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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

China und Österreich besiegeln sieben Abkommen

WIEN. China und Österreich wollen enger zusammenarbeiten. Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao und Bundespräsident Heinz Fischer unterzeichneten Ende Oktober in Wien sieben chinesisch-österreichische Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Umweltschutz, Bildung und Kultur. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit spielt in den Kontakten zwischen den Spitzenrepräsentanten eine Hauptrolle. Der chinesische Staats- und Parteichef wurde von einer 150 Personen umfassenden Wirtschaftsdelegation begleitet. Im vergangenen Jahr stieg China zu Österreichs wichtigstem Handelspartner außerhalb der Europäischen Union auf. Der bilaterale Handelsumsatz wuchs laut offiziellen chinesischen Angaben um 26 Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar. Präsident Hu Jintao ist nach seinem Amtsvorgänger Jiang Zemin, der 1999 in Wien zu Gast war, der zweite chinesische Staatschef, der Österreich besucht.

Greiner baut Vertriebsstruktur in China aus

KREMSMÜNSTER. Der Labortechnikhersteller Greiner Bio-One International AG übernimmt die Mehrheitsanteile seines chinesischen Handelspartners in Peking. Das österreichische Unternehmen will von der dynamischen Entwicklung auf dem chinesischen Medizintechnikmarkt profitieren, der jährlich um etwa 20 Prozent wachse, heißt es in einer Pressemitteilung Ende Oktober. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Greiner Bio-One Suns Co Ltd. und ist ein Joint Venture zwischen Greiner Bio-One und dem langjährigen Partner Beijing SunsReal, an dem die Österreicher nun 51 Prozent der Anteile halten. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht vor allem der Verkauf der Produktlinie Vacuette, ein Vakuum-Blutentnahmesysteme aus bruchsicherem Kunststoff. Gemeinsam will man in den kommenden Jahren in den Ausbau der Vertriebsorganisation und in die Erweiterung des Produktportfolios investieren. Beijing SunsReal erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro und hält einen Marktanteil von über zehn Prozent. In den vergangenen fünf Jahren konnte das Unternehmen den lokalen Absatz von Blutentnahmeröhrchen auf rund 65 Millionen Stück mehr als verdoppeln.

Continental baut zweites Werk in Changchun

CHANGCHUN. Der Automobilzulieferer Continental legte Mitte Oktober den Grundstein für sei zweites Werk zur Herstellung von Kfz-Elektronikkomponenten in Changchun in der chinesischen Provinz Jinlin. Rund 35 Millionen Euro will Continental in den Bau zu investieren. Im September 2012 soll das Werk die Produktion in vollem Umfang aufnehmen. Ab dann werden Komponenten für die Divisionen Chassis & Safety und Interior im neuen Werk statt in der bestehenden Produktionsstätte für Kfz-Elektronik entstehen. Der Standort in Changchun ist seit 16 Jahren in Betrieb. Mit einer Belegschaft von etwa 2.500 Mitarbeitern werden derzeit Produkte für 136 Kunden an 58 Standorten in ganz China und für den Export an 73 Kunden in 19 Ländern gefertigt. Neben der Produktion betreibt Continental in Changchun auch eine Abteilung für Forschung und Entwicklung.

Milliardengeschäfte zwischen Russland und China

PEKING/MOSKAU. Russland und China wollen stärker kooperieren. Anlässlich eines Besuchs des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Peking erneuerten die Staaten ihre Partnerschaft. Eine 160-köpfige Wirtschaftsdelegation begleitete den Regierungschef. Es seien Geschäfte im Wert von sieben Milliarden US-Dollar abgeschlossen worden, hieß es von beiden Seiten. Chinesische Medien sprechen von 16 Handels- und Investitionsvereinbarungen, wobei keines der Länder eine konkrete Auflistung der Verträge lieferte. Bekannt wurde nur, es gehe unter anderem um Projekte in der Agrarwirtschaft, beim Berg- und Maschinenbau, der Flugzeugproduktion, der Nano- und Biotechnologie, der Informatik und der Medizin. In den beiden wichtigsten Feldern der Zusammenarbeit, bei den Öl- und Gaslieferungen von Russland nach China, dauern die Verhandlungen an.

Chinesische Ausbildung nach deutschem Standard

BONN/ESCHBORN. Deutsche Unternehmen engagieren sich bei der Berufsausbildung in China. Im Schuljahr 2011/2012 startete jetzt der erste Jahrgang die Ausbildung zum chinesischen Kfz-Mechatroniker nach deutschem Standard. Für die 150 Schüler an fünf Schulen hat je ein deutscher Automobilhersteller die Patenschaft übernommen. Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen sind dafür mit dem Bildungsministerium der Volksrepublik China eine Kooperation eingegangen. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung koordiniert die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Projektaktivitäten. Ziel ist es, eine einheitliche theoretische und praktische Ausbildung für Kfz-Mechatroniker zu entwickeln. Die dreijährige Lehre findet in kleinen Klassen statt und ist stark auf die Praxis ausgerichtet. Die Schüler arbeiten von Anfang an mit simulierten Kundenaufträgen – von der Wartung bis zur komplexen Diagnose. Das dritte Jahr verbringen sie überwiegend in einem Fachbetrieb. Die deutschen Hersteller bringen ihr Fachwissen ein und investieren in die Fortbildung von Lehrern. Bis 2013 sollen 25 Schulen in das Gemeinschaftsvorhaben integriert und ein landesweiter Standard etabliert sein.

