliarden US-Dollar, der Gewinn blieb mit 2,8 Milliarden US-Dollar auf dem Vorjahresniveau. Den durch Preiserhöhungen gestiegenen Einnahmen hätten auf der anderen Seite erhöhte (Rohstoff-)Kosten gegenüber gestanden, hieß es seitens Coca-Cola. In den USA und in Deutschland stieg der Absatz der Getränke um nur ein Prozent. Die Schuldenkrisen geplagten Ländern Südeuropas meldeten zurückgehende Verkäufe. In Nordeuropa macht dem Konzern zudem das schlechte Wetter zu schaffen.

Rhenus errichtet Lager für DAF Trucks bei Moskau

HOLZWICKEDE. Die Rhenus-Gruppe unterstützt den niederländischen Lkw-Produzenten DAF Trucks in den GUS-Ländern bei der Vergrößerung des Händlernetzes. Wie der deutsche Logistikdienstleister Mitte Juli mitteilte, sei ein erstes Etappenziel des zum Jahreswechsel geschlossenen Vertrages jetzt erreicht: der Aufbau eines Lagerbestands in der Moskauer Region. Von dort aus werden seit Juni Lkw-Ersatzteile per Lkw und Luftfracht an die DAF-Vertragspartner in Russland, Belarus und Kasachstan verteilt. Die Gruppe organisiert dabei nicht nur die Distribution der Ersatzteile in den drei Ländern, sondern holt die Lkw-Komponenten bereits durch das niederländische Tochterunternehmen Copex Cargo in der DAF-Trucks-Fabrik in Eindhoven ab und übernimmt neben der Lieferung der Güter in das Lager nahe Moskau auch die komplette Dokumentation sowie die Abwicklung der Zollformalitäten mit der OOO Rhenus Customs Broker. Wichtig dabei ist auch das im vergangenen Monat neu eröffnete Zoll- und Logistikterminal von Rhenus im unweit von Smolensk gelegenen Krasnaja Gorka.

GEFCO wird exklusiver Logistikpartner von General Motors

GEFCO hat Ende Juni mit dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors einen umfangreichen Logistikvertrag geschlossen. Die aus Frankreich stammende Gruppe wird von 2013 an für mindestens sieben Jahre exklusiver Logistikpartner der Autobauer. General Motors lagert damit die Beschaffungs- und Distributionslogistik für die Marken Opel, Vauxhall und Chevrolet in Europa und Russland aus. GEFCO wickelt die Materialbeschaffung von europäischen Lieferanten und internationalen Exporthäfen zu den Montagestandorten in Polen, Spanien, Großbritannien, Deutschland und Russland ab. Außerdem übernimmt GEFCO die Distribution der Fahrzeuge und soll international rund 1,2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr befördern.

Russland wird WTO-Mitglied

MOSKAU. Nach 18 Jahren Verhandlungen ist Russlands Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) perfekt. Am Dienstag beschloss das russische Parlament die Ratifizierung des Beitrittsprotokolls, nachdem die WTO ihre Zustimmung bereits im Dezember gegeben hatte. Es war eine knappe Mehrheit in der durch die regierungstreue Partei Jedinaja Rossija dominierten Staatsduma: 238 Abgeordnete votieren dafür, nur zwölf mehr als nötig, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Dagegen sprachen sich 208 Parlamentarier aus. Die oppositionellen Kommunisten und die Partei Gerechtes Russland hatten wegen Verfahrensfehlern Ende Juni beim Verfassungsgericht noch Klage gegen den Beitritt eingereicht.

Russisches Arbeitsrecht im Überblick

Das russische Arbeitsrecht hat wichtige Bedeutung in der alltäglichen Geschäftstätigkeit jedes Unternehmens in Russland. Spürbar ist die zunehmende praktische Relevanz des kollektiven Arbeitsrecht – in den vergangenen Jahren sahen sich so zum Beispiel eine Reihe ausländischer Automobilhersteller erstmals mit Streiks konfrontiert. Der Leitfaden unseres Content Partners Rödl & Partner ist eine Grundlage für die Arbeit deutscher Unternehmen in der Russischen Föderation. Er zeigt auf, was bei Arbeitsverträgen, Lohnzahlungen aber auch Kündigungen zu beachten ist.

Russland Spitzenreiter bei ausländischen Direktinvestitionen

Nach Einschätzung der Analysten des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) flossen 2011 mit rund 96 Milliarden Euro deutlich mehr ausländische Direktinvestitionen nach Mittel- und Osteuropa als im Vorjahr – der Großteil davon nach Russland. Doch dieses Hoch war nur vorübergehend. Laut Prognose der wiiw-Experten fallen die Auslandsinvestitionen (FDI) bereits in diesem Jahr wieder schwächer aus. Hauptgrund hierfür ist vor allem die aktuelle Konjunktur- und Kapitalflaute in Europa. Die Schuldenkrise sorgt für Verunsicherung bei den Investoren. Die Investitionen 2012 sind rückläufig.

Balashova und Bruck fusionieren

MOSKAU. Die Rechtsanwaltskanzlei Balashova Legal Consults (BLC) und die Unternehmensberatung Bruck Consult in Moskau haben sich zusammengeschlossen. Die neue Gesellschaft B&B Consultants verfügt damit über ein international erfahrenes Team an Juristen, Steuerspezialisten, Unternehmensberatern und Buchhaltern. Elena Balashova, LL.M., geschäftsführende Gesellschafterin von BLC, ist Rechtsanwältin und Spezialistin auf dem Gebiet des Arbeits-, Gesellschafts- und Migrationsrechts. DI Paul Bruck ist Unternehmensberater mit Niederlassungen in Moskau und Wien und mit langjähriger Erfahrung im Exportgeschäft und dem Aufbau von Vertriebsorganisationen in Russland. Sie bieten unter anderem umfassende Dienstleistungen im Outsourcing von Buchhaltung, Lohnverrechnung sowie die komplette Unternehmensadministration an. Die Mitarbeiter von B&B Consultants verfügen über eine internationale Ausbildung und beraten auf Russisch, Deutsch und Englisch.

Gazprom kommt Europa näher

DÜSSELDORF/MOSKAU. Nach langwierigen Verhandlungen haben sich der deutsche Energiekonzern E.ON und die russische Gasholding Gazprom Anfang Juli auf neue Preise für Gaslieferungen nach Deutschland geeinigt. Sie gelten für die bestehenden Verträge rückwirkend bis zum vierten Quartal 2010. Wie genau die neuen Konditionen aussehen, teilten die Unternehmen nicht mit. E.ON gibt jedoch an, dass sich das Halbjahresergebnis des Konzerns dadurch um etwa eine Milliarde Euro verbessern wird. Im Gesamtjahr 2012 soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nun zwischen 10,4 und elf Milliarden Euro liegen – statt wie bisher prognostiziert zwischen 9,6 und 10,2 Milliarden Euro. Das Verhandlungsergebnis führt auch dazu, dass das laufende Schiedsgerichtsverfahren, das E.ON gegen Gazprom führt, eingestellt wird.