Nord Stream 2 auf der Zielgeraden

Im Oktober hat Dänemark als letztes Land die Genehmigung für den Bau der Ostsee-Pipeline erteilt. Mitte 2020 sollen die russischen Gaslieferungen nun starten.

Im Oktober hat Dänemark als letztes Land die Genehmigung für den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 erteilt. Foto © 2019 Nord Stream 2

Die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 wird mit eineinhalb Jahren Verzögerung in Betrieb gehen. Ab Mitte 2020 soll das Gas durch die neue Verbindung nach Deutschland strömen, kündigte der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Kosak an. Ursprünglich war dafür ein Termin Ende 2018 geplant. Für die insgesamt 1.200 Kilometer lange Trasse stand aber bislang die Genehmigung für den letzten Routenabschnitt um die dänische Ostsee-Insel Bornholm aus.

Ende Oktober genehmigte Kopenhagen nach zähem Ringen nun Verlegearbeiten in der Ausschließlichen Wirtschaftszone südöstlich der Insel Bornholm. Dänemark war das letzte Land, das dem neuen Pipeline-Bau durch die Ostsee noch zustimmen musste. Die Arbeiten in russischen, finnischen und schwedischen Gewässern konnten bereits abgeschlossen werden.

Bislang sind gut 2.100 Röhren-Kilometer der doppelläufigen Trasse von Russland bis nach Lubmin bei Greifswald verlegt. Jeder Strang besteht aus 100.000 einzelnen Rohren mit einer Länge von jeweils zwölf Metern. Für die Verlegung der knapp 300 Röhren-Kilometer auf der noch offenen 147 Kilometer langen Strecke bei Dänemark werden rund 100 Tage Bauzeit veranschlagt. Durch die neue Trasse sollen künftig 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland fließen.