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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

China will EU unter die Arme greifen

PEKING. China will den Europäern bei der Beilegung der Schuldenkrise helfen. Auf dem EU-China-Gipfel am Dienstag in Peking sicherte Staatschef Wen Jiabo dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Barrroso die Unterstützung seines Landes zu, ohne jedoch konkrete Schritte zu nennen. Beide Seiten einigten sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft und veröffentlichten ein 31 Punkte umfassendes Kommunique. Am Mittwoch kündigte der Chef der Nationalbank, Zhou Xiaochua, an, China werde sich über den Internationalen Währungsfonds und den Euro-Rettungsschirm EFSF in Europa engagieren. Außerdem soll die Europäische Zentralbank bei ihren Bemühungen zur Eindämmung der Schuldenkrise unterstützt werden. Die weitere Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem einen neuen kulturellen Dialogmechanismus, die Errichtung bilateraler Städtepartnerschaften und die Veranstaltung des ersten chinesisch-europäischen Bürgermeisterforums.

Kasachstan belastet Hermes-Ergebnis

HAMBURG. Die Bundesregierung hat im zurückliegenden Jahr deutsche Exportgeschäfte in Höhe von 29,8 Milliarden Euro mit sogenannten Hermesdeckungen abgesichert. Das Deckungsvolumen der Exportkreditgarantien lag nur knapp unter dem Spitzenwert aus dem Vorjahr und erreichte damit den zweithöchsten Wert in der 62-jährigen Geschichte der Hermesdeckungen, heißt es in einer Mitteilung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG Mitte Februar. Die Einnahmen aus Entgelten und Gebühren lagen mit 779 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau, während die Rückflüsse aus geleisteten Entschädigungen und Umschuldungen um 17 Prozent auf 219 Millionen Euro angestiegen sind. Nach Zahlungsausfällen auf Seiten der ausländischen Besteller wurden Entschädigungen in Höhe von 408,5 Millionen Euro ausgezahlt. Der Betrag ist fast um die Hälfte höher als im Vorjahr. Ursache sind zum größten Teil die Zahlungen für Entschädigungen im kasachischen Bankensektor. Die Türkei führt mit 4,83 Milliarden die Liste der wichtigsten Länder für Hermesdeckungen an – gefolgt von Russland mit 2,57 Milliarden und China mit 2,27 Milliarden. 75,1 Prozent aller Neudeckungen entfallen auf Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer.

Weidmüller vergrößert sich in China

DETMOLD. Die Weidmüller Gruppe hat eine neue Repräsentanz in China gegründet. Nach der Vertriebstochter in Shanghai ist die neue Weidmuller Limited in Hong Kong das zweite Büro des deutschen Verbindungstechnikherstellers in China. Von Südchina aus wollen die Detmolder vor allem den Markt in Taiwan erschließen und bedienen. Die Standortwahl rechtfertigen aber auch die umsatzstarken im Pearl River Delta liegenden Unternehmen und Hongkongs autonome Handelspolitik, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens Anfang Februar. Weidmüller engagiert sich seit 1994 in China – zunächst im Rahmen eines Joint Ventures, wenig später mit einer eigenen Produktionsstätte in Suzhou, nahe Shanghai. Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete Weidmüller die Academy Asia in Shanghai. Dort werden Auszubildende angelernt, Mitarbeiter geschult und in Kooperation mit Hochschulen und anderen Instituten Technologien erforscht.

Deutsche und Chinesen wollen Städteentwicklung gemeinsam angehen

KANTON. Urbane Entwicklung für Mensch und Umwelt verträglich zu gestalten ist die Herausforderung der Zukunft. Deutschland und China haben in diesem Bereich großes Potenzial für künftige Kooperationen, so der Tenor auf dem Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum 2012, das heute in Anwesenheit der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Kanton stattfand. Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, hob in seiner Ansprache hervor, dass Deutschland und China starke Industrie- und Exportnationen sowie wichtige Wirtschaftspartner sind. Die Stärke der Partnerschaft zeige sich auch darin, dass beide Länder globale Herausforderungen, wie die Entwicklung von Megastädten gemeinsam anpacken. Dabei gehe es darum, mit nachhaltigen, ressourceneffizienten und klimaschonenden Technologien die künftige urbane Entwicklung zu sichern. Immerhin lebten schon heute mehr als 50 Prozent der chinesischen Bevölkerung in Städten. Urbanisierung sei ein globaler Trend, Lösungen für die Stadtentwicklung müssten gemeinsam gefunden und in die Tat umgesetzt werden.

