Opel produziert wieder Autos in Russland

Nach mehrjähriger Abstinenz kehrt der Rüsselsheimer Autobauer nach Russland zurück.

Büro des offiziellen Händlers Opel in Samara. Foto: iStock © blinow61

Der Autobauer Opel wird in der rund 200 Kilometer südwestlich von Moskau gelegenen Stadt Kaluga das Modell Zafira Life und den Transporter Vivaro produzieren und über insgesamt elf Händler unter anderem in Moskau, Sankt Petersburg und Rostow am Don vertreiben. Damit kehren die Rüsselsheimer nach vier Jahren wieder auf den russischen Markt zurück. 2015 hatte der US-amerikanische Konzern General Motors, zu dem Opel damals gehörte, nach Absatzeinbrüchen die Fahrzeugproduktion in Russland vollständig eingestellt.

Seit März 2017 gehört Opel zum französischen Automobilbauer PSA Peugeot-Citroën. Mit der Übernahme durch PSA ist der osteuropäische Markt wieder stärker in den Fokus von Opel gerückt. 2018 kehrte Opel bereits in die Ukraine zurück. Zusammen mit den Verkäufen dort erhofft sich der Autobauer bis 2021 eine Verdreifachung des Absatzes in Eurasien.

In Russland wurde Opels Rückkehr größtenteils positiv aufgenommen, aber es gibt auch kritische Stimmen. Opel habe zwar ein wettbewerbsfähiges Produkt. Aber um auf dem russischen Markt erfolgreich zu sein und Marktanteile zurückzugewinnen, sei es notwendig, eine aggressive Preispolitik, ernsthafte Investitionen in Marketing und Entwicklung des Händlernetzes vorzunehmen, hieß es. Opel-Chef Michael Lohscheller kündigte deshalb bereits neue Modelle für russische Kunden an: „Wir werden unser Engagement in Russland in den kommenden Jahren schrittweise ausbauen. Dazu gehört auch, dass wir dort weitere Modelle anbieten werden. In den kommenden Jahren werden wir jeweils mindestens ein weiteres Modell nach Russland bringen“.

Diese Artikel erschien in RusslandInsider Ausgabe 1/2020.

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