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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Abkühlung bei deutschen Exporten

BERLIN. Die Dynamik der deutschen Exporte geht zurück. Der Anfang September erschienene BDI-Außenwirtschafts-Report berichtet, dass die Ausfuhren im ersten Halbjahr zwar mit 4,8 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert lagen. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass sich die Entwicklung allmählich abkühlt. Nach 2,6 Prozent Wachstum im ersten Quartal – im Vergleich zum letzten Quartal 2011 – sind die Exporte im zweiten Quartal leicht um 0,5 Prozent zurückgegangen. Die nachlassende Weltkonjunktur werde auch an der deutschen Exportwirtschaft nicht spurlos vorübergehen, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Industrie.

Huawei Technologies stellt Auszubildende in Deutschland ein

BERLIN. Der chinesische Telekommunikationstechnikkonzern Huawei bildet nun auch in Deutschland aus. Noch im laufenden Jahr werden sieben Auszubildende ihre Lehre im Bereich IT-Systemelektronik bei der Huawei Technologies Service GmbH mit Sitz in Eschborn beginnen. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es Anfang September, Huawei wolle der Entwicklung des Fachkräftemangels entgegenwirken. Die gesamte Branche spüre bereits diese Konsequenz des demografischen Wandel. Dabei sei gut ausgebildetes Personal erfolgsentscheidend und essentiell für das weitere Wachstum eines Unternehmens. Insgesamt beschäftigt Huawei Technologies in Deutschland inzwischen über 1.600 Mitarbeiter an 20 Standorten. Die Chinesen stehen unter anderem im Dienste des Telekomunternehmens Telefonica, der das O2-Mobilfunknetz in Süddeutschland komplett mit Huawei-Technik betreibt.

Milliardenverträge zum deutsch-chinesischen Regierungstreffen

PEKING. Am Ende Stand der Vertrag. Anlässlich der zweiten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen in Peking einigten sich der europäische Airbus-Konzern und die Industrial and Commercial Bank of China heute auf die Lieferung von 50 A-320-Flugzeugen im Wert von 3,5-Milliarden-US-Dollar. China hatte die Bestellung zuvor aus Verärgerung über die von der EU erhobene Emissionsabgabe für Flugzeuge zurückgehalten. Insgesamt wurden im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Wen Jiabao 18 Verträge unterzeichnet.

Deutschen optimistisch bei Energiewende in China

Mehr Nachhaltigkeit des Wirtschaftens und höhere Energieeffizienz stehen im laufenden Fünfjahresprogramm ganz oben auf der Tagesordnung. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist unter anderem eine Veränderung des Energiemixes, denn mehr als 80 Prozent des chinesischen Stroms werden auf Kohlebasis erzeugt. Dass die chinesische Wirtschaft in den vergangenen Monaten ein wenig an Fahrt verloren hat, die Zuwachsraten auf etwa acht Prozent zurückgegangen sind, ist aus Sicht des Umbaus der Energieversorgung positiv. Diese Ansicht vertritt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Stephan Kohler. Er stellt fest, dass in China die deutsche Energiewende sehr genau verfolgt werde, und ist der Auffassung, dass dieses Modell in modifizierter Form auch auf China übertragbar ist.

Manager im Gespräch: Öfter mal um die Ecke denken

Wolfgang Luan hat einen Traum: In Düsseldorf möchte er ein chinesisches Handelszentrum bauen, so etwas wie die German Centres in Peking oder Shanghai. Das Zentrum soll nicht nur chinesische Firmenvertretungen beherbergen. Es soll nach Luans Vorstellung ein...

Standort Chongqing: Hohes Tempo, strenge Normen

Knapp 30 Millionen registrierte Bewohner zählt das am Zusammenfluss von Jangtse und Jialing gelegene Chongqing. Vor 15 Jahren ist die 82.000 Quadratkilometer große Verwaltungseinheit aus der Provinz Sichuan ausgegliedert worden. Seitdem hat Chongqing eine bemerkenswerte...

