Iran will Elektrizitätsexport ausbauen

Die Stromausfuhr in den Irak ist erheblich. Zudem steht eine Kooperation mit Syrien an.

Touristen besuchen den Windpark Manjil und Rudbar in Manjil, Provinz Gilan, Iran. Foto: imago images / xRouzbehxFouladix

TEHERAN. Der Iran und Syrien haben am 2. November eine Absichtserklärung zur Wiederherstellung beziehungsweise Modernisierung der syrischen Elektrizitätsinfrastruktur unterzeichnet. Der zuständige syrische Minister schrieb dem Iran hierbei eine bedeutende Rolle zu. Der Umfang der Vereinbarung sowie mögliche Finanzierungsquellen bleiben allerdings unklar.

Der Iran exportiert derzeit fast 1.400 Megawatt täglich in den Irak. Die USA haben diese Lieferungen bislang von Sanktionen ausgenommen. Die jüngste im Oktober erteilte Ausnahmegenehmigung läuft Mitte Februar 2020 aus, dürfte aber wohl wiederum verlängert werden.

Die Stromnetze des Iran und des Irak sind seit Anfang November miteinander synchronisiert, was steigende Ausfuhren grundsätzlich erleichtert. Syrien strebt an, sich dem Verbund anzuschließen.

Neben den Exporten in den Irak führt der Iran täglich rund je 100 Megawatt nach Afghanistan und Pakistan aus.

Der Iran verfügt neben Russland über die weltweit höchsten nachgewiesenen Erdgasreserven. Die Gasvorkommen werden zunehmend erschlossen sowie neue Kraftwerke errichtet. Elektrizität kann somit wirtschaftlicher erzeugt werden als bei den meisten der Nachbarn. Das Energieministerium plant, dass bis zum Ende des iranischen Kalenderjahres am 19. März 2020 weitere fast 3.300 Megawatt Kraftwerksleistung ans Netz gehen sollen.

Finanzielle Engpässe und Sanktionen behindern jedoch das Entwicklungstempo sowie darüber hinaus auch einen umfangreicheren Elektrizitätsexport.