Ein Roboter erzählt einen Witz

Modell der Wostok-Rakete, mit der Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltall flog, Allrussisches Ausstellungszentrum, Moskau. Foto: imago images | imagebroker

Haben Sie schon mal unter einer Rakete gestanden? In der 1939 eröffneten WDNCh – offiziell „Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft“ – ist das möglich. Hier steht die 38 Meter hohe Kopie einer Wostok-Rakete vor dem Kosmos-Pavillon, das heute als Museum der Kosmonauten auch Modelle der Raumstationen MIR und ISS sowie den ersten Satelliten „Sputnik 1“ zeigt.

Das vielen noch als All-Unions-Ausstellung bekannte Messegelände hat vielleicht nicht mehr ganz die Anziehungskraft früherer Jahrzehnte, aber ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel der Moskauer und ihrer Gäste. Sie beherbergt auch das größte Aquarium Russlands mit mehr als 12.000 Wassertieren. Und eine Attraktion ist im Pavillon 2 unbestritten ein Gespräch mit einem Roboter, der nicht nur die Zukunft voraussagen kann, sondern gern auch mal einen Witz erzählt.

Die rund 100 Pavillons im zwei Quadratkilometer umfassenden Themenpark, die zumeist in den 1950er-Jahren errichtet wurden, glänzen oft im Stil des Neoklassizismus. Aber auch Art Deco, Barock, orientalische Stilisierung und sowjetischer Modernismus mischen sich bunt darunter. Als der italienische Regisseur Federico Fellini mal die WDNCh besuchte, soll er anschließend gesagt haben, sie sei der „Traum eines besoffenen Konditors“. Vielleicht war das als Lob gemeint? Überzeugen Sie sich selbst: Fünf Metrostationen vom Kreml entfernt.