BMW verzichtet auf eigenes Werk in Russland

Jahrelange Verhandlungen über die Lokalisierung der BMW-Produktion sind jetzt gestoppt.

Die BMW-Zentrale in München. Foto: iStock © Lukassek

Der deutsche Automobilhersteller BMW hat die Pläne zum Bau eines Werkes in Russland vorerst aufgegeben. Das Unternehmen hatte seit mehreren Jahren über den Standort einer eigenen Produktionsanlage in einer der Regionen des Landes verhandelt, konnte aber keine rentable Option finden. Bisher produziert der Konzern auf dem Gelände des Avtotor-Werks in Kaliningrad. Diese Verhandlungen wurden vorerst gestoppt, weil laut Russland-Chef Stefan Teuchert „die Spielregeln nicht genau festgelegt wurden“. Weiterhin bezeichnete Teuchert die Situation auf dem russischen Automobilmarkt als schwierig.

In den vergangenen Jahren wurde über den Bau eines eigenen BMW-Werkes im Industriepark Chrabrowo unweit des Flughafens Kaliningrad auf Grundlage eines Sonderinvestitionsvertrages (SPIK) diskutiert. Der SPIK ist ein staatlicher Mechanismus zur Vertiefung der Lokalisierung in Russland, der seit 2015 angewendet wird. Ausländische Investoren erhalten dadurch Steuervorteile, staatliche Subventionen und vorteilhafte Lokalisierungsbedingungen im Gegenzug zu Technologie- und Know-how-Transfer.

Lesen Sie dazu unser Interview mit BMW Russland-Chef Stefan Teuchert in der aktuellen Ausgabe.