fbpx
Start Greater China

Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

China bleibt Motor für Maschinenbauer

Anfang dieses Jahres hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA seine Wachstumsprognose für die Branche nach unten korrigiert – von ursprünglich vier auf null Prozent. Allerdings dürften die deutschen Maschinen- und Anlagen-Exporte nach China nach einem Plus von 23,2 Prozent 2011 auch dieses Jahr weiter zulegen: Mit rund 15 Prozent rechnet der Verband. Deutschland bleibt damit für China nach Japan das zweitwichtigste Lieferland, vor den USA, Korea, Taiwan und Italien. Beim Verkauf sind die Firmen im Vorteil, die auch guten Service garantieren. Dafür steht ein Standort im Land.

Funke expandiert in Changzhou

Ab Mai baut die Funke Wärmeaustauscher Apparatebau GmbH eine neue Fertigungshalle an ihrem Standort in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Seit 2004 ist das mittelständische Unternehmen aus Gronau in China präsent. In Changzhou startete es zunächst mit einem Joint-Venture-Partner. Vier Jahre später entstand daraus die 100-prozentige Tochtergesellschaft Funke Heat Exchanger Systems. Nach dem Aufbau der Produktion folgte die massive Erweiterung der Vertriebsstruktur. Nun wird in Changzhou nicht mehr nur für den chinesischen Markt gefertigt. Als Erfolgsfaktor benennen die Niedersachsen vor allem das Personal: Es entscheide maßgeblich über die Qualität. Vor einem Know-how-Transfer dürfe man daher keine Angst haben.

OWC-Directory im Netz

Seit März ist unter owc.de/directory das OWC-Directory im Internet abrufbar. Die umfangreiche Adresssammlung des OWC-Verlages beinhaltet rund 2.000 Einträge aus Mittel- und Osteuropa sowie China, Japan und Indien. Es finden sich Ansprechpartner aus Unternehmen und Institutionen, die mit den genannten Länderschwerpunkten arbeiten oder ihr Serviceangebot auf diese Wirtschaftsräume ausgerichtet haben.

Linde übernimmt Produktionsgasversorgung für Dahua

MÜNCHEN. Die Linde Group wird an einem Standort des chinesischen Chemieunternehmens Dahua die Bereitstellung von Gasen für den Produktionsprozess übernehmen und hierfür rund 70 Millionen Euro investieren. Eine kürzlich geschlossene Vereinbarung hält laut Linde Group fest, dass der deutsche Mischkonzern zwei bestehende Luftzerlegungsanlagen des zu den zehn größten Natriumkarbonat-Produzenten Chinas zählenden Unternehmen erwerben und betreiben will. Sie gehören zum Dahua-Standort auf Songmu Island im nordostchinesischen Dalian. Außerdem errichtet Lindes Engineering Division Dalian eine neue Luftzerlegungsanlage mit einer Produktionskapazität von 38.000 Normkubikmetern Sauerstoff pro Stunde. Die neue Anlage soll im Jahr 2014 in Betrieb gehen und die beiden alten ersetzen. Der neue Luftzerleger soll auch Flüssiggase für den regionalen Markt produzieren. Deshalb haben beide Unternehmen die Gründung eines 50:50 Joint Ventures vereinbart, das unter dem Namen Linde-Dahua (Dalian) die lokale Gaseversorgung übernehmen wird. Es ist nach dem bestehenden Joint Venture für das CO2-Geschäft das zweite Gemeinschaftsunternehmen der beiden Unternehmen in Dalian.

Zwei deutsche Unternehmen im C-BPI-Markenindex

PEKING. Das China Brand Research Center hat den China Brand Power Index (C-BPI) 2012 veröffentlicht, der als die verlässlichste Umfrage zur Markenkenntnis in China gilt. 13.500 Konsumenten im Alter von 15 bis 60 Jahren wurden in 30 chinesischen Städten zu mehr als 6.800 Marken befragt. 68 Prozent der 152 bekanntesten Marken kommen aus China (Festland, Hongkong, Macao und Taiwan), 32 Prozent aus dem Ausland. Hier liegen Marken aus den USA an der Spitze, gefolgt von Marken aus Großbritannien und Südkorea. Mit BMW (SUV) und Bayer (Grippemittel) waren zwei deutsche Unternehmen an vorderster Stelle vertreten.

Pilotprojekt: Medizintechnik für Krankenhaus in Yangzhou

Die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung hat in den aktuellen Wirtschaftsplänen der Volksrepublik China eine hohe Priorität. Gerade bei der Ausstattung von Krankenhäusern bieten sich für deutsche Anbieter von moderner Medizin- und Diagnosetechnik gute Geschäftsmöglichkeiten. Bestes Beispiel ist das Volkskrankenhaus Nummer eins in Yangzhou.

