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Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Linde rüstet Chemiekonzern Yantai Wanhua aus

MÜNCHEN. Der Münchner Technologiekonzern Linde wird zwei große Luftzerlegungs-Anlagen zur Versorgung des chinesischen Chemieunternehmens Yantai Wanhua in Shandong errichten und betreiben. Ein entsprechender Vertrag,...

Top-Business-Standorte: Hongkong führend

LONDON. Die weltweit größten Unternehmen entscheiden sich zunehmend für eine Niederlassung in Asien. Hongkong ist dabei die Stadt, in der die meisten Unternehmen über eine Dependance verfügen, wie eine aktuelle Untersuchung des Immobilien-Beratungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) zeigt. Die Studie „Business Footprints“ analysiert die Präsenz der 280 größten Unternehmen in 232 Städten weltweit. Auf Hongkong, wo 68,2 Prozent der untersuchten Unternehmen über ein Büro verfügen, folgen Singapur mit 67,5 Prozent und Tokio mit einem Anteil von 63,9 Prozent. London folgt mit Platz vier als erste europäische Stadt und einem Wert von 63,2 Prozent. Die Top 5 werden von Shanghai komplettiert.

Autozulieferer expandieren auf europäischem Markt

MÜNCHEN. Die chinesische Automobilzulieferindustrie steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit indem sie sich immer mehr auf dem europäischen Markt ausbreitet. Zu diesem Ergebnis kommt die Mitte Juli veröffentlichte Studie „Chinese Appetite – Emerging market players are buying into the European auto supplier industry“ der Unternehmensberatung Roland Berger. Der Markt komme nach der Krise vor allem durch chinesische Investoren wieder in Bewegung, die westliche Zulieferer übernehmen, schreiben die Analysten. Grund dafür sei nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik. Im Rahmen des aktuellen Fünfjahresplans zielen chinesische Firmen darauf, ihre technologische Position durch Investitionen im Ausland zu verbessern und zu global agierenden Marktführern in ihren Segmenten zu werden. So strebt die Automotive-Branche ein Jahreswachstum von mindestens zehn Prozent an. Bis 2012 soll die Automobilproduktion in China um 22 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2007 zunehmen. Die europäischen Autohersteller würden dem nur wenig entgegensetzen, weil sie eine weitere Qualifizierung der chinesischen Zuliefererbasis durchaus wünschen. Gleichzeitig hoffen die Europäer auf eine Kombination chinesischer Low Cost-Ansätzen mit westlicher Technologie.

Nestlé will Mehrheit an chinesischem Süßwarenhersteller

VEVEY. Nestlé strebt die Mehrheit an dem chinesischem Süßwarenhersteller Hsu Fu Chin an. Mit der Firmengründerfamilie Hsu, die derzeit 56,5 Prozent hält, einigte sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Mitte Juli auf die Übernahme von 16,5 Prozent, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Zuvor will Nestlé von anderen Aktionärsgruppen, darunter die Beteiligungsgesellschaft Baring Private Equity, 43,5 Prozent kaufen. Zusagen darüber lägen zum Teil schon vor. Wenn die Schweizer ihr Aktienpaket auf 60 Prozent aufgestockt haben, soll Hsu Fu Chin dann das Börsenparkett in Singapur verlassen. Insgesamt rechnet Nestlé mit Übernahmekosten von 1,7 Milliarden US-Dollar. 16.000 Angestellte arbeiten für Hsu Fu Chi in der südchinesischen Provinz Guangdong. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mit Süß- und Salzgebäck, Kuchen und traditionellen chinesischen Snacks einen Umsatz von knapp 800 Millionen US-Dollar. Nestlé, das bereits über 23 Produktionsstätten in China verfügt, sieht in Hsu Fu Chin eine Ergänzung zum eigenen Portfolio, das vorwiegend aus Wasser, Kaffee- und Milchprodukten besteht.

Knorr-Bremse rüstet Metro in Peking aus

MÜNCHEN. Die Knorr-Bremse AG, ein Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat den Zuschlag für die Ausstattung einer weiteren Metrolinie in Peking erhalten. Es handelt sich dabei um den größten Einzelauftrag im Metrosegment für Knorr-Bremse in Asien. Das Unternehmen wird 64 achtteilige Metro-Zugeinheiten des chinesischen Herstellers CNR Changchun Railway Vehicles Co. Ltd. (CRC), die auf der neuen U-Bahn-Linie 6 in Peking zum Einsatz kommen, mit Bremssystemen ausrüsten. Der Auftrag umfasst die Lieferung von Bremssteuerungen, Druckluftkompressoren sowie Bremssätteln für 512 Wagen der neuen Triebzüge mit einem Auftragsvolumen von rund 25 Millionen Euro. Hergestellt werden die Produkte am chinesischen Knorr-Bremse-Produktionsstandort in Suzhou, 120 Kilometer nordwestlich von Shanghai.

