Grafik: Russlands Wirtschaft | Prognose 2020

Die russische Wirtschaft hat ein durchwachsenes Jahr 2019 erlebt. Während die Staatsfinanzen stabil sind, die Rücklagen des Staates stetig steigen und die Auslandsverschuldung auf ein Rekordminimum gesunken sind, kommt die Entwicklung der Realwirtschaft nur mühsam voran. Ein Wachstum von 1,3 Prozent zum Jahresende ist für ein industrielles Schwellenland wie Russland aber zu wenig, um wie von Präsident Putin angekündigt den Rückstand zu den führenden Volkswirtschaften der Welt aufzuholen.

Grund für das schwache Wachstum sind unter anderem die nicht so recht in Gang kommende Realisierung der Nationalen Projekte sowie die ausbleibenden Investitionen der Unternehmen. Zwar hatte das russische Wirtschaftsministerium seinerzeit ein Wachstum der Privatinvestitionen von über drei Prozent angekündigt, tatsächlich gemessen werden konnte jedoch nur ein Wert von 0,7 Prozent.

Für das kommende Jahr ist die russische Zentralbank jedoch zuversichtlicher und rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Investitionen um bis zu fünf Prozent. Dies gilt auch für die Realeinkommen, die sich optimistischen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums zufolge fast verdoppeln könnten – von 0,8 Prozent im Jahr 2019 auf 1,5 Prozent im Jahr 2020.

Quellen: Wirtschaftsministerium Russlands, Russische Zentralbank