Grafik des Monats: Schwächephase der iranischen Währung

Der Rial hat gegenüber dem US-Dollar innerhalb kurzer Zeit bis zu 20 Prozent an Wert verloren.

Quelle: bonbast.com / eigene Darstellung

2018 ist der Außenwert des Rial aufgrund der Sanktionen gegen den Iran drastisch eingebrochen, was die Einfuhren verteuert und die Inflation angetrieben hat. Im Vergleich dazu nimmt sich der Kursrückgang der vergangenen Wochen trotz seiner rund 20 Prozent wenig dramatisch aus.

Die Schwankungen sind aber Indiz für eine ernsthafte und dauerhaft angespannte Lage. Die Zentralbank nannte vor allem folgende zwei Hauptgründe für die Kursschwäche: Die anhaltenden Unruhen im benachbarten Irak, die den iranischen Export empfindlich beeinträchtigten, sowie Gerüchte, dass die Regierung nicht in der Lage sein werde, die Finanzierung des kommenden Staatshaushalts zu gewährleisten.

Am 11. Dezember griff die Zentralbank massiv in das Marktgeschehen ein, um die Währung zu stützen und beruhigte die Lage vorübergehend.

Neben dem frei schwankenden Kurs gibt es auch noch einen staatlich gestützten Kurs von offiziell 42.000 Rial für einen US-Dollar. Diesen können Importeure einiger lebenswichtiger Güter nutzen, z. B. bei Medikamenten, Medizintechnik und Lebensmitteln.