Neue transkontinentale Güterlinie eröffnet

CHONGQING. Die neue Schienenfrachtlinie Chongqing-Duisburg hat Ende Juni ihren Betrieb aufgenommen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Ein mit Laptops und LCD-Bildschirmen beladener Güterzug trat in Chongqing die erste Fahrt auf der über 11.000 Kilometer langen transkontinentalen Route an. Sie führt von der Megastadt in Chinas Westen über Kasachstan, Russland, Belarus und Polen nach Duisburg im Ruhrgebiet. Statt der 36 Tage, die Containerschiffe auf der traditionellen Schifffahrtsroute von Shanghai oder Guangzhou benötigen, brauchen Güterzüge nun nur noch 13 Tage nach Europa. Zudem sei der Zug sicherer und weniger kostspielig als der Seetransport, sagte Chongqings Bürgermeister Huang Qifan bei der Streckeneröffnung. Zunächst verkehre der Güterzug allerdings nur einmal im Monat. Später soll die Frequenz auf einmal täglich erhöht werden, so Huang. Chongqing entwickelt sich derzeit zu einer Hightech-Region. Hier produzieren bereits das US-amerikanische IT-Unternehmen Hewlett-Packard, der taiwanesische Zulieferer für elektronische Geräte Foxconn und der ebenfalls aus Taiwan stammende Computerhersteller Acer.

Industriewachstum verlangsamt sich

PEKING/WIEN. Das Wachstum der chinesischen Industrie verlangsamt sich. Der Einkaufsmanagerindex, der Auftragseingang, Produktion, Beschäftigung, erhaltene Lieferungen und Lagerbestand bewertet, ist im Juni den dritten Monat in Folge gesunken, teilte die Handelsvereinigung China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) Anfang Juli in Peking mit. Mit einem Wert von 50,1 liegt der Index jetzt nur noch knapp über der Schwelle, die Expansion von Abschwung trennt, stellt die aktuelle Länderanalyse der RZB Research fest. Damit lasse aber auch der Preisdruck nach, so die RZB-Analysten, was die Erwartung einer "sanften Landung" unterstütze.

Der Einfluss des Wechselkurses auf den Arbeitsmarkt

WASHINGTON. Das neue IWF-Papier „The Real Exchange Rate and Employment in China“ untersucht die Auswirkungen des Wechselkurses auf die chinesischen Arbeitsverhältnisse von 1980 bis 2008. Wie verändern sich Beschäftigungsverhältnisse in Reaktion auf reallokative Schocks? In offenen Volkswirtschaften spielt der Wechselkurs eine sehr bedeutende Rolle bei der Profitabilität von Sektoren, die für den Export oder den heimischen Markt arbeiten, beziehungsweise bei ihrer Arbeit auf Rohstoffe von außen oder innen angewiesen sind. Bei der Analyse, welchen Einfluss die Wechselkursschwankungen der vergangenen 20 Jahre auf den Arbeitsmarkt hatten, kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die Gehälter sich zunächst in allen Sektoren real aufgewertet haben. Besonders deutlich ist dieser Effekt allerdings in Regionen mit einer höheren Export-Orientierung. Das Papier sammelt wichtige Erkenntnisse für die Veränderung des chinesischen Arbeitsmarktes, sollte der RMB in die Zukunft stärker werden.

Wirtschaftsforum erfolgreich beendet

BERLIN. Mit der Unterzeichnung von 20 Verträgen, Kooperationsvereinbarungen und Absichtserklärungen mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro endete die 6. Tagung des Deutsch-Chinesischen Forums für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit für beide Seiten sehr erfolgreich. Mehr als 400 Teilnehmer aus deutschen und chinesischen Unternehmen, Institutionen und Ministerien hatten sich am 28. Juni 2011 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin zum Meinungsaustausch zusammengefunden und in fünf Arbeitsgruppen zu den Themen Energie, Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft, Infrastruktur/Elektromobilität, Elektronik und Informationstechnologie sowie Medizinwirtschaft und Biotechnologie Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit beraten. Allein vier der 20 Verträge mit chinesischen Partnern wurden von der Alba Group unterzeichnet und zwei von der Remondis AG. In einer Absichtserklärung vereinbarten die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die China Renewable Energy Society (CRES) die Gründung eines Chinesisch-Deutschen Zentrums für Erneuerbare Energien. Seit dem 1. Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum im Jahr 1997 wurden rund 200 konkrete Projekte verwirklicht.

Milliardenverträge in Berlin

BERLIN. Deutschland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zu denen Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 seiner Minister nach Berlin gekommen war, wurden zehn bilaterale Abkommen unterzeichnet – unter anderem eine Erklärung, die wechselseitige Investitionen erleichtern soll. Noch im Vorfeld der Konsultationen war Deutschland von chinesischer Seite zum bevorzugten Verbündeten in Europa ernannt worden. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Konsultationen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nur einige der zahlreichen gemeinsamen Projekte benennen, darunter die Gründung einer Plattform für Elektromobilität, Pläne im Bereich Wohnungsbau und Energieeffizienz, Kooperationen im Bereich Normung und Verbraucherschutz und die Einrichtung jeweils drei Modellregionen für die Zusammenarbeit in China und in Deutschland. Die Volksrepublik gab ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesen Kooperationen ab.