EAWU billigt Projekt zur Altersvorsorge

Am 19. November billigte die EAWU ein Abkommen über die Altersversorgung von Bürgern der Wirtschaftsunion.

Am 19. November billigte die EAWU ein Abkommen über die Altersversorgung von Bürgern der Wirtschaftsunion. Foto: iStock © LaraBelova

Das Abkommen über die Altersversorgung zwischen den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) sieht vor, dass das Land, in dem der Migrant gearbeitet und Beiträge zum Pensionsfonds geleistet hat, ihm bei seiner Rückkehr in sein Heimatland eine Rente zahlen wird. Ein entsprechender Entwurf wurde im März von der Eurasischen Wirtschaftskommission vorgelegt. Mitte Mai schickte das russische Arbeitsministerium ein Paket von Dokumenten an den Expertenrat der Regierung und bat um Zustimmung. Diese ist nun erfolgt. Das Abkommen soll bis Ende des Jahres von den EAWU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden und 2020 in Kraft treten.

Aktuell werden die Renten von Bürgern der fünf EAWU-Mitgliedsstaaten vom Staat des ständigen Wohnsitzes einer Person unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit gewährt und gezahlt. „Dies macht es praktisch unmöglich, die Rentenansprüche der Arbeitnehmer, die sie im Laufe der jahrelangen Arbeit in den Gebieten mehrerer Mitgliedsstaaten erworben haben, vollständig durchzusetzen“, heißt es im Abkommensentwurf. Der kirgisische Präsident Sooronbai Scheenbekow hatte Anfang 2019 eine baldige Annahme des Abkommens gefordert. Nach seiner Überzeugung wird die Unterzeichnung des Dokuments ein wichtiger Schritt zum Erreichen der Gleichstellung der Arbeitnehmer in der EAWU sein und stellt einen weiteren wichtigen Integrationsschritt der Wirtschaftsunion dar.