Russische Banken reduzieren Rubel-Einlagenzinsen deutlich

Bei der Sberbank sank der Zinssatz für Privatkundeneinlagen um 0,75 Prozentpunkte.

Bei der Sberbank sank der Zinssatz für Privatkundeneinlagen um 0,75 Prozentpunkte. Foto: iStock © Pavel Byrkin

MOSKAU. Allein in der letzten Woche haben sechs der Top-10-Banken und einige weitere der Top-30-Banken starke Zinsanpassungen auf Einlagen vorgenommen. Unter anderem hat das größte russische Geldhaus Sberbank den maximalen Prozentsatz für private Einlagen um 0,75 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent reduziert. Die russische Tochter der österreichischen Raiffeisenbank senkte den Zinssatz um 0,6 bis 0,9 Prozentpunkte. Laut Einschätzung von Experten wird sich der Rückgang der Zinsen in naher Zukunft weiter fortsetzen.

Bankenvertreter begründen die Veränderungen in der Zinspolitik mit dem anhaltenden Rückgang des Leitzinses. Am 25. Oktober senkte die russische Zentralbank bereits zum vierten Mal in diesem Jahr den Zinssatz, diesmal um 0,5 Punkte auf 6,5 Prozent jährlich. Bereits im Juni, Juli und September hatte die Zentralbank den Leitzins um je einen Viertelpunkt gesenkt.