Annäherung zwischen Merkel und Putin

Bundeskanzlerin Merkel traf am 11. Januar zu einer Unterredung mit Präsident Putin in Moskau zusammen. Unter anderem ging es um die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2.

Angela Merkel und Wladimir Putin bei einem Treffen im Moskauer Kreml. Foto: imago images / ITAR-TASS

Ein Kernthema des Zusammentreffens von Merkel und Putin waren die Handelsbeziehungen beider Staaten. Hier geht es aktuell vor allem um die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2, deren Fertigstellung im Augenblick infolge der US-Sanktionen unterbrochen ist. Putin versicherte, dass das Projekt zu Ende gebracht werde, „unabhängig und ohne Beteiligung von ausländischen Partnern“. Von der Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland fehlen noch rund 160 Kilometer. Merkel betonte: „Ich glaube, dass dieses Projekt auch durch die neue europäische Rechtssetzung legitimiert ist und dass wir es deshalb zu Ende bringen sollten.“ Zugleich wies die Kanzlerin darauf hin, dass eine Einigung auch für den parallelen Gastransport durch die Ukraine notwendig sei, damit das Transitland in den nächsten fünf Jahren von den Einnahmen profitieren könne.

Putin stellte zugleich die grundsätzliche Bedeutung guter Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland heraus: „Das Land ist unser zweitwichtigster Handelspartner nach China. Deutsche Investitionen in Russland betrugen im vergangenen Jahr 20 Milliarden US-Dollar“, sagte der Präsident. Weitere Themen der Unterredung waren die Konflikte in Libyen, Syrien und der Ukraine. Mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA betonte Merkel, dass Deutschland und Russland die Atom-Vereinbarung mit dem Iran „am Leben erhalten“ wolle.