Semikron-Webshop geht online in China

NÜRNBERG. Zhuhai SindoPower Electronics Company Ltd., eine Beteiligungsgesellschaft der deutschen Semikron-Gruppe, hat im September einen Internet-Shop in China online gestellt. Unter www.sindopower.cn können Kunden nun elektronische Bauteile aus dem Semikron-Angebot bestellen. Dazu gehören Dioden-Thyristor-Module, Brückengleichrichter, CIB-Module sowie diskrete Dioden und Thyristoren. Die Bestellplattform ist für Abnehmer aus dem B2B-Bereich gedacht, die sich mittels Chat, E-Mail und Telefon auch technisch beraten lassen können. Dazu bietet SindoPower den Versand per Express, Bestellannahme per Fax, elektronischen Rechnungsversand, Online-Versandverfolgung und die Anbindung an eine Internetschnittstelle im System des Kunden. Das Familienunternehmen Semikron mit Hauptsitz in Nürnberg gründete die Zhuhai SindoPower Electronics Company 2011, um ihre Elektrobauteile über eine eCommerce-Plattform in China zu vertreiben. SindoPower sitzt in Zhuhai und gehört zu einem Netzwerk aus 35 Gesellschaften, das weltweit 3.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Rieck Henco baut China-Netz aus

BERLIN/DALIAN. Die Rieck Henco International Transportation mit Hauptsitz in Berlin hat zum 1. Juli 2011 in Shenyang und Jinan zwei neue Standorte eröffnet. Wie...

Zusammenarbeit bei Elektromobilität gestartet

BERLIN. Eine neue deutsch-chinesische Arbeitsgruppe zum Thema Elektromobilität hat Ende September ihre Arbeit aufgenommen. Auf der Internationalen Automobilausstellung kamen dazu über 50 Vertreter der jeweiligen Regierungen, Normungsorganisationen, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, berichtet das Deutsche Institut für Normung (DIN) in Berlin. Die Arbeitsgruppe wurde unter dem Dach der Deutsch-Chinesischen Normungskommission eingerichtet und verständigte sich in Frankfurt zunächst über konkrete Zielstellungen und Vorgehensweise. Grundsätzlich soll die Arbeit auf Expertenebene erfolgen. Dazu werden deutsche und chinesische Experten in vier Teams zusammengesetzt, die sich mehrmals jährlich treffen. Die Kleingruppen bearbeiten die Themen Ladesysteme, die Kommunikation zwischen Ladestation und Elektroauto, Ladestation und Elektroauto betreffende Sicherheitsaspekte sowie den Datenaustausch zwischen Ladestation und den so genannten „Smart Grid“.

Weg frei für Daimler-Joint-Venture mit Foton

STUTTGART/PEKING. Das chinesische Handelsministerium hat dem deutschen Lkw-Hersteller Daimler Trucks und seinem chinesischen Partner Foton Motor die letzte Genehmigung erteilt, ein gemeinsames Unternehmen aufzubauen. An der Beijing Foton Daimler Automotive Co. halten beide Seiten 50 Prozent, teilten die Stuttgarter Ende September mit. Durch das Joint Venture will Daimler seine Position im chinesischen Markt bei schweren und mittelschweren Lkw, Transportern, Pkw und Finanzdienstleistungen stärken. Daimler werde sein technologisches Know-how in das Joint Venture einbringen, insbesondere in den Bereichen Dieselmotoren und Abgassystemen. Beide Partner wollen Auman, die Lkw-Marke von Foton, als Plattform zur Ausweitung des Geschäfts in China nutzen und weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in anderen Ländern prüfen. Foton ist seit seinem Einstieg ins Lkw-Geschäft 1998 schnell gewachsen und verfügt heute über zwei Werke in China. 2010 setzte das Unternehmen knapp 105.000 mittelschwere und schwere Lkw ab. Laut Daimler lag das Marktvolumen in China 2010 bei 1,2 Millionen Lkw über sechs Tonnen. Das Joint Venture soll insgesamt eine Kapazität von 160.000 Lkw pro Jahr haben.

Neue Sozialversicherungsregeln für Ausländer

Ab 15. Oktober 2011 gelten die Regeln zur Teilnahme von Ausländern an der chinesischen Sozialversicherung, wonach in China mit einer Arbeits-/Daueraufenthaltserlaubnis tätige Ausländer dort sozialversicherungspflichtig sind. Ausländische Sozialversicherungsmitgliedschaften beeinflussen die chinesische Versicherungspflicht nicht (Ausnahme sind bilaterale Sozialversicherungsabkommen, die derzeit mit Deutschland und Südkorea für bestimmte Arbeitnehmer oder Versicherungszweige bestehen).