Deutsche Architekten erfolgreich in der Marktnische

Das Architekturbüro Albert Speer & Partner ist seit 1998 in China aktiv und beteiligt sich dort immer wieder mit großem Erfolg an städtebaulichen Wettbewerben. Im Oktober und im Dezember 2011 gewannen die Architekten erneut zwei Wettbewerbe: Für die Stadt Nanchang gestalteten sie ein Areal für einen Mix aus Gewerbe, Kultur und Wohnen, in Hanzhong soll nun ein neuer Stadtteil nach den Entwürfen der Frankfurter entstehen. Das Architekturbüro folgt bei der Arbeit seinem eigenen Credo – und bleibt dabei auch in luftiger Höhe immer nah an den Gegebenheiten.

China spürt wirtschaftliche Abkühlung

PEKING. Nachdem die chinesische Volkswirtschaft im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent gewachsen ist, hat Premierminister Wen Jiabao heute vor den Delegierten der 5. Tagung des 11. Nationalen Volkskongresses für das laufende Jahr ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Chinas Wirtschaft befinde sich in schwierigem Fahrwasser, da die globale Wirtschaft sich nach wie vor nicht erholt hat, sagte Wen. Er betonte die Notwendigkeit, die Strukturreform der chinesischen Wirtschaft weiter zu vertiefen, die Abhängigkeit des Wachstums vom Export zu reduzieren und die Binnennachfrage zu einem Motor der Wirtschaft zu machen. Dafür sei es notwendig, neue Möglichkeiten der Beschäftigung zu schaffen, die Ausbildung zu verbessern, die sozialen Sicherheitssysteme zu vervollkommnen, vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen zu sichern und die Inflation auf vier Prozent zu begrenzen. Wen erklärte, bei der Strukturreform gehe es vor allem um mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Qualität des Wachstums. Er hob die Bedeutung neuer Industrien hervor und strich dabei in erster Linie den Ausbau der Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien sowie die Entwicklung von umweltfreundlichen Autos heraus. Eine Konzentration auf die Stärkung der Binnennachfrage bedeute dabei nicht eine Vernachlässigung der Außenmärkte. Insbesondere für Unternehmen aus arbeitsintensiven Branchen müssten neue Märkte außerhalb der entwickelten Industrieländer erschlossen werden.

Neues ZF-Werk für Autoachsen in China

FRIEDRICHSHAFEN/PEKING. Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG baut in Peking ein neues Werk für Pkw-Achsen. Wie das Unternehmen mitteilte, fand Ende Februar der Spatenstich für die 15 Millionen Euro teure Produktionsstätte statt, die nach Fertigstellung 32.000 Quadratmeter umfassen wird. Der Betriebsstart ist bereits zum Jahreswechsel geplant. Nach dem Hochlaufen der Produktion sollen etwa 350 Mitarbeiter mehrere tausend Achssätze pro Jahr für den Kunden Beijing Benz Automotive Co. montieren. Zusätzlich zu den aktuellen Modellreihen wird das neue Werk auch Umfänge für zukünftige Modelle wie die nächste Generation der Mercedes-Benz C-Klasse liefern. ZF ist in China seit über drei Jahrzehnten aktiv. 1980 wurde der erste Vertriebs- und Servicevertrag unterzeichnet, 1987 folgte die erste Niederlassung in Peking, seit 1994 hat ZF eigene Produktionsstätten in China. Mit dem nun in Peking entstehenden Werk erhöht sich die Zahl der ZF-Produktionsstandorte in China nach Unternehmensangaben auf 22.

Ingenics AG plant Werksvergrößerung für BMW

ULM/SHENYANG. Die BMW Group hat für die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten am Standort Shenyang/Da Dong in der nordost-chinesischen Provinz Liaoning das deutsche Beratungsunternehmen Ingenics AG engagiert. Vorgesehen sei die Verdoppelung der Kapazitäten der existierenden Fabrik, erklärte Ingenics-Vorstand Oliver Herkommer Ende Februar. Entsprechend groß sei das Volumen des neuen Auftrags. Ingenics ist als Generalplaner sowohl für die Montage als auch für das Logistiksystem verantwortlich. Die Umsetzung soll in gut zwei Jahren abgeschlossen sein. China ist inzwischen der drittgrößte Absatzmarkt des Münchner Autobauers. Seit 2003 stellt die BMW AG in Shenyang mit ihrem Joint-Venture-Partner Brilliance Fahrzeuge der 3er und 5er Reihe her. Im Mai vorigen Jahres hatte der DAX-Konzern eine Kapazitätserhöhung des Werkes in Da Dong auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr angekündigt. Im benachbarten Tiexi soll zudem ein neuer Standort für die Produktion von jährlich 200.000 Fahrzeugen des Typs BMW X1 entstehen.