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Deutsch-Aserbaidschanische AHK in Baku eröffnet

BAKU. Am 12. November wurde in Baku die Deutsch-Aserbaidschanische Auslandshandelskammer (AHK) feierlich eröffnet. Ziel der AHK-Gründung ist es, der deutschen Wirtschaft eine offizielle Vertretung zu bieten, die der Rolle Deutschlands als Partner der Modernisierung in Aserbaidschan gerecht wird und Perspektiven bilateraler Kooperation ermöglicht. „Aserbaidschan hat 2004 bis 2008 sein Bruttoinlandsprodukt verfünffacht – das sind also 500 Prozent Wachstum in fünf Jahren“ beschreibt Florian Schröder, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK in Baku, das Potenzial des Landes im Interview mit ASERBAIDSCHAN aktuell. Er weist jedoch gleichzeitig daraufhin, dass Aserbaidschan kein einfacher Markt ist. „Deswegen ist es umso wichtiger, dass es einen neutralen Anlaufpunkt für den deutschen Mittelstand gibt“, sagt Schröder. Zur feierlichen AHK-Eröffnung im Four Seasons Hotel in Baku kamen am Montag hochrangige Vertreter aus beiden Ländern, darunter Dr. Karl-Ernst Brauner, Abteilungsleiter für Außenwirtschaftspolitik im Bundeswirtschaftsministerium, Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sowie der aserbaidschanische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Shahin Mustafayev.

Exportfinanzierung: Übliche Verdächtige

Ob Windräder und Tunnelvortriebsmaschinen für die Türkei oder Schachteinbauten für ein Kalibergwerk in Russland – ohne die Absicherung durch eine Exportkreditversicherung (ECA) käme manches Geschäft gar nicht zustande. Nachdem es Anfang des neuen Jahrtausends fast so aussah, als sei die staatliche Exportkreditversicherung ein Auslaufmodell, sind solche ECA-Deckungen nun wieder fester Bestandteil des Kredit- und Finanzierungsangebots im Außenhandel – und zwar nicht nur mit Schwellenländern, sondern auch mit etablierten Industrieländern wie Australien oder Belgien.

APEC-Länder rücken in Wladiwostok zusammen

WLADIWOSTOK. Auf einem Gipfeltreffen nahe Wladiwostok haben die Länder des Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums (APEC), darunter Russland, China und die USA, ihre gemeinsame Wirtschaftspolitik abgestimmt. Die Staatschefs und Minister der 21 Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Gemeinschaft zum wichtigsten Antriebsmotor der Weltwirtschaft zu machen. Dabei strebe man nach nachhaltigem und innovativem Wachstum innerhalb einer nahtlosen regionalen Wirtschaftszone, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

BRIC-Staaten stützen Quartalsergebnis von Coca-Cola

ATLANTA. Vor allem den BRIC-Staaten verdankt Coca-Cola das positive Quartalsergebnis, das der Konzern Mitte Juli in Atlanta vorstellte. Weltweit setzte der US-amerikanische Getränkehersteller von April bis Juni vier Prozent mehr um. In Russland stieg der Absatz um neun, in Indien sogar um 20 Prozent. Das Plus in China betrug sieben Prozent, und auch Brasilien legte mit immerhin noch sechs Prozent deutlich zu. Der Gesamtumsatz verbesserte sich im zweiten Quartal um drei Prozent auf 13 Milliarden US-Dollar, der Gewinn blieb mit 2,8 Milliarden US-Dollar auf dem Vorjahresniveau. Den durch Preiserhöhungen gestiegenen Einnahmen hätten auf der anderen Seite erhöhte (Rohstoff-)Kosten gegenüber gestanden, hieß es seitens Coca-Cola. In den USA und in Deutschland stieg der Absatz der Getränke um nur ein Prozent. Die Schuldenkrisen geplagten Ländern Südeuropas meldeten zurückgehende Verkäufe. In Nordeuropa macht dem Konzern zudem das schlechte Wetter zu schaffen.

Russland Spitzenreiter bei ausländischen Direktinvestitionen

Nach Einschätzung der Analysten des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) flossen 2011 mit rund 96 Milliarden Euro deutlich mehr ausländische Direktinvestitionen nach Mittel- und Osteuropa als im Vorjahr – der Großteil davon nach Russland. Doch dieses Hoch war nur vorübergehend. Laut Prognose der wiiw-Experten fallen die Auslandsinvestitionen (FDI) bereits in diesem Jahr wieder schwächer aus. Hauptgrund hierfür ist vor allem die aktuelle Konjunktur- und Kapitalflaute in Europa. Die Schuldenkrise sorgt für Verunsicherung bei den Investoren. Die Investitionen 2012 sind rückläufig.

