Russland-Afrika-Gipfel betont gemeinsame ökonomische Interessen

Moskau strebt eine russische Renaissance in Afrika an. Im Fokus steht der Ausbau der Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Energie und Rüstung.

Moskau strebt eine russische Renaissance in Afrika an. Foto: kremlin.ru

SOTSCHI. Rund 40 Staats- und Regierungschefs sind der Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Russland-Afrika-Gipfel gefolgt, der am 23. und 24. Oktober in Sotschi stattfand. Insgesamt zählte die Veranstaltung unter dem gemeinsamen Vorsitz von Putin und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi 10.000 Teilnehmer aus 54 Staaten. Russland hat während des zweitägigen Treffens mehr als 50 Verträge in einem Gesamtwert von rund fünf Milliarden US-Dollar mit afrikanischen Staaten unterzeichnet, wie der Berater des russischen Präsidenten Anton Kobyakow gegenüber RIA Novosti sagte. Im Mittelpunkt stehen der Handel mit Maschinen für die Landwirtschaft, Nutzfahrzeugen, chemischen und pharmazeutischen Produkten, Militärtechnik sowie der Bau von Kernkraftwerken. Russlands erklärtes Ziel ist nach den Worten von Putin die Verdopplung der russischen Waffenexporte.

Unter anderem wurde am Rande des Gipfels eine Vereinbarung mit Nigeria zur Lieferung von Mi-35-Kampfhubschraubern unterzeichnet. Mit Äthiopien wurde ein  Abkommen über die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie abgeschlossen. Das Land wird in den nächsten zehn Jahren ein kleines Kernkraftwerk (bis zu 400 MW, mit zwei 200-MW-Blöcken) mit Unterstützung des russischen Atomkonzerns Rosatom bauen. Auch in Ruanda entsteht in Zusammenarbeit mit Rosatom ein nukleares Wissenschafts- und Technologiezentrum. Das Handelsvolumen Russlands mit dem afrikanischen Kontinent betrug 2018 rund 20 Milliarden US-Dollar. // Ria Novosti, RBK