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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil in China

KUNSHAN. Im Rahmen seines Chinabesuchs vom 31. Oktober bis zum 5. November nahm Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil an der Eröffnung der „Startup Factory“ in Kunshan teil. Die Stadt Kunshan liegt 40 Kilometer westlich von Shanghai. „Die ‚Startup Factory’ bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen einen leichten Einstieg in den chinesischen Markt. Zulieferer können hier mit geringen Investitionen ihre Produktion aufbauen“, erklärte Zeil. Im Beisein des Wirtschaftsministers eröffneten unter anderen die bayerischen Unternehmen Sturm, Hamberger, MIAS, Berger und SKZ ihre Niederlassungen in Kunshan. Zeil nutzt die Reise auch für politische Gespräche, um die Beziehungen zu der Provinz Guangdong weiter zu vertiefen. Mit einem Anteil von rund 26 Prozent am chinesischen Außenhandelsvolumen und rund 19 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen in China ist Guangdong die wirtschaftlich stärkste Provinz der Volksrepublik. Sie erwirtschaftet mehr als elf Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts.

Russland und China zahlen die meisten Schmiergelder

BERLIN. Russische und chinesische Unternehmen setzen besonders oft Schmiergelder bei Geschäften im Ausland ein. Auf der jährlich erscheinenden Bestechungszahlerliste der Antikorruptionsorganisation Transparency International, die Anfang November wieder veröffentlich wurde, belegt China den vorletzten und Russland den letzten Platz. Die wenigsten Bestechungsgelder bezahlen niederländische und schweizerische Unternehmen im Ausland, Deutschland rangiert hinter Belgien auf Platz vier der Liste. Indien konnte seine Bewertung im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten verbessern und liegt nun zusammen mit der Türkei und Taiwan auf Platz 19, der insgesamt 28 untersuchten Länder. Zu den Bereichen, in denen laut der Befragung unter 3.000 Geschäftsleuten am meisten bestochen wird, gehören Bauarbeiten und öffentliche Aufträge. Weniger Schmiergeld fließt in der Landwirtschaft.

Erster Sprinter aus Fuzhou rollt vom Band

PEKING/FUZHOU. Bei Fujian Daimler Automotive (FJDA) hat Ende Oktober die Produktion des Mercedes-Benz Sprinters begonnen. Es ist nach dem Mercedes-Benz Viano und dem Vito das dritte Mehrzweckfahrzeug, das das deutsch-chinesische Joint Venture in Fuzhou baut. Ingesamt kommen drei verschiedene Sprinter-Modelle mit unterschiedlichen Aufbaulängen und Sitzanordnungen für 14, 17 und 20 Personen auf den chinesischen Markt. FJDA wurde im Oktober 2007 in Fuzhou gegründet und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Daimler AG, der Fujian Motor Industry Group Company und der in Taiwan ansässigen China Motors Corp. Das in 18 Monaten neu gebaute FJDA-Werk nahm seinen Betrieb im April 2010 auf. Es befindet sich in der Qingkou Investment Zone in der Provinz Minhou, Fujian, auf insgesamt rund 330.000 Quadratmetern und hat eine Kapazität von 40.000 Fahrzeugen pro Jahr.

China und Österreich besiegeln sieben Abkommen

WIEN. China und Österreich wollen enger zusammenarbeiten. Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao und Bundespräsident Heinz Fischer unterzeichneten Ende Oktober in Wien sieben chinesisch-österreichische Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Umweltschutz, Bildung und Kultur. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit spielt in den Kontakten zwischen den Spitzenrepräsentanten eine Hauptrolle. Der chinesische Staats- und Parteichef wurde von einer 150 Personen umfassenden Wirtschaftsdelegation begleitet. Im vergangenen Jahr stieg China zu Österreichs wichtigstem Handelspartner außerhalb der Europäischen Union auf. Der bilaterale Handelsumsatz wuchs laut offiziellen chinesischen Angaben um 26 Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar. Präsident Hu Jintao ist nach seinem Amtsvorgänger Jiang Zemin, der 1999 in Wien zu Gast war, der zweite chinesische Staatschef, der Österreich besucht.

Greiner baut Vertriebsstruktur in China aus

KREMSMÜNSTER. Der Labortechnikhersteller Greiner Bio-One International AG übernimmt die Mehrheitsanteile seines chinesischen Handelspartners in Peking. Das österreichische Unternehmen will von der dynamischen Entwicklung auf dem chinesischen Medizintechnikmarkt profitieren, der jährlich um etwa 20 Prozent wachse, heißt es in einer Pressemitteilung Ende Oktober. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Greiner Bio-One Suns Co Ltd. und ist ein Joint Venture zwischen Greiner Bio-One und dem langjährigen Partner Beijing SunsReal, an dem die Österreicher nun 51 Prozent der Anteile halten. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht vor allem der Verkauf der Produktlinie Vacuette, ein Vakuum-Blutentnahmesysteme aus bruchsicherem Kunststoff. Gemeinsam will man in den kommenden Jahren in den Ausbau der Vertriebsorganisation und in die Erweiterung des Produktportfolios investieren. Beijing SunsReal erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro und hält einen Marktanteil von über zehn Prozent. In den vergangenen fünf Jahren konnte das Unternehmen den lokalen Absatz von Blutentnahmeröhrchen auf rund 65 Millionen Stück mehr als verdoppeln.

Continental baut zweites Werk in Changchun

CHANGCHUN. Der Automobilzulieferer Continental legte Mitte Oktober den Grundstein für sei zweites Werk zur Herstellung von Kfz-Elektronikkomponenten in Changchun in der chinesischen Provinz Jinlin. Rund 35 Millionen Euro will Continental in den Bau zu investieren. Im September 2012 soll das Werk die Produktion in vollem Umfang aufnehmen. Ab dann werden Komponenten für die Divisionen Chassis & Safety und Interior im neuen Werk statt in der bestehenden Produktionsstätte für Kfz-Elektronik entstehen. Der Standort in Changchun ist seit 16 Jahren in Betrieb. Mit einer Belegschaft von etwa 2.500 Mitarbeitern werden derzeit Produkte für 136 Kunden an 58 Standorten in ganz China und für den Export an 73 Kunden in 19 Ländern gefertigt. Neben der Produktion betreibt Continental in Changchun auch eine Abteilung für Forschung und Entwicklung.

Milliardengeschäfte zwischen Russland und China

PEKING/MOSKAU. Russland und China wollen stärker kooperieren. Anlässlich eines Besuchs des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Peking erneuerten die Staaten ihre Partnerschaft. Eine 160-köpfige Wirtschaftsdelegation begleitete den Regierungschef. Es seien Geschäfte im Wert von sieben Milliarden US-Dollar abgeschlossen worden, hieß es von beiden Seiten. Chinesische Medien sprechen von 16 Handels- und Investitionsvereinbarungen, wobei keines der Länder eine konkrete Auflistung der Verträge lieferte. Bekannt wurde nur, es gehe unter anderem um Projekte in der Agrarwirtschaft, beim Berg- und Maschinenbau, der Flugzeugproduktion, der Nano- und Biotechnologie, der Informatik und der Medizin. In den beiden wichtigsten Feldern der Zusammenarbeit, bei den Öl- und Gaslieferungen von Russland nach China, dauern die Verhandlungen an.

Chinesische Ausbildung nach deutschem Standard

BONN/ESCHBORN. Deutsche Unternehmen engagieren sich bei der Berufsausbildung in China. Im Schuljahr 2011/2012 startete jetzt der erste Jahrgang die Ausbildung zum chinesischen Kfz-Mechatroniker nach deutschem Standard. Für die 150 Schüler an fünf Schulen hat je ein deutscher Automobilhersteller die Patenschaft übernommen. Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen sind dafür mit dem Bildungsministerium der Volksrepublik China eine Kooperation eingegangen. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung koordiniert die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Projektaktivitäten. Ziel ist es, eine einheitliche theoretische und praktische Ausbildung für Kfz-Mechatroniker zu entwickeln. Die dreijährige Lehre findet in kleinen Klassen statt und ist stark auf die Praxis ausgerichtet. Die Schüler arbeiten von Anfang an mit simulierten Kundenaufträgen – von der Wartung bis zur komplexen Diagnose. Das dritte Jahr verbringen sie überwiegend in einem Fachbetrieb. Die deutschen Hersteller bringen ihr Fachwissen ein und investieren in die Fortbildung von Lehrern. Bis 2013 sollen 25 Schulen in das Gemeinschaftsvorhaben integriert und ein landesweiter Standard etabliert sein.

Semikron-Webshop geht online in China

NÜRNBERG. Zhuhai SindoPower Electronics Company Ltd., eine Beteiligungsgesellschaft der deutschen Semikron-Gruppe, hat im September einen Internet-Shop in China online gestellt. Unter www.sindopower.cn können Kunden nun elektronische Bauteile aus dem Semikron-Angebot bestellen. Dazu gehören Dioden-Thyristor-Module, Brückengleichrichter, CIB-Module sowie diskrete Dioden und Thyristoren. Die Bestellplattform ist für Abnehmer aus dem B2B-Bereich gedacht, die sich mittels Chat, E-Mail und Telefon auch technisch beraten lassen können. Dazu bietet SindoPower den Versand per Express, Bestellannahme per Fax, elektronischen Rechnungsversand, Online-Versandverfolgung und die Anbindung an eine Internetschnittstelle im System des Kunden. Das Familienunternehmen Semikron mit Hauptsitz in Nürnberg gründete die Zhuhai SindoPower Electronics Company 2011, um ihre Elektrobauteile über eine eCommerce-Plattform in China zu vertreiben. SindoPower sitzt in Zhuhai und gehört zu einem Netzwerk aus 35 Gesellschaften, das weltweit 3.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Rieck Henco baut China-Netz aus

BERLIN/DALIAN. Die Rieck Henco International Transportation mit Hauptsitz in Berlin hat zum 1. Juli 2011 in Shenyang und Jinan zwei neue Standorte eröffnet. Wie...