Außenhandel – Viel Schatten, aber auch ein wenig Licht

Der Rückgang mit den bislang wichtigsten Partnern könnte zum Sillstand gekommen sein, der Handel mit einigen anderen Ländern nimmt deutlich zu.

Kasachstans Präsident Kassym-Jomart Tokajew, Armeniens Premierminister Nikol Pashinyan, Irans Präsident Hassan Rouhani, Russlands Präsident Wladimir Putin, Moldawiens Präsident Igor Dodon und Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong vor einer erweiterten Sitzung des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates. Foto: imago images / ITAR-TASS

WIESBADEN/TEHERAN. Der deutsch-iranische Handelsaustausch nahm in den ersten elf Monaten 2019 um 49 Prozent ab, wobei die deutschen Ausfuhren um 48 Prozent sanken. Dies teilte das deutsche Statistische Bundesamt am 23. Januar mit. Das Tempo des Rückgangs nimmt jedoch ab. Im November 2019 verminderte es sich im Vorjahresvergleich auf 21,1 Prozent. Im November haben die deutschen Ausfuhren in den Iran nach vorläufigen Angaben sogar um sieben Prozent zugelegt – wenngleich mit 143 Millionen Euro auf einem sehr niedrigen Niveau.

Ähnlich sieht es mit China aus. Die Ausfuhren Chinas in den Iran sind 2019 um 36 Prozent gesunken, der Wert der Ausfuhren des Iran dorthin um 31 Prozent.

Deutlich belebt hat sich hingegen der Außenhandel mit Ländern, die für den Iran bislang an nachrangiger Stelle standen: Der Export in die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) weist nach ersten, am 18. Januar veröffentlichten Zahlen, seit Herbst 2019 deutliche Zuwächse auf. Ende Oktober 2019 war ein zunächst auf drei Jahre befristetes Freihandelsabkommen zwischen dem Iran und der EAWU in Kraft getreten. Der EAWU gehören Russland, Kasachstan, Belarus, Armenien und Kirgisistan an.

Die Ausfuhr nach Usbekistan ist zwischen Ende März und Ende November 2019 um 60 Prozent auf 152 Millionen US-Dollar in die Höhe geschossen.