Neue Containerroute zwischen Russland und China eröffnet

Europäische Unternehmen mit Produktion in China können Güter schneller zustellen.

Die Einweihungszeremonie des China-Europa-Ganzzuges (Yiwu-Madrid) am 18. November 2014 im Yiwu-Güterbahnhof in Jinhua, Provinz Zhejiang, China. Foto: imago images / China Foto Press

Mit der Inbetriebnahme einer neuen Bahnstrecke hat Russland die Transportkapazität auf der transkontinentalen Verbindung in den Fernen Osten weiter ausgebaut. Anfang Dezember 2019 traf im Frachtdorf Vorsino etwa 100 Kilometer südlich von Moskau der erste Containerzug aus der chinesischen Millionenstadt Shijiazhuang (Hauptstadt der Provinz Hebei) ein. Bereits seit 2016 legen Güterzüge die rund 6.500 Kilometer lange Strecke nach China in nur zwei Wochen zurück. Das bedeutete damals eine Reduzierung der Lieferzeit um das Dreifache.

Der Güterzugverkehr von und nach China wächst schnell. Allein die deutsche DB Cargo will ihre Transportkapazität um 25 Prozent erhöhen: Bisher werden 80.000 Standard-Container pro Jahr befördert, für 2020 sind 100.000 geplant. Die Fahrten über die 10.000 bis 12.000 Kilometer langen Strecken dauern in der Regel bis zu 16 Tagen, inklusive mehrerer Verladungen der Container auf andere Spurweiten. Auch große deutsche Unternehmen nutzen mittlerweile verstärkt den Bahntransport: BMW lässt zum Beispiel dreimal wöchentlich Fahrzeugteile per Güterzug nach China transportieren.

Diese Artikel erschien in RusslandInsider Ausgabe 1/2020.

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