Teheran meldet Erfolge bei Auslandsinvestitionen

Die bekannt gegebenen Zuwächse entbehren bei näherem Hinsehen der Substanz. Daneben gibt es jedoch kleinere Lichtblicke.

Das South Pars/North Dome Feld ist ein Erdgaskondensatfeld im Persischen Golf. Es ist das größte Gasfeld der Welt, das sich Iran und Katar teilen. Foto: imago images / Xinhua

TEHERAN. Der iranische Finanzminister teilte am 8. November mit, dass die Auslandsinvestitionen zwischen 21. März und 6. November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent gestiegen seien. Allerdings wurden die Zahlen nicht aufgeschlüsselt.

Das Industrieministerium hatte Ende August bereits einen Zuwachs der Auslandsinvestitionen in den ersten vier Monaten des Kalenderjahres (21. März bis 22. Juli) von 60 Prozent angegeben. Da sich jüngst auch chinesische Investoren aus der milliardenträchtigen Entwicklung des Süd-Pars-Feldes (dem größten Gasfeld der Welt) zurückgezogen haben, dürfte sich der Zuwachs in den vergangenen Monaten in ein Minus bei den gesamten Auslandsinvestitionen verkehrt haben. Diese Tendenz dürfte sich weiter beschleunigen.

Am 4. November konnte die iranische Handelskammer jedoch einen möglicherweise substanziellen Erfolg bekannt geben: 32 kleine und mittlere europäische Unternehmen hätten sich nach monatelangen Verhandlungen zur Beteiligung an Öl- und Gasprojekten bereiterklärt. Es handele sich um Betriebe aus Deutschland, Großbritannien, Italien und weiteren Ländern, hieß es. Die meisten der künftigen Partner hätten sich zur Entlohnung durch Waren bereit erklärt, für andere sei eine Zahlung durch INSTEX angedacht.

Die europäische Zweckgesellschaft zur Förderung des Iran-Handels INSTEX ist noch nicht funktionstüchtig. Nach Angaben des Teheraner Außenministeriums vom 24. November haben der Iran und die europäischen Partner jedoch in näherer Zukunft weitere Gespräche hierzu vereinbart.