Merkel zum Schulterschluss in Peking

PEKING. Deutschland und China wollen enger zusammenarbeiten. Anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking sehen beide Länder eine neue Qualität in ihren politischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Ministerpräsident Wen Jiabao hob auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Peking die Bedeutung Deutschlands für sein Land auch im übergeordneten Zusammenhang hervor: „Sind die Beziehungen mit Deutschland gut, sind auch die Beziehungen mit Europa gut.“ Erst vor zwei Jahren waren Peking und Berlin eine sogenannte strategische Partnerschaft eingegangen. Im vergangenen Jahr fanden erstmals deutsch-chinesische Regierungskonsultationen statt. Wen sprach sich nun dafür aus, dass die ursprünglich für 2013 geplante nächste gemeinsame Kabinettsitzung bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres erfolgen soll. Er hoffe, so Wen, dass die deutsche Bundeskanzlerin dann ihren sechsten China-Besuch antrete. Er selbst nahm die Einladung zur Hannover-Messe im April an.

Blauer Himmel über Taiwan

Zehn Tage vor dem Beginn des Drachen-Jahres haben die Taiwaner ihre Entscheidung für die kommenden vier Jahre getroffen und Ma Ying-chiu als Präsidenten wiedergewählt. Die Reaktionen bei Taiwanern und deutschen Unternehmensvertretern in Taiwan sind eindeutig: Für die wirtschaftliche Zukunft der Insel ist dies...

Lufthansa mit zwei neuen Zielen in China

FRANKFURT. Die Lufthansa erweitert ihr Streckennetz in China und bietet ab März dieses Jahres zwei weitere wirtschaftlich interessante Ziele an – Shenyang und Qingdao. Geflogen wird dreimal pro Woche, immer montags, mittwochs und freitags. Shenyang, der wichtigste Wirtschaftsstandort in der Provinz Liaoning, zählt zu den großen Industriezentren Chinas. Vor allem Unternehmen des Automobil- und Flugzeugbaus, aber auch der Chemieindustrie und des IT-Sektors, prägen die wirtschaftliche Struktur der Region. Qingdao, in der Provinz Shandong gelegen, ist die drittgrößte Hafenstadt Chinas. Neben großen Fischereibetrieben sind dort vor allem Unternehmen der Textilindustrie, Haushaltselektronik sowie große Reifenhersteller ansässig. Insgesamt bietet die Lufthansa nun sechs Ziele in China an, dazu gehören neben Shenyang und Qingdao noch Hongkong, Nanjing, Peking und Schanghaix.

RBI finanziert Exportgeschäft von Andritz

WIEN. Die Raiffeisen Bank International (RBI) finanziert erstmals unter Deckung der Österreichischen Kontrollbank AG (OeKB) das Bauprojekt eines chinesischen Unternehmens. Der Papierkonzern Ganzhou Hwagain Paper investiert rund 92 Millionen Euro für...

Deutsche Industrie gründet Allianz zur Rohstoffsicherung

BERLIN. Die Rohstoffbeschaffung ist für deutsche Unternehmen in den zurückliegenden Jahren sehr viel komplexer und schwieriger geworden. Die Industrie befürchtet Engpässe und geht nun in die Offensive. Zwölf deutsche Konzerne haben mit dem Aufbau der „Allianz zur Rohstoffsicherung“ begonnnen und finanzieren deren Gründungsphase: Aurubis, BASF, Bayer, BMW, Chemetall, Daimler, Evonik Industries, Georgsmarienhütte Holding, Bosch, Stahl-Holding-Saar, ThyssenKrupp und Wacker Chemie. „Wir arbeiten gemeinsam an dem Aufbau eines schlagkräftigen Unternehmens, das die Rohstoffsicherheit Deutschlands nachhaltig verbessern soll“, sagte Ulrich Grillo, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ende Januar in Berlin am Rande eines ersten Treffens der Unterstützerunternehmen. „Die Allianz hat den Aufbau von Beteiligungen an Rohstoffprojekten zum Ziel, um so die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen langfristig zu verbessern. Sie steht weiteren Unternehmen offen“, so Grillo.

WTO zwingt China zum Rohstoffexport

PEKING. China muss die Ausfuhrbeschränkungen für begehrte Rohstoffe wie Zink, Bauxit oder Magnesium aufheben. Das Land hatte bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegen ein im Juni 2011 verhängtes Exportbeschränkungsverbot für insgesamt neun Rohstoffe geklagt. Am Montag wies die WTO diesen Einspruch zurück, und bestätigte ihren Beschluss. In einer Erklärung des chinesischen Handelsministeriums hieß es, China bedauere diese Entscheidung, werde sie aber akzeptieren. Für die Unternehmen der Europäischen Union erleichtert sich damit der Zugang zu dringend benötigten Rohstoffen. Die sogenannten Seltenen Erden sind allerdings nicht einbegriffen. EU-Handelskommissar Karel De Gucht forderte, dass das Urteil auch für diese Rohstoffklasse gelten müsste.