Deutschlands China-Handel erreicht 2019 neuen Höchststand

HAMBURG. Der Handel mit China erreichte im vergangenen Jahr mit 205,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand, berichtet der OAV – German Asia-Pacific Business Association. Damit lag das Handelsvolumen 2019 um 6,4 Milliarden Euro über dem Wert von 2018.

Shanghai: Schlepper lotsen ein Containerschiff der Maersk Line durch den von der Shanghai International Port (Group) Co., Ltd. betriebenen Yangshan Deepwater Port (Aufnahme v. 4. Oktober 2019). Foto: imago images / VCG

China war mit einem Anteil von 8,5 Prozent am deutschen Außenhandel zum vierten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner. Sowohl die deutschen Exporte (96,0 Mrd. EUR; +3,1 %) als auch die Importe (109,7 Mrd. EUR; +3,3 %) konnten erneut zulegen, wenn auch im geringeren Maße als im Vorjahr. Das deutsche Handelsbilanzdefizit erhöhte sich 2019 leicht auf 13,7 Milliarden Euro.

Die abgekühlte Weltkonjunktur trifft allerdings den deutschen Asienhandel insgesamt. Mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe der nur leicht zugenommen, so der OAV, liege aber noch über dem Wachstum des deutschen Handels mit der Welt (+1,0 %). In den vergangenen drei Jahren war Deutschlands Handel mit der Asien-Pazifik-Region noch um durchschnittlich 6,3 Prozent gewachsen.

Der bilaterale Handel mit der Asien-Pazifik-Region erreichte im letzten Jahr ein Volumen von fast 418 Milliarden Euro (2018: 412,7 Mrd. EUR). Damit erhöhte sich der Anteil der Asien-Pazifik-Region am deutschen Außenhandel leicht auf 17,2 Prozent. Exporten in Höhe von fast 200 Milliarden Euro (+0,7 %) – das sind knapp 15 Prozent aller deutschen Exporte – standen Importe von 218,2 Milliarden Euro gegenüber (+1,8 %). Das deutsche Handelsbilanzdefizit erhöhte sich infolge der stärker gestiegenen Einfuhren auf 18,4 Milliarden Euro. Die wichtigsten Handelspartner in der Region bleiben China, Japan, Südkorea, Indien und Taiwan.