Russland bei Exportkreditgarantien gegen den Trend

BERLIN. Exportkreditgarantien für den Handel mit Osteuropa sind weiter sehr begehrt. Das Deckungsvolumen für die europäischen Schwellen- und Transformationsländer erhöhte sich im vergangenen Jahr um ein Drittel und erreicht rund 8,9 Milliarden Euro. Beim Außenwirtschaftstag zu Finanzierungsfragen im Bundeswirtschaftsministerium Mitte Juni berichtete die Euler Hermes Deutschland AG, dass damit 30 Prozent aller Exportkreditgarantien auf diese Region entfallen. Allein auf den fünf größten Märkten Türkei, Russland, Ukraine, Belarus und Rumänien wurden Garantien über 8,4 Milliarden Euro übernommen. Für Russland ging das Deckungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Viertel zurück auf 2,6 Milliarden Euro. Den ersten Platz im Ranking der Länder mit den höchsten neu übernommenen Deckungen hat die Russische Föderation 2011 an die Türkei abgegeben.

Indien unter Top-Ten bei Hermesdeckungen

BERLIN. Im Bundeswirtschaftsministerium fand Mitte Juni die Veranstaltung „Im Dialog mit der Wirtschaft – die Exportkredit- und die Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland“ statt. Rund 300 Teilnehmer aus der Wirtschaft sowie von Banken und Verbänden diskutierten über die Garantieinstrumente des Bundes zur Außenwirtschaftsförderung. Ein Workshop behandelte das Thema „Indien auf dem Weg zum „Global Player – Marktchancen für deutsche Unternehmen“. Um das Potenzial der indischen Wirtschaftsdynamik für die deutsche Wirtschaft zu nutzen, werden Hermesdeckungen immer wichtiger. Indien gehört seit mehreren Jahren zu den Top-Ten-Ländern der Exportkreditgarantien und zählt zu den wichtigsten Partnern der deutschen Exportwirtschaft. Im vergangenen Jahr wurden Exportgeschäfte mit einem Volumen von 1,23 Milliarden Euro abgesichert. In der Liste der Länder mit den höchsten neu übernommenen Deckungen rangierte Indien 2011 auf Platz sechs.

BRICS-Länder beschließen Handel in Nationalwährungen

NEU DELHI. Die BRICS-Länder rücken näher zusammen. Auf einem Gipfel in Neu Delhi vereinbarten die Staats- und Regierungschefs Russlands, Chinas, Indiens, Brasiliens und Südafrikas Ende März Handelserleichterungen und die Gründung einer gemeinsamen Investitionsbank. Unterzeichnet wurden zwei Abkommen, die den US-Dollar als Leitwährung in der Welt infrage stellen. Zukünftig wollen die Staaten im bilateralen Handel ihre jeweiligen eigenen Währungen verwenden. Auch die Vergabe von Krediten soll in den Nationalwährungen durchgeführt werden. Das erleichtere die Verrechnungen zwischen den Banken und bringe die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den BRICS-Ländern auf ein qualitativ neues Niveau, hieß es in einem gemeinsamen Statement. Im Umfeld des Gipfels war die Rede von einer Verdopplung des Handelsvolumens auf 375 Milliarden Euro, was sich für die fünf Länder bis 2015 durch diese Abkommen ergeben könnte. Profitieren dürfte davon auch die internationale Stellung der chinesischen Währung Renminbi.

Der Einfluss des Wechselkurses auf den Arbeitsmarkt

WASHINGTON. Das neue IWF-Papier „The Real Exchange Rate and Employment in China“ untersucht die Auswirkungen des Wechselkurses auf die chinesischen Arbeitsverhältnisse von 1980 bis 2008. Wie verändern sich Beschäftigungsverhältnisse in Reaktion auf reallokative Schocks? In offenen Volkswirtschaften spielt der Wechselkurs eine sehr bedeutende Rolle bei der Profitabilität von Sektoren, die für den Export oder den heimischen Markt arbeiten, beziehungsweise bei ihrer Arbeit auf Rohstoffe von außen oder innen angewiesen sind. Bei der Analyse, welchen Einfluss die Wechselkursschwankungen der vergangenen 20 Jahre auf den Arbeitsmarkt hatten, kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die Gehälter sich zunächst in allen Sektoren real aufgewertet haben. Besonders deutlich ist dieser Effekt allerdings in Regionen mit einer höheren Export-Orientierung. Das Papier sammelt wichtige Erkenntnisse für die Veränderung des chinesischen Arbeitsmarktes, sollte der RMB in die Zukunft stärker werden.

BIC statt BRIC

WIEN. Russland droht aus dem Kreis der BRIC-Länder zu fallen. Zu diesem Schluss kommt der „Russia Competitiveness Report 2011“, den das World Economic Forum Anfang Juni in Wien vorstellte. Da Russland nicht in der Lage sei, die Produktivität seiner Wirtschaft maßgeblich zu steigern, falle es hinter die anderen Transformationsländer Brasilien, Indien und China zurück.