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Greater China

Die VR China und ihre Wirtschaft: Nachrichten, Publikationen, Geschäftskalender, Links, Adressen, Handelsbeziehungen zu Deutschland

Franzosen liefern Ausflugsbahn für chinesischen Freizeitpark

VEYRINS. Der französische Kabinenhersteller Sigma wird im Freizeitpark von Shenzhen an der Küste des chinesischen Perlflussdeltas eine neue Zahnradbahn errichten. Wie Sigma Ende August mitteilte, soll die neue Bahn das 2004 installierte Fahrzeugsystem zwischen den beiden Stationen im Park ersetzen und den Passagieren besseren Komfort, mehr Sicherheit und günstigere Aussicht bieten. Der Bau sei eine richtige Herausforderung, denn das gesamte Projekt soll in sechs Monaten realisiert werden – von den Vorstudien über die Montage, die im Sigma-Werk in Frankreich durchgeführt wird, bis hin zur Installation. Die zweiwagige Zahnradbahn wird über voll verglaste Panoramakabinen und angepasste Beleuchtung verfügen und den Passagieren mittels eines Musik- und Lautsprechersystem auch mit Informationen versorgen. Der Gesamtwert des Auftrags wurde nicht bekannt.

Philips baut neues Werk in Chengdu

CHENGDU. Der niederländische Elektronikkonzern Philips setzte Mitte August den ersten Spatenstich für ein neues LED-Leuchten-Werk in der Chengdu High-Tech Zone in der chinesischen Provinz Sichuan. Die Produktion soll voraussichtlich schon im kommenden Jahr beginnen. Über die Investitionssumme teilte das Unternehmen nichts mit. In Chengdu befindet sich der zweite Hauptsitz von Philips in China. Die neue Produktionsstätte soll neben der Herstellung auch Lagerhaltung und Logistik umfassen. Philips will hier mit maßgeschneiderten Produkten auf Kundenwünsche eingehen und die Reaktionsfähigkeit gegenüber seinen Abnehmern erhöhen.

Chinesen ordern Stranggießanlagen bei SMS

DÜSSELDORF. Die chinesische Tongling Nonferrous Metals Group aus Tongling in der Provinz Anhui hat den deutschen Maschinebauer SMS Meer mit der Lieferung von zwei horizontalen Stranggießanlagen der Marke Technica beauftragt. Die Anlagen produzieren kaltwalzfähige Kupferlegierungsbänder, die für Anwendungen in der Elektroindustrie eingesetzt werden, beispielsweise bei der Herstellung von Platinen. Die Anlagen sind im Einsatz sehr flexibel und eignen sich daher besonders für kleinere bis mittlere Produktionskapazitäten. Die Gießrate beträgt bis zu 1.000 Kilogramm pro Stunde. Tongling Nonferrous plant mit den neuen Maschinen die Produktion von speziellen Kupferlegierungen. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2013 geplant. Den Kaufpreis teilte die SMS Gruppe nicht mit.

Voith liefert Pumpspeicherwerk nach China

HEIDENHEIM. Der Maschinenbauer Voith hat einen Großauftrag aus China erhalten. Für das Pumpspeicherwerk Hongping in der Provinz Jiangxi im Südosten Chinas werden die Heidenheimer vier Pumpspeichereinheiten mit einer Leistung von je 300 Megawatt liefern. Voith erhielt den Auftrag vom größten Energieversorger des Landes, der State Grid Corporation of China. Das Auftragsvolumen liegt bei über 70 Millionen Euro. In der ersten Ausbaustufe, die 2015 abgeschlossen sein wird, soll das Pumpspeicherwerk über eine Leistung von 1.200 Megawatt verfügen. Voll ausgebaut, wird Hongping 2.400 Megawatt Leistung haben und damit zu den größten Pumpspeicherwerken der Welt gehören.

Bundesregierung will Außenwirtschaftsrecht vereinfachen

BERLIN. Das Kabinett hat heute die Novelle zur Modernisierung des Außenwirtschaftsgesetzes verabschiedet. Ziel ist es, die etwa 50 Jahre alte Rechtssprechung zu modernisieren und damit die Exporte für deutsche Unternehmen zu vereinfachen, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums. Dafür werde das Gesetz neu strukturiert, von 50 auf 28 Paragrafen verschlankt und an die europarechtliche Terminologie angepasst.

Deutsch-chinesisches Joint Venture baut Wolframproduktion auf

GANZHOU. Der deutsche Technologiemetall-Hersteller H.C. Starck und der chinesische Wolfram-Minenbetreiber Jiangxi Rare Metals Tungsten haben Mitte August in Ganzhou den Grundstein für eine gemeinsame Produktionsstätte gelegt. Mit ihrem Joint Venture wollen die Unternehmen ab Ende 2013 Wolframmetallpulver und Wolframkarbid für den chinesischen Markt herstellen. Für H.C. Starck ist es nach eigener Aussage das bislang größte Projekt in China. Bis zu 400 neue Arbeitsplätze sind geplant. Die Verträge mit den Chinesen, die im Mai 2011 geschlossen wurden, sehen eine gemeinsame Investitionssumme von 85 Millionen Euro zur Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen in Ganzhou vor. Das zweite Joint Venture soll sich auf die Herstellung von Ammonium Parawolframat und Wolframoxid konzentrieren.

BASF erweitert Serienlackproduktion in China

SHANGHAI/MÜNSTER. Die BASF AG dehnt ihr Engagement in China aus. BASF Shanghai Coatings investiert in eine neue Basislackanlage im Shanghai Chemical Industry Park in Shanghai, erklärte der deutsche Chemiekonzern Mitte August. Die neue Anlage soll die lokale Produktionskapazität für Basislacke um 13.500 Tonnen pro Jahr erhöhen. BASF Shanghai Coatings, ein seit 15 Jahren bestehendes Gemeinschaftsunternehmen zwischen BASF und Shanghai Coatings, betreibt bereits eine Produktionsstätte im Bezirk Minhang in Shanghai. Die neue Lackfabrik soll die Produktion im ersten Halbjahr 2014 aufnehmen. Basislacke bestimmen die Farbe des Autos und den visuellen Eindruck der lackierten Karosserie. BASF beliefert damit internationale und lokale Automobilhersteller in China.

Bosch gründet Joint Venture mit chinesischem Motorhersteller

SHANGHAI/NINGBO. Die Bosch-Gruppe plant die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Ningbo Polaris Technology Co. Ltd. Wie der deutsche Konzern mitteilte, soll die Mehrheitsbeteiligung bei Bosch liegen. Ningbo Polaris ist ein chinesischer Anbieter von Motoren für elektrisch angetriebene Motorroller, sogenannte E-Scooter, die in China unter der Marke POLTM vertrieben werden. Das Gemeinschaftsunternehmen wird verschiedene E-Scooter-Motoren entwickeln, herstellen und verkaufen. Der Vertrag wurde Mitte August unterzeichnet. Über die Details der Transaktion, die noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss, wurde Stillschweigen vereinbart.

Chinesisches Business-Center in Potsdam eröffnet

POTSDAM. In der brandenburgischen Landeshauptstadt eröffnete am Freitag das Potsdam-Shanghai Business Center. In das ehemalige Gebäude der „Roten Kaserne“ sind bereits zehn chinesische Firmen eingezogen. Insgesamt 21 Arbeits- und Wohneinheiten sind auf 2.500 Quadratmeter untergebracht. Die Shanghaier Geschäftsleute haben dafür gut drei Millionen Euro investiert. Bei der Ansiedlung unterstützt wurden sie von der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB), der Stadt Potsdam und der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Die denkmalgeschützten Räume sind Anlaufpunkt für chinesische Investoren, die in Brandenburg eine Firma gründen wollen. Geschäftsführer Zhiqi Fan bietet nicht nur Büro- und Wohnräume an sondern auch Dienstleistungen wie Behördengängen. Grundsätzlich ist das Haus offen für alle Investoren, die Herkunft spielt keine Rolle.

Mittel- und Osteuropäer verstärken Präsenz auf deutschen Messen

BERLIN. Die europäischen Nicht-EU-Staaten setzten 2011 verstärkt auf den Messeplatz Deutschland. So steigerte Russland im vergangenen Jahr seine Ausstellerpräsenz um zwölf Prozent, die Türkei um 13 Prozent und Kroatien um gut 30 Prozent. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA). Insgesamt beteiligten sich im vergangenen Jahr knapp 160.000 Aussteller an den 134 internationalen Messen in Deutschland. Von diesen kamen 88.600 aus dem Ausland, das waren fünf Prozent mehr als bei den jeweiligen Vorjahresveranstaltungen.