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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Rieck Henco baut China-Netz aus

BERLIN/DALIAN. Die Rieck Henco International Transportation mit Hauptsitz in Berlin hat zum 1. Juli 2011 in Shenyang und Jinan zwei neue Standorte eröffnet. Wie...

Zusammenarbeit bei Elektromobilität gestartet

BERLIN. Eine neue deutsch-chinesische Arbeitsgruppe zum Thema Elektromobilität hat Ende September ihre Arbeit aufgenommen. Auf der Internationalen Automobilausstellung kamen dazu über 50 Vertreter der jeweiligen Regierungen, Normungsorganisationen, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, berichtet das Deutsche Institut für Normung (DIN) in Berlin. Die Arbeitsgruppe wurde unter dem Dach der Deutsch-Chinesischen Normungskommission eingerichtet und verständigte sich in Frankfurt zunächst über konkrete Zielstellungen und Vorgehensweise. Grundsätzlich soll die Arbeit auf Expertenebene erfolgen. Dazu werden deutsche und chinesische Experten in vier Teams zusammengesetzt, die sich mehrmals jährlich treffen. Die Kleingruppen bearbeiten die Themen Ladesysteme, die Kommunikation zwischen Ladestation und Elektroauto, Ladestation und Elektroauto betreffende Sicherheitsaspekte sowie den Datenaustausch zwischen Ladestation und den so genannten „Smart Grid“.

Weg frei für Daimler-Joint-Venture mit Foton

STUTTGART/PEKING. Das chinesische Handelsministerium hat dem deutschen Lkw-Hersteller Daimler Trucks und seinem chinesischen Partner Foton Motor die letzte Genehmigung erteilt, ein gemeinsames Unternehmen aufzubauen. An der Beijing Foton Daimler Automotive Co. halten beide Seiten 50 Prozent, teilten die Stuttgarter Ende September mit. Durch das Joint Venture will Daimler seine Position im chinesischen Markt bei schweren und mittelschweren Lkw, Transportern, Pkw und Finanzdienstleistungen stärken. Daimler werde sein technologisches Know-how in das Joint Venture einbringen, insbesondere in den Bereichen Dieselmotoren und Abgassystemen. Beide Partner wollen Auman, die Lkw-Marke von Foton, als Plattform zur Ausweitung des Geschäfts in China nutzen und weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in anderen Ländern prüfen. Foton ist seit seinem Einstieg ins Lkw-Geschäft 1998 schnell gewachsen und verfügt heute über zwei Werke in China. 2010 setzte das Unternehmen knapp 105.000 mittelschwere und schwere Lkw ab. Laut Daimler lag das Marktvolumen in China 2010 bei 1,2 Millionen Lkw über sechs Tonnen. Das Joint Venture soll insgesamt eine Kapazität von 160.000 Lkw pro Jahr haben.

Neue Sozialversicherungsregeln für Ausländer

Ab 15. Oktober 2011 gelten die Regeln zur Teilnahme von Ausländern an der chinesischen Sozialversicherung, wonach in China mit einer Arbeits-/Daueraufenthaltserlaubnis tätige Ausländer dort sozialversicherungspflichtig sind. Ausländische Sozialversicherungsmitgliedschaften beeinflussen die chinesische Versicherungspflicht nicht (Ausnahme sind bilaterale Sozialversicherungsabkommen, die derzeit mit Deutschland und Südkorea für bestimmte Arbeitnehmer oder Versicherungszweige bestehen).

Wachstum auf Automarkt gebremst

MÜNCHEN. Der chinesische Automarkt wächst deutlich langsamer. Zwar stieg der Pkw-Absatz auch im ersten Halbjahr 2011 um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, doch sei dies ein deutlich gebremstes Wachstum, heißt es in einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Progenium. 2009 hatte es noch ein Plus von 46 Prozent, im Jahr 2010 von 32 Prozent gegeben. Als Ursache gelten unter anderem die neuen strengen Zulassungsregulierungen. In Peking dürfen seit dem 1. Januar monatlich nur noch 3.000 Fahrzeuge neu zugelassen werden. Zum selben Datum wurde die als Kaufanreiz für bestimmte Modelle 2009 eingeführte Halbierung der Mehrwertsteuer wieder aufgehoben. Insgesamt konnten von Januar bis Juni 7,11 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Damit schließt China zu Europa auf, wo im gleichen Zeitraum 7,12 Millionen neue Autos registriert wurden. Fünf chinesische Hersteller dominieren den Markt, in dem noch über 70 Marken vertreten sind. Die Studie hält fest, dass chinesische Kunden Fahrzeuge von Gemeinschaftsunternehmen mit ausländischen Partnern bevorzugen.

