Siemens erwägt Trennung von Silowyje Maschiny

Als Grund wurden die Äußerungen von Silowyje Maschiny-Eigentümer Alexej Mordaschow zum angestrebten Siemens-SPIK genannt.

Der Präsident von Siemens Russland, Alexander Liberow, findet im aktuellen SPIK-Streit klare Worte: „Derzeit besteht ein Joint-Venture-Vertrag mit Silowyje Maschiny, aber wir schließen nicht aus, dass wir 2021 von dem Recht auf einen Wechsel Gebrauch machen werden“. Foto © imago images-ITAR-TASS

Der Präsident von Siemens Russland, Alexander Liberow, findet im aktuellen SPIK-Streit klare Worte. „Derzeit besteht ein Joint-Venture-Vertrag mit Silowyje Maschiny, aber wir schließen nicht aus, dass wir 2021 von dem Recht auf einen Wechsel Gebrauch machen werden“, sagte er der Wirtschaftszeitung Kommersant. Dabei schließe Siemens auch die Beteiligung der Gazprom Energoholding als Partner nicht aus. Zugleich versicherte der Siemens-Manager, dass sein Unternehmen stets in Übereinstimmung mit dem Gesetz und geltenden Vereinbarungen handeln werde. Die Auseinandersetzung hatte sich an der Forderung des Silowyje- Maschiny-Eigentümers Mordaschow an die russische Regierung entzündet, keine Sonderinvestitionsverträge (SPIK) mit ausländischen Herstellern von Hochleistungsgasturbinen abzuschließen. Er befürchte, dass ein solcher SPIK die Bemühungen der einheimischen Unternehmen zunichtemachen würde, eigene Technologien zu entwickeln. Das eigentliche Ziel ausländischer Hersteller sei es nicht, „ihre Produktion zu lokalisieren“, sondern „den Markt zu erobern“, betonte Mordaschow.

Siemens und Silowyje Maschiny betreiben in Russland ein Joint Venture zur Produktion von Gasturbinen, wobei das deutsche Unternehmen 65 Prozent der Anteile hält. 2021 könnte Siemens laut Liberow die Anteile seines Partners übernehmen.