Föderationsrats-Vorsitzende will Steuersenkungen für KMU

Kleine und mittlere Unternehmen in Russland benötigen nach Einschätzung der Vorsitzenden des Föderationsrates, Walentina Matwijenko, eine deutliche Senkung der Steuerlast.

Die Vorsitzende des Föderationsrates der Russischen Föderation, Walentina Matwijenko, auf der 50. Plenarsitzung der Interparlamentarischen Versammlung der GUS. Foto: imago images | ITAR-TASS

Kleine und mittlere Unternehmen in Russland bekommen einen neuen Fürsprecher. „Ich würde die Steuerlast für die kleinen und mittleren Unternehmen deutlich reduzieren. Dies würde ihnen einen echten Wachstumsschub geben und darüber hinaus das Investitionsklima in unserem Land attraktiver machen“, sagte Walentina Matwijenko, Vorsitzende des Föderationsrates, dem Nachrichten-Fernsehsender Rossija 24. Die Politikerin wies darauf hin, dass die Situation in diesem Bereich nicht besonders gut sei und es kein signifikantes Wachstum gebe. „Eine Senkung der Steuerlast würde nicht nur die Anzahl von KMU erhöhen, sondern auch die Haushaltseinnahmen vergrößern.“ Zugleich schlug Matwijenko auch für Wirtschaftszweige mit einer starken Steuerbelastung eine Abgabensenkung vor.

Die Zahlen sind tatsächlich ernüchternd: Nach Angaben des russischen Finanzberatungsunternehmens FinExpertiza haben 31,4 Prozent der russischen KMU im ersten Halbjahr 2019 rote Zahlen geschrieben. In 16 von 85 russischen Regionen fahren sogar 40 Prozent der Unternehmen Verluste ein. „In Russland muss nicht nur der Gründung neuer Unternehmen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, sondern auch der Unterstützung bestehender Unternehmen“, sagte Elena Trubnikowa, Vorsitzende des Vorstands von FinExpertiza der Rossijskaja Gaseta. Bislang habe die Regierung nur wenige Programme aufgelegt, die eine echte Unterstützung für das Unternehmertum darstellen.