Hafen Hamburg: in schwierigem Umfeld behauptet

HAMBURG. Für das Jahr 2020 rechnet die Marketingorganisation des Hamburger Hafens mit einem stabilen Ergebnis im Containerverkehr und einem leichten Anstieg beim Massengutumschlag. Aktuelle Zahlen zur Performance im Jahr 2019 gab das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz am 19. Februar 2020 bekannt.

Mit einem Anstieg um 1,1 Prozent auf 136,6 Millionen Tonnen erzielte der Hafen Hamburg 2019 im Seegüterumschlag ein gutes Ergebnis. Foto: Hafen Hamburg / Dietmar Hasenpusch

Mit einem Seegüterumschlag von 136,6 Millionen Tonnen – das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent – weist der Hafen Hamburg für 2019 ein gutes Ergebnis aus. Trotz einer Abschwächung des weltweiten Handels und bestehender Handelssanktionen konnte sich das Unternehmen in einem schwierigen Umfeld sehr gut behaupten.

Der Containertransport auf der Schiene legte zweistellig zu. In dem für den Hamburger Hafen so wichtigen Seehafen-Hinterlandverkehr wurden 2019 insgesamt 2,7 Millionen TEU zwischen den Terminals im Hamburger Hafen und Terminals im Binnenland transportiert. Das ist ein Zuwachs von 10,4 Prozent.

Auch im vergangenen Jahr führte China die Top-Ten-Liste der Partnerländer im seeseitigen Containerverkehr an, gefolgt von den USA, Singapur und Russland. So wurden 2019 in Deutschlands größtem Universalhafen im seeseitigen Containerverkehr mit China insgesamt 2,6 Millionen TEU (plus 1,7 Prozent) umgeschlagen.

„Die Auswirkungen durch den Coronavirus auf die Mengen im Außenhandel mit China lassen sich im Moment noch nicht genau feststellen. Es dürfte je nach Länge der Einschränkungen in der chinesischen Wirtschaft aber zu einem deutlichen Rückgang kommen, der sich dann auch zeitversetzt im Umschlag von China-Ladung in Hamburg zeigen wird. Dies werden wir frühestens zum Ende des ersten Quartals bewerten können“, schätzt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing ein. Er geht davon aus, dass dabei auch mit Rückgängen beim Transport zwischen China und Hamburg auf der Schiene zu rechnen sei. In Ergänzung zu den täglichen Verbindungen im seeseitigen Verkehr mit China werden inzwischen über die landseitige Neue Seidenstraße per Eisenbahn ab Hamburg wöchentlich mehr als 200 Verbindungen angeboten.