Versorgung mit Leercontainern gesichert

HAMBURG. Die Leercontainerverfügbarkeit ist für die Hafenkunden aus Wirtschaft, Handel und Speditionen zur Organisation ihrer Transportketten von großer Bedeutung. Da Medien in den vergangenen Tagen vermehrt über Engpässe der Leercontainerverfügbarkeit berichteten, hat Hafen Hamburg Marketing (HHM) in einer Blitzumfrage diese Woche Reedereien zur aktuellen Lage befragt und die Ergebnisse am 23. März veröffentlicht.

Aus der Sicht der Reedereien gibt es derzeit keine nennenswerte Equipment-Shortage im Hamburger Hafen (Foto) und in deutschen Seehäfen und es werden auch keine Engpässe erwartet. Foto: © HHM-Lindner

Das Ergebnis ist für die Verlader interessant: Die Umfrage ergab, dass es aus der Sicht der Reedereien keine nennenswerte Equipment-Shortage im Hamburger Hafen und in deutschen Seehäfen gibt und auch keine Engpässe erwartet werden.

Mehrere Gründe wurden für die aus Sicht der Reeder stabile Versorgungslage mit Leerequipment genannt: Die meisten Reedereien steuern den Leercontainerbedarf mit einem Vorlauf von drei bis vier Wochen. Dabei nutzen sie für die Zuführung von Leercontainern nach Hamburg oder zu anderen nordeuropäischen Häfen größtenteils Überschussmärkte wie die USA, Großbritannien und Israel. Eine direkte Zuführung von Leercontainern aus China findet in der Regel nicht statt und war auch in letzter Zeit nicht erforderlich.

„Mit dem inzwischen feststellbaren Anlaufen der chinesischen Wirtschaft wird sich auch die Schifffahrt, der Umschlag und der Seehafen-Hinterlandtransport in China wieder in Richtung Normalbetrieb entwickeln. Vor dem Hintergrund einer in Europa abflachenden Konjunktur gehen wir nicht davon aus, dass es in Hamburg oder im Binnenland zu einer Unterversorgung mit Leercontainern kommt“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.