Pariser Klimaabkommen: Russland ohne Strategie

Russland könnte aufgrund des Pariser Abkommens soziale und wirtschaftliche Risiken bekommen.

Russland könnte aufgrund des Pariser Abkommens soziale und wirtschaftliche Risiken bekommen. Foto: iStock © wastesoul

Das russische Umweltministerium sieht große Risiken für die wirtschaftliche und soziale Situation im Land, wenn das Pariser Klimaabkommen nicht rasch durch nationale Umsetzungsstrategien begleitet wird. Am 21. September hatte Premierminister Dmitrij Medwedjew ein Dekret über die Annahme des Pariser Abkommens unterzeichnet, in dessen Rahmen Russland bis zum Jahr 2030 schädliche Treibhausgas-Emissionen um bis zu 70 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduzieren will. Das Dekret trat am 6. November in Kraft. Wie aus einem offiziellen Schreiben des Ministeriums hervorgeht, liegt in Russland aber noch immer kein Gesetzentwurf zur staatlichen Regulierung der Treibhausgas-Emissionen vor, zudem fehle es an einer Strategie zur kohlenstoffarmen Entwicklung.