Westerwelle zu Besuch in Astana

BERLIN. Außenminister Guido Westerwelle wird heute Abend zu einem offiziellen Besuch nach Kasachstan aufbrechen. In Astana wird er am Mittwoch sowohl Präsident Nursultan Nasarbajew als auch Außenminister Jerschan Kasychanow treffen. Auch ein Rundtischgespräch mit Industrieminister Asset Issekeschew und deutschen Wirtschaftsvertretern ist geplant. Nach Angaben eines Sprechers des kasachischen Außenministeriums steht dabei die Umsetzung der im Februar getroffenen bilateralen Vereinbarungen auf der Tagesordnung. Neben rund 50 Vereinbarungen auf Firmenebene wurde beim Staatsbesuch des kasachischen Präsidenten Nasarbajew in Berlin Anfang 2012 das Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet. Bei seinem Kasachstan-Besuch wird der deutsche Außenminister außerdem die Keynote-Rede auf der Konferenz „Welt ohne Atomwaffen“ halten. Das Auswärtige Amt teilte mit, Westerwelles Rede sei eine Gelegenheit, das kasachische Engagement für nukleare Abrüstung zu würdigen. Am Donnerstag reist Westerwelle weiter nach Peking, um an den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen teilzunehmen.

Franzosen liefern Ausflugsbahn für chinesischen Freizeitpark

VEYRINS. Der französische Kabinenhersteller Sigma wird im Freizeitpark von Shenzhen an der Küste des chinesischen Perlflussdeltas eine neue Zahnradbahn errichten. Wie Sigma Ende August mitteilte, soll die neue Bahn das 2004 installierte Fahrzeugsystem zwischen den beiden Stationen im Park ersetzen und den Passagieren besseren Komfort, mehr Sicherheit und günstigere Aussicht bieten. Der Bau sei eine richtige Herausforderung, denn das gesamte Projekt soll in sechs Monaten realisiert werden – von den Vorstudien über die Montage, die im Sigma-Werk in Frankreich durchgeführt wird, bis hin zur Installation. Die zweiwagige Zahnradbahn wird über voll verglaste Panoramakabinen und angepasste Beleuchtung verfügen und den Passagieren mittels eines Musik- und Lautsprechersystem auch mit Informationen versorgen. Der Gesamtwert des Auftrags wurde nicht bekannt.

Philips baut neues Werk in Chengdu

CHENGDU. Der niederländische Elektronikkonzern Philips setzte Mitte August den ersten Spatenstich für ein neues LED-Leuchten-Werk in der Chengdu High-Tech Zone in der chinesischen Provinz Sichuan. Die Produktion soll voraussichtlich schon im kommenden Jahr beginnen. Über die Investitionssumme teilte das Unternehmen nichts mit. In Chengdu befindet sich der zweite Hauptsitz von Philips in China. Die neue Produktionsstätte soll neben der Herstellung auch Lagerhaltung und Logistik umfassen. Philips will hier mit maßgeschneiderten Produkten auf Kundenwünsche eingehen und die Reaktionsfähigkeit gegenüber seinen Abnehmern erhöhen.

Chinesen ordern Stranggießanlagen bei SMS

DÜSSELDORF. Die chinesische Tongling Nonferrous Metals Group aus Tongling in der Provinz Anhui hat den deutschen Maschinebauer SMS Meer mit der Lieferung von zwei horizontalen Stranggießanlagen der Marke Technica beauftragt. Die Anlagen produzieren kaltwalzfähige Kupferlegierungsbänder, die für Anwendungen in der Elektroindustrie eingesetzt werden, beispielsweise bei der Herstellung von Platinen. Die Anlagen sind im Einsatz sehr flexibel und eignen sich daher besonders für kleinere bis mittlere Produktionskapazitäten. Die Gießrate beträgt bis zu 1.000 Kilogramm pro Stunde. Tongling Nonferrous plant mit den neuen Maschinen die Produktion von speziellen Kupferlegierungen. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2013 geplant. Den Kaufpreis teilte die SMS Gruppe nicht mit.