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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Joyou baut Filialnetz und Kooperation mit Grohe aus

FRANKFURT/MAIN. Der chinesische Badezimmerausstatter Joyou AG hat im zweiten Quartal 2011 weitere 96 Geschäfte der Marke Joyou eröffnet. Das in Frankfurt börsenotierte Unternehmen weitet sein Vertriebsnetz damit auf 3.773 Verkaufsstellen in zum überwiegenden Teil kleinen und mittelgroßen chinesischen Städten aus. Bis Ende des Jahres sollen noch etwa 200 neue Filialen folgen. Zudem meldet die Joyou AG Anfang August, dass die Kooperation mit dem deutschen Badausstatter Grohe ausgebaut werden konnte. Im ersten Halbjahr 2011 hat Grohe seine bestehenden 144 Filialen mit der Asien-Produktlinie ausgestattet, für welche Joyou der Hauptvertriebspartner ist. Mit der Unterstützung von Joyou eröffneten die Deutschen im zweiten Quartal 2011 weitere 147 Filialen. Die chinesische Familie Cai, Großaktionär bei Joyou, übernahm Anteile an der Grohe Asia AG. Damit einher ging die Umfirmierung in Joyou Grohe Holding AG, an der Jianshe und Jilin Cai nun gemeinsam 49,9 Prozent halten, während die Grohe Holding GmbH mit 50,1 Prozent die Mehrheit bewahrt. Dem neu strukturierten Unternehmen gehört wiederum mehr als die Hälfte der Joyou AG, weitere Anteile sind im Besitz der Grohe Holding GmbH.

Neue Kontaktstellen für Investoren

BERLIN. Bei den ersten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen Ende Juni in Berlin vereinbarten China und Deutschland mit der Unterzeichnung einer „Gemeinsamen Erklärung über die gegenseitige Erleichterung von Investitionen“ die Einrichtung von Anlaufstellen für Investitionsfragen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) Anfang August mitteilt, sind nun die Kontaktstellen eingerichtet, an die sich Investoren beider Länder bei Fragen zu Investitionen in Deutschland oder China wenden können. Auf deutscher Seite sind die Anlaufpunkte bei der Germany Trade and Invest (gtai) und der Deutschen Auslandshandelskammer in Peking angesiedelt, auf chinesischer Seite beim Handelsministerium sowie der Investment Promotion Agency des Handelsministeriums. Die konkreten Ansprechpartner mit Kontaktdaten sind jeweils in deutscher und chinesischer Sprache auf der Website des BMWi sowie auf der Website des Chinesischen Handelsministeriums zu finden.

China Eastern Airlines: Neue Strecke Hamburg-Shanghai

HAMBURG. Ab dem 30. August fliegt China Eastern Airlines von Hamburg nach Shanghai mit einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt. Die Maschinen vom Typ Airbus...

Siemens liefert acht Kohlevergaser nach China

ERLANGEN. Der Siemens-Sektor Energy, Anbieter von Produkten für die Energieerzeugung, hat aus China einen Auftrag zur Lieferung von acht Kohlevergasern erhalten. Die Kohlevergaser mit...

Linde rüstet Chemiekonzern Yantai Wanhua aus

MÜNCHEN. Der Münchner Technologiekonzern Linde wird zwei große Luftzerlegungs-Anlagen zur Versorgung des chinesischen Chemieunternehmens Yantai Wanhua in Shandong errichten und betreiben. Ein entsprechender Vertrag,...

Top-Business-Standorte: Hongkong führend

LONDON. Die weltweit größten Unternehmen entscheiden sich zunehmend für eine Niederlassung in Asien. Hongkong ist dabei die Stadt, in der die meisten Unternehmen über eine Dependance verfügen, wie eine aktuelle Untersuchung des Immobilien-Beratungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) zeigt. Die Studie „Business Footprints“ analysiert die Präsenz der 280 größten Unternehmen in 232 Städten weltweit. Auf Hongkong, wo 68,2 Prozent der untersuchten Unternehmen über ein Büro verfügen, folgen Singapur mit 67,5 Prozent und Tokio mit einem Anteil von 63,9 Prozent. London folgt mit Platz vier als erste europäische Stadt und einem Wert von 63,2 Prozent. Die Top 5 werden von Shanghai komplettiert.

Autozulieferer expandieren auf europäischem Markt

MÜNCHEN. Die chinesische Automobilzulieferindustrie steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit indem sie sich immer mehr auf dem europäischen Markt ausbreitet. Zu diesem Ergebnis kommt die Mitte Juli veröffentlichte Studie „Chinese Appetite – Emerging market players are buying into the European auto supplier industry“ der Unternehmensberatung Roland Berger. Der Markt komme nach der Krise vor allem durch chinesische Investoren wieder in Bewegung, die westliche Zulieferer übernehmen, schreiben die Analysten. Grund dafür sei nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik der Volksrepublik. Im Rahmen des aktuellen Fünfjahresplans zielen chinesische Firmen darauf, ihre technologische Position durch Investitionen im Ausland zu verbessern und zu global agierenden Marktführern in ihren Segmenten zu werden. So strebt die Automotive-Branche ein Jahreswachstum von mindestens zehn Prozent an. Bis 2012 soll die Automobilproduktion in China um 22 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2007 zunehmen. Die europäischen Autohersteller würden dem nur wenig entgegensetzen, weil sie eine weitere Qualifizierung der chinesischen Zuliefererbasis durchaus wünschen. Gleichzeitig hoffen die Europäer auf eine Kombination chinesischer Low Cost-Ansätzen mit westlicher Technologie.

Nestlé will Mehrheit an chinesischem Süßwarenhersteller

VEVEY. Nestlé strebt die Mehrheit an dem chinesischem Süßwarenhersteller Hsu Fu Chin an. Mit der Firmengründerfamilie Hsu, die derzeit 56,5 Prozent hält, einigte sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Mitte Juli auf die Übernahme von 16,5 Prozent, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Zuvor will Nestlé von anderen Aktionärsgruppen, darunter die Beteiligungsgesellschaft Baring Private Equity, 43,5 Prozent kaufen. Zusagen darüber lägen zum Teil schon vor. Wenn die Schweizer ihr Aktienpaket auf 60 Prozent aufgestockt haben, soll Hsu Fu Chin dann das Börsenparkett in Singapur verlassen. Insgesamt rechnet Nestlé mit Übernahmekosten von 1,7 Milliarden US-Dollar. 16.000 Angestellte arbeiten für Hsu Fu Chi in der südchinesischen Provinz Guangdong. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mit Süß- und Salzgebäck, Kuchen und traditionellen chinesischen Snacks einen Umsatz von knapp 800 Millionen US-Dollar. Nestlé, das bereits über 23 Produktionsstätten in China verfügt, sieht in Hsu Fu Chin eine Ergänzung zum eigenen Portfolio, das vorwiegend aus Wasser, Kaffee- und Milchprodukten besteht.

Knorr-Bremse rüstet Metro in Peking aus

MÜNCHEN. Die Knorr-Bremse AG, ein Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat den Zuschlag für die Ausstattung einer weiteren Metrolinie in Peking erhalten. Es handelt sich dabei um den größten Einzelauftrag im Metrosegment für Knorr-Bremse in Asien. Das Unternehmen wird 64 achtteilige Metro-Zugeinheiten des chinesischen Herstellers CNR Changchun Railway Vehicles Co. Ltd. (CRC), die auf der neuen U-Bahn-Linie 6 in Peking zum Einsatz kommen, mit Bremssystemen ausrüsten. Der Auftrag umfasst die Lieferung von Bremssteuerungen, Druckluftkompressoren sowie Bremssätteln für 512 Wagen der neuen Triebzüge mit einem Auftragsvolumen von rund 25 Millionen Euro. Hergestellt werden die Produkte am chinesischen Knorr-Bremse-Produktionsstandort in Suzhou, 120 Kilometer nordwestlich von Shanghai.

Neue transkontinentale Güterlinie eröffnet

CHONGQING. Die neue Schienenfrachtlinie Chongqing-Duisburg hat Ende Juni ihren Betrieb aufgenommen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Ein mit Laptops und LCD-Bildschirmen beladener Güterzug trat in Chongqing die erste Fahrt auf der über 11.000 Kilometer langen transkontinentalen Route an. Sie führt von der Megastadt in Chinas Westen über Kasachstan, Russland, Belarus und Polen nach Duisburg im Ruhrgebiet. Statt der 36 Tage, die Containerschiffe auf der traditionellen Schifffahrtsroute von Shanghai oder Guangzhou benötigen, brauchen Güterzüge nun nur noch 13 Tage nach Europa. Zudem sei der Zug sicherer und weniger kostspielig als der Seetransport, sagte Chongqings Bürgermeister Huang Qifan bei der Streckeneröffnung. Zunächst verkehre der Güterzug allerdings nur einmal im Monat. Später soll die Frequenz auf einmal täglich erhöht werden, so Huang. Chongqing entwickelt sich derzeit zu einer Hightech-Region. Hier produzieren bereits das US-amerikanische IT-Unternehmen Hewlett-Packard, der taiwanesische Zulieferer für elektronische Geräte Foxconn und der ebenfalls aus Taiwan stammende Computerhersteller Acer.