Nach Einkommenssteuerreform bleibt mehr übrig

Nach einer landesweiten Debatte wurde am 30. Juni 2011 in China über eine Neufassung des Einkommenssteuergesetztes entschieden, die am 1. September 2011 in Kraft trat. Der Steuerfreibetrag wird dadurch von bisher 2.000 auf 3.500 Yuan angehoben. Etwa 60 Millionen Chinesen brauchen somit keine Einkommensteuer zu zahlen. Die Regierung hofft, so große Teile der Bevölkerung steuerlich zu entlasten und damit die Binnennachfrage anzukurbeln. Die wichtigsten Änderungen betreffen den monatlichen Grundfreibetrag und den monatlichen Steuertarif.

Chinas Finanzsektor ist robust

WASHINGTON. Die chinesischen Banken erfreuen sich einer robusten Kapitaldecke und angemessener Rentabilität. Zu diesem Schluss kommt der jüngste Country Report des Internationalen Währungsfonds über Chinas Finanzsektor. Die IWF-Analysten stellen fest, dass die globale Finanzkrise nur einen geringen Einfluss auf die lokalen Banken hatte. Das Kreditrisiko stelle die größte Herausforderung da. Der Druck hier ist substantiellen Veränderungen auf dem Immobilienmarkt und dem Ende des Casino-Booms geschuldet.

Volkswagen startet Motoren-Aufbereitung in Dalian

WOLFSBURG/DALIAN. Volkswagen hat im ostchinesischen Dalian eine Aggregate-Aufbereitung eröffnet. Dort sollen pro Jahr 15.000 Motoren aufbereitet werden. Wie der Konzern Ende August mitteilte, könnten chinesische Autofahrer mit den Austauschmotoren bis zu 50 Prozent günstigere VW-Original-Teile erhalten. In die neue Aufbereitung hat die Volkswagen Group China gemeinsam mit dem Partner FAW bislang 10,9 Millionen Euro investiert. Bei der Eröffnung der Anlage sagte der VW-China-Chef, Karl-Thomas Neumann, dass es seinem Unternehmen dabei auch um das Thema Nachhaltigkeit gehe. Da 70 Prozent der Materialien bei Motoren wieder verwendbar sind, spare die Aufbereitung der Aggregate im großen Stil Rohstoffe wie Stahl. Mit dem Projekt in China startet der Konzern die erste Aufbereitungsanlage von Motoren außerhalb Deutschlands. Im nächsten Schritt ist am Standort Dalian die Ausweitung der Aufbereitung auf weitere Motorentypen sowie zusätzlich auf Getriebe geplant. Zudem soll ein Prüfzentrum entstehen, in dem künftig Getriebe und Motoren unter chinesischen Fahrgewohnheiten getestet werden.

Emissionsfreie Mietwagen in China

FRANKFURT/MAIN. Die Hertz Autovermietung hat Elektrofahrzeuge des chinesischen Herstellers Build Your Dreams in ihre Flotte aufgenommen. Wie das US-amerikanische Unternehmen Ende August erklärte, werde der emissionsfreie BYD E6 in Kürze zur Nutzung auf Chinas Straßen bereitstehen. Um die chinesische Infrastruktur für Elektrofahrzeuge auszubauen, kooperiere der Autovermieter mit dem Technologieunternehmen GE Energy China, das unter anderem Ladestationen entwickelt. Außerdem beteilige sich Hertz am Pilotprojekt „International EV Pilot City“ der Stadt Shanghai, bei dem es um die Förderung der Vermietung emissionsfreier Fahrzeuge geht. Das Branchenblatt China Car Times schreibt, dass die Autos zunächst im südchinesischen Shenzhen zum Einsatz kommen sollen. Dort ist das BYD-Werk beheimatet. Zudem subventioniere die Stadtregierung den Einsatz von Elektroautos. Noch seien die E6-Fahrzeuge für Hertz in der Produktion. Sie werden eine Reichweite von 200 Kilometer haben.

Henkel baut neue Klebstofffabrik in China

DÜSSELDORF. Henkel hat den Grundstein für den Bau seines weltweit größten Klebstoffwerks gelegt. Die neue Anlage in Shanghai umfasst 150.000 Quadratmeter und wird zentrale Produktionsstätte für Industrie-Klebstoffe in China und in der Region Asien/Pazifik. Jährlich sollen dort 428.000 Tonnen Klebstoffe produziert werden, teilte der Konzern mit Sitz in Düsseldorf Ende August mit. Henkel investiert in das Werk rund 50 Millionen Euro und wird dort etwa 600 Mitarbeiter beschäftigen. Produktionsbeginn ist für Ende 2012 geplant. Mit der neuen Fabrik erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten und reagiert auf die steigende Nachfrage in China und in der gesamten Region Asien/Pazifik. Die derzeitige Klebstoffproduktion in China wird Henkel in Zukunft am neuen Standort im Shanghai Chemical Industry Park bündeln.