OstContact 7/8-2019

Jede Medaille hat zwei Seiten – so lautet ein alter Spruch. Unbestritten gilt das auch für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Während die EU gerade die Sanktionen gegen Russland verlängert hat, sind die deutschen Investitionen in Russland 2018 um satte 26 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro gestiegen. Und nach Jahren der Stagnation nimmt auch der Handel langsam wieder Fahrt auf.

Das Problem: Märkte, die einmal weggebrochen sind, lassen sich nur schwer wieder zurückgewinnen. Laut einer Studie des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft ging das Handelsvolumen mit Russland zwischen 2013 und 2018 allein in Sachsen um 72,5 Prozent zurück. Da verwundert es kaum, dass Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg im Juni ein Ende der Russland-Sanktionen fordert. Damit spricht er vielen Wirtschaftsvertretern aus dem Herzen. Denn die Frage lautet doch: Wie sinnvoll sind die Strafmaßnahmen?

In der Tat haben die Sanktionen bislang nicht zur Lösung der politischen Probleme geführt. Stattdessen scheint sich die russische Elite um Präsident Putin weiter konsolidiert zu haben. Von umfassenden Reformen und einer Änderung der aktuellen Wirtschafts- und Finanzpolitik fehlt derzeit jede Spur. Im Gegenteil: Der Druck von außen hat in Russland verstärkt zu Importsubstitution und Ausrichtung auf neue Partner geführt. Ein Schwerpunktthema des aktuellen OstContact ist deshalb die Finanzwirtschaft in Russland und der GUS.

Das Team des OWC-Verlags wünscht Ihnen eine gewinnbringende Lektüre.

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