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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Neue transkontinentale Güterlinie eröffnet

CHONGQING. Die neue Schienenfrachtlinie Chongqing-Duisburg hat Ende Juni ihren Betrieb aufgenommen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Ein mit Laptops und LCD-Bildschirmen beladener Güterzug trat in Chongqing die erste Fahrt auf der über 11.000 Kilometer langen transkontinentalen Route an. Sie führt von der Megastadt in Chinas Westen über Kasachstan, Russland, Belarus und Polen nach Duisburg im Ruhrgebiet. Statt der 36 Tage, die Containerschiffe auf der traditionellen Schifffahrtsroute von Shanghai oder Guangzhou benötigen, brauchen Güterzüge nun nur noch 13 Tage nach Europa. Zudem sei der Zug sicherer und weniger kostspielig als der Seetransport, sagte Chongqings Bürgermeister Huang Qifan bei der Streckeneröffnung. Zunächst verkehre der Güterzug allerdings nur einmal im Monat. Später soll die Frequenz auf einmal täglich erhöht werden, so Huang. Chongqing entwickelt sich derzeit zu einer Hightech-Region. Hier produzieren bereits das US-amerikanische IT-Unternehmen Hewlett-Packard, der taiwanesische Zulieferer für elektronische Geräte Foxconn und der ebenfalls aus Taiwan stammende Computerhersteller Acer.

Industriewachstum verlangsamt sich

PEKING/WIEN. Das Wachstum der chinesischen Industrie verlangsamt sich. Der Einkaufsmanagerindex, der Auftragseingang, Produktion, Beschäftigung, erhaltene Lieferungen und Lagerbestand bewertet, ist im Juni den dritten Monat in Folge gesunken, teilte die Handelsvereinigung China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) Anfang Juli in Peking mit. Mit einem Wert von 50,1 liegt der Index jetzt nur noch knapp über der Schwelle, die Expansion von Abschwung trennt, stellt die aktuelle Länderanalyse der RZB Research fest. Damit lasse aber auch der Preisdruck nach, so die RZB-Analysten, was die Erwartung einer "sanften Landung" unterstütze.

Der Einfluss des Wechselkurses auf den Arbeitsmarkt

WASHINGTON. Das neue IWF-Papier „The Real Exchange Rate and Employment in China“ untersucht die Auswirkungen des Wechselkurses auf die chinesischen Arbeitsverhältnisse von 1980 bis 2008. Wie verändern sich Beschäftigungsverhältnisse in Reaktion auf reallokative Schocks? In offenen Volkswirtschaften spielt der Wechselkurs eine sehr bedeutende Rolle bei der Profitabilität von Sektoren, die für den Export oder den heimischen Markt arbeiten, beziehungsweise bei ihrer Arbeit auf Rohstoffe von außen oder innen angewiesen sind. Bei der Analyse, welchen Einfluss die Wechselkursschwankungen der vergangenen 20 Jahre auf den Arbeitsmarkt hatten, kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die Gehälter sich zunächst in allen Sektoren real aufgewertet haben. Besonders deutlich ist dieser Effekt allerdings in Regionen mit einer höheren Export-Orientierung. Das Papier sammelt wichtige Erkenntnisse für die Veränderung des chinesischen Arbeitsmarktes, sollte der RMB in die Zukunft stärker werden.

Wirtschaftsforum erfolgreich beendet

BERLIN. Mit der Unterzeichnung von 20 Verträgen, Kooperationsvereinbarungen und Absichtserklärungen mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro endete die 6. Tagung des Deutsch-Chinesischen Forums für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit für beide Seiten sehr erfolgreich. Mehr als 400 Teilnehmer aus deutschen und chinesischen Unternehmen, Institutionen und Ministerien hatten sich am 28. Juni 2011 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin zum Meinungsaustausch zusammengefunden und in fünf Arbeitsgruppen zu den Themen Energie, Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft, Infrastruktur/Elektromobilität, Elektronik und Informationstechnologie sowie Medizinwirtschaft und Biotechnologie Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit beraten. Allein vier der 20 Verträge mit chinesischen Partnern wurden von der Alba Group unterzeichnet und zwei von der Remondis AG. In einer Absichtserklärung vereinbarten die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die China Renewable Energy Society (CRES) die Gründung eines Chinesisch-Deutschen Zentrums für Erneuerbare Energien. Seit dem 1. Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum im Jahr 1997 wurden rund 200 konkrete Projekte verwirklicht.

Milliardenverträge in Berlin

BERLIN. Deutschland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zu denen Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 seiner Minister nach Berlin gekommen war, wurden zehn bilaterale Abkommen unterzeichnet – unter anderem eine Erklärung, die wechselseitige Investitionen erleichtern soll. Noch im Vorfeld der Konsultationen war Deutschland von chinesischer Seite zum bevorzugten Verbündeten in Europa ernannt worden. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Konsultationen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nur einige der zahlreichen gemeinsamen Projekte benennen, darunter die Gründung einer Plattform für Elektromobilität, Pläne im Bereich Wohnungsbau und Energieeffizienz, Kooperationen im Bereich Normung und Verbraucherschutz und die Einrichtung jeweils drei Modellregionen für die Zusammenarbeit in China und in Deutschland. Die Volksrepublik gab ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesen Kooperationen ab.

Ford baut neues Motorenwerk in Chongqing

CHONGQING. In Chongqing hat Mitte Juni der Spatenstich für das neue Ford-Motorenwerk in China stattgefunden, berichtet der US-amerikanische Autohersteller. Im Zentrum des Landes errichtet...

Weidmüller mit neuem Logistik-Center in Shanghai

DETMOLD. Die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, ein Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik sowie Elektronik mit Sitz in Detmold, eröffnete Mitte Juni ein neues Logistik-Center innerhalb der Wai-Gao-Qiao-Freihandelszone in Shanghai. Auf 8.000 Quadratmetern lagern in den neuen Lager- und Versandhallen rund 14.000 verschiedene Produktarten für China, Korea, Japan, Australien und Singapur.

Grundsteinlegung für neues AT&S-Werk

LEOBEN. Der österreichische Leiterplattenproduzent Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) mit Sitz in Leoben feierte Mitte Juni die Grundsteinlegung für sein siebtes chinesisches Werk, das in Chongqing errichtet wird. In der ersten Phase werden in den Bau eines Leiterplattenwerkes rund 297 Millionen US-Dollar investiert.

China und Kasachstan bauen Partnerschaft aus

ASTANA. Deutschland wirbt nicht allein um Kasachstans Rohstoffe. Auch China baut seine Partnerschaft mit Kasachstan weiter aus und will den bilateralen Handel in den kommenden vier Jahren auf 40 Milliarden US-Dollar erhöhen und damit verdoppeln. Das vereinbarten der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew und sein chinesischer Amtskollege Hu Jintao anlässlich eines Treffens Mitte Juni in Kasachstan. Im Anschluss an ihre Gespräche unterzeichneten die beiden Staatschefs eine gemeinsame Erklärung für den Aufbau einer umfassenden strategischen chinesisch-kasachischen Partnerschaft.

Erstes Continental-Werk für Fahrzeugelektronik

JINAN. Der Automobilzulieferer Continental mit Sitz in Hannover hat Ende Mai seine Produktionsstätte in Jinan in der chinesischen Provinz Shandong eröffnet. Es ist die erste Continental-Produktion in China, die auf die Fertigung von Elektronik für Nutzfahrzeuge und den Aftermarket spezialisiert ist. Die Investition wird mit 57 Millionen Renminbi (sechs Millionen Euro) beziffert; 210 neue Arbeitsplätze werden hier geschaffen.