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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Deutsche Architekten erfolgreich in der Marktnische

Das Architekturbüro Albert Speer & Partner ist seit 1998 in China aktiv und beteiligt sich dort immer wieder mit großem Erfolg an städtebaulichen Wettbewerben. Im Oktober und im Dezember 2011 gewannen die Architekten erneut zwei Wettbewerbe: Für die Stadt Nanchang gestalteten sie ein Areal für einen Mix aus Gewerbe, Kultur und Wohnen, in Hanzhong soll nun ein neuer Stadtteil nach den Entwürfen der Frankfurter entstehen. Das Architekturbüro folgt bei der Arbeit seinem eigenen Credo – und bleibt dabei auch in luftiger Höhe immer nah an den Gegebenheiten.

China spürt wirtschaftliche Abkühlung

PEKING. Nachdem die chinesische Volkswirtschaft im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent gewachsen ist, hat Premierminister Wen Jiabao heute vor den Delegierten der 5. Tagung des 11. Nationalen Volkskongresses für das laufende Jahr ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Chinas Wirtschaft befinde sich in schwierigem Fahrwasser, da die globale Wirtschaft sich nach wie vor nicht erholt hat, sagte Wen. Er betonte die Notwendigkeit, die Strukturreform der chinesischen Wirtschaft weiter zu vertiefen, die Abhängigkeit des Wachstums vom Export zu reduzieren und die Binnennachfrage zu einem Motor der Wirtschaft zu machen. Dafür sei es notwendig, neue Möglichkeiten der Beschäftigung zu schaffen, die Ausbildung zu verbessern, die sozialen Sicherheitssysteme zu vervollkommnen, vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen zu sichern und die Inflation auf vier Prozent zu begrenzen. Wen erklärte, bei der Strukturreform gehe es vor allem um mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Qualität des Wachstums. Er hob die Bedeutung neuer Industrien hervor und strich dabei in erster Linie den Ausbau der Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien sowie die Entwicklung von umweltfreundlichen Autos heraus. Eine Konzentration auf die Stärkung der Binnennachfrage bedeute dabei nicht eine Vernachlässigung der Außenmärkte. Insbesondere für Unternehmen aus arbeitsintensiven Branchen müssten neue Märkte außerhalb der entwickelten Industrieländer erschlossen werden.

Neues ZF-Werk für Autoachsen in China

FRIEDRICHSHAFEN/PEKING. Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG baut in Peking ein neues Werk für Pkw-Achsen. Wie das Unternehmen mitteilte, fand Ende Februar der Spatenstich für die 15 Millionen Euro teure Produktionsstätte statt, die nach Fertigstellung 32.000 Quadratmeter umfassen wird. Der Betriebsstart ist bereits zum Jahreswechsel geplant. Nach dem Hochlaufen der Produktion sollen etwa 350 Mitarbeiter mehrere tausend Achssätze pro Jahr für den Kunden Beijing Benz Automotive Co. montieren. Zusätzlich zu den aktuellen Modellreihen wird das neue Werk auch Umfänge für zukünftige Modelle wie die nächste Generation der Mercedes-Benz C-Klasse liefern. ZF ist in China seit über drei Jahrzehnten aktiv. 1980 wurde der erste Vertriebs- und Servicevertrag unterzeichnet, 1987 folgte die erste Niederlassung in Peking, seit 1994 hat ZF eigene Produktionsstätten in China. Mit dem nun in Peking entstehenden Werk erhöht sich die Zahl der ZF-Produktionsstandorte in China nach Unternehmensangaben auf 22.

Ingenics AG plant Werksvergrößerung für BMW

ULM/SHENYANG. Die BMW Group hat für die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten am Standort Shenyang/Da Dong in der nordost-chinesischen Provinz Liaoning das deutsche Beratungsunternehmen Ingenics AG engagiert. Vorgesehen sei die Verdoppelung der Kapazitäten der existierenden Fabrik, erklärte Ingenics-Vorstand Oliver Herkommer Ende Februar. Entsprechend groß sei das Volumen des neuen Auftrags. Ingenics ist als Generalplaner sowohl für die Montage als auch für das Logistiksystem verantwortlich. Die Umsetzung soll in gut zwei Jahren abgeschlossen sein. China ist inzwischen der drittgrößte Absatzmarkt des Münchner Autobauers. Seit 2003 stellt die BMW AG in Shenyang mit ihrem Joint-Venture-Partner Brilliance Fahrzeuge der 3er und 5er Reihe her. Im Mai vorigen Jahres hatte der DAX-Konzern eine Kapazitätserhöhung des Werkes in Da Dong auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr angekündigt. Im benachbarten Tiexi soll zudem ein neuer Standort für die Produktion von jährlich 200.000 Fahrzeugen des Typs BMW X1 entstehen.

Mercedes-Benz vertieft Zusammenarbeit mit Zoomlion

PEKING. Im Rahmen ihrer bestehenden Partnerschaft verstärken der Stuttgarter Lkw-Bauer Mercedes-Benz Lkw und der chinesische Baumaschinenhersteller Zoomlion Heavy Industry ihre Zusammenarbeit: Ende Februar haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung zur Lieferung von 2.500 Mercedes-Benz Lkw unterzeichnet. Die Grundsatzvereinbarung umfasst Schwerlast-Lkw-Modelle der Typen Mercedes-Benz Actros 3341 und 4141. Der chinesische Großkonzern wird die Fahrzeuge im Laufe des Jahres abnehmen. Die 2.500 Mercedes-Benz Actros werden im Lkw-Werk Wörth gefertigt und für die speziellen Anwendungen von Zoomlion im Bereich Betonpumpen adaptiert. Daimler konnte im Jahr 2011 knapp 5.800 Lkw der Marke Mercedes-Benz in China verkaufen und ist damit Marktführer unter den europäischen Wettbewerbern im Import-Segment in China.

Continental eröffnet Winter-Testzentrum in China

HEIHE. Der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental feierte Ende Februar die Eröffnung seines Winter-Testzentrums der Division Chassis & Safety in der chinesischen Stadt Heihe in der...

China will EU unter die Arme greifen

PEKING. China will den Europäern bei der Beilegung der Schuldenkrise helfen. Auf dem EU-China-Gipfel am Dienstag in Peking sicherte Staatschef Wen Jiabo dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Barrroso die Unterstützung seines Landes zu, ohne jedoch konkrete Schritte zu nennen. Beide Seiten einigten sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft und veröffentlichten ein 31 Punkte umfassendes Kommunique. Am Mittwoch kündigte der Chef der Nationalbank, Zhou Xiaochua, an, China werde sich über den Internationalen Währungsfonds und den Euro-Rettungsschirm EFSF in Europa engagieren. Außerdem soll die Europäische Zentralbank bei ihren Bemühungen zur Eindämmung der Schuldenkrise unterstützt werden. Die weitere Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem einen neuen kulturellen Dialogmechanismus, die Errichtung bilateraler Städtepartnerschaften und die Veranstaltung des ersten chinesisch-europäischen Bürgermeisterforums.

Kasachstan belastet Hermes-Ergebnis

HAMBURG. Die Bundesregierung hat im zurückliegenden Jahr deutsche Exportgeschäfte in Höhe von 29,8 Milliarden Euro mit sogenannten Hermesdeckungen abgesichert. Das Deckungsvolumen der Exportkreditgarantien lag nur knapp unter dem Spitzenwert aus dem Vorjahr und erreichte damit den zweithöchsten Wert in der 62-jährigen Geschichte der Hermesdeckungen, heißt es in einer Mitteilung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG Mitte Februar. Die Einnahmen aus Entgelten und Gebühren lagen mit 779 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau, während die Rückflüsse aus geleisteten Entschädigungen und Umschuldungen um 17 Prozent auf 219 Millionen Euro angestiegen sind. Nach Zahlungsausfällen auf Seiten der ausländischen Besteller wurden Entschädigungen in Höhe von 408,5 Millionen Euro ausgezahlt. Der Betrag ist fast um die Hälfte höher als im Vorjahr. Ursache sind zum größten Teil die Zahlungen für Entschädigungen im kasachischen Bankensektor. Die Türkei führt mit 4,83 Milliarden die Liste der wichtigsten Länder für Hermesdeckungen an – gefolgt von Russland mit 2,57 Milliarden und China mit 2,27 Milliarden. 75,1 Prozent aller Neudeckungen entfallen auf Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer.

Weidmüller vergrößert sich in China

DETMOLD. Die Weidmüller Gruppe hat eine neue Repräsentanz in China gegründet. Nach der Vertriebstochter in Shanghai ist die neue Weidmuller Limited in Hong Kong das zweite Büro des deutschen Verbindungstechnikherstellers in China. Von Südchina aus wollen die Detmolder vor allem den Markt in Taiwan erschließen und bedienen. Die Standortwahl rechtfertigen aber auch die umsatzstarken im Pearl River Delta liegenden Unternehmen und Hongkongs autonome Handelspolitik, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens Anfang Februar. Weidmüller engagiert sich seit 1994 in China – zunächst im Rahmen eines Joint Ventures, wenig später mit einer eigenen Produktionsstätte in Suzhou, nahe Shanghai. Im Oktober vergangenen Jahres eröffnete Weidmüller die Academy Asia in Shanghai. Dort werden Auszubildende angelernt, Mitarbeiter geschult und in Kooperation mit Hochschulen und anderen Instituten Technologien erforscht.

Deutsche und Chinesen wollen Städteentwicklung gemeinsam angehen

KANTON. Urbane Entwicklung für Mensch und Umwelt verträglich zu gestalten ist die Herausforderung der Zukunft. Deutschland und China haben in diesem Bereich großes Potenzial für künftige Kooperationen, so der Tenor auf dem Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum 2012, das heute in Anwesenheit der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Kanton stattfand. Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, hob in seiner Ansprache hervor, dass Deutschland und China starke Industrie- und Exportnationen sowie wichtige Wirtschaftspartner sind. Die Stärke der Partnerschaft zeige sich auch darin, dass beide Länder globale Herausforderungen, wie die Entwicklung von Megastädten gemeinsam anpacken. Dabei gehe es darum, mit nachhaltigen, ressourceneffizienten und klimaschonenden Technologien die künftige urbane Entwicklung zu sichern. Immerhin lebten schon heute mehr als 50 Prozent der chinesischen Bevölkerung in Städten. Urbanisierung sei ein globaler Trend, Lösungen für die Stadtentwicklung müssten gemeinsam gefunden und in die Tat umgesetzt werden.