Putin weiht neue Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg ein

Rund 700 Kilometer Länge und zehn Jahre Bauzeit: In Russland ist zwischen Moskau und St. Petersburg die erste echte Autobahn eröffnet worden.

In Russland ist zwischen Moskau und St. Petersburg die erste echte Autobahn eröffnet worden. Foto © kremlin.ru

Sie gilt als beispiellos in der russischen Straßenbaugeschichte: Die neue Autobahn M11 zwischen den beiden größten Städten des Landes, Moskau und St. Petersburg. Die rund 700 Kilometer lange Strecke wurde am 27. November offiziell eröffnet. Präsident Wladimir Putin lobte den Verkehrsweg als „historisch“, da sie ab 2020 auch für selbstfahrende Autos benutzt werden kann. Die Strecke war von einem Konsortium aus dem französischen Konzern BTP Vinci und der staatlichen russischen Bank VTB errichtet worden, die Baukosten werden mit umgerechnet 7,4 Milliarden Euro angegeben. Sie reduziert die Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen auf rund sechs Stunden. Die Strecke ist mautpflichtig, in der Regel fällt eine Gebühr von knapp 30 Euro (2.020 Rubel) an.

Die Autobahn soll in erster Linie den Luft- und Schienenverkehr zwischen den beiden Städten entlasten. Die Bauarbeiten für das Projekt hatten bereits im Jahr 2010 begonnen. Begleitet wurde der Bau immer wieder von Protesten der Bevölkerung, da die Autobahn beispielsweise in Moskau rund 43 Kilometer lang durch ein Waldgebiet verläuft. Experten kritisieren zudem die hohen Mautgebühren, die deutlich über denen für Zugtickets zwischen beiden